14/09/2026
VERÄNDERUNG.
Ich weiß genau, was ich verändern müsste – und tue es trotzdem nicht.
Veränderung bedeutet Bewegung.
Aber Veränderung kann auch bedeuten:
Loslassen.
Anerkennen.
Zuversicht.
Kapitulation.
Einsicht.
Ein Hin-zu.
Zu etwas, das wir anders haben wollen.
Weil wir etwas nicht länger tragen möchten.
Nicht länger akzeptieren wollen.
Oder weil wir spüren, dass etwas Neues entstehen darf.
Manchmal wissen wir sogar ziemlich genau, was wir verändern könnten.
Mehr bewegen.
Weniger arbeiten.
Anders arbeiten.
Grenzen setzen.
Gespräche führen.
Nein sagen.
Entscheidungen treffen.
Etwas beenden.
Etwas beginnen.
Neue Perspektiven zulassen.
Und trotzdem tun wir es nicht.
Nicht unbedingt, weil uns Verständnis oder Zeit fehlen.
Sondern weil Veränderung mehr verlangt als Verstehen.
Veränderung braucht Kraft.
Veränderung braucht Mut.
Und Veränderung braucht ein stabiles Ich.
Sie verlangt, dass wir uns mit uns selbst beschäftigen.
Mit dem, was ist.
Mit dem, was wir wollen.
Und vielleicht noch mehr mit dem, was wir nicht mehr wollen.
Denn manchmal bedeutet Veränderung, etwas Vertrautes zu verlassen.
Selbst dann, wenn sich dieses Vertraute längst nicht mehr gut anfühlt.
Vielleicht sogar gerade deshalb.
Und Veränderung bedeutet nicht immer, mutig nach vorne zu gehen.
Manchmal bedeutet sie anzuerkennen, was ist.
Loszulassen, was nicht mehr trägt.
Oder zu entscheiden, etwas nicht länger zu akzeptieren.
Veränderung ist Bewegung.
Nicht immer nach vorne.
Aber hin zu etwas Neuem.
Und vielleicht ist genau das eine Form von Selbstliebe:
Sich selbst wichtig genug zu nehmen, um etwas zu verändern.
ELENA LIERCK | LIFE & INTIMACY
POWER · PRESENCE · PLEASURE