06/09/2021
Punkteteilung in der Hochlandarena im ersten Heimspiel der Männer
Bei fast sommerlichen Temperaturen fanden am vergangenen Sonntag über 70 Zuschauer den Weg auf den ehemaligen Kamm des Schirrbergs, der heutigen Sportanlage der SG Schönfeld e.V. Das letzte Woche versprochene interessante Spiel ist es durchaus geworden, als „Nachholer“ in der pausierenden Kreisoberliga Sächsische Schweiz Osterzgebirge.
Die lokalen Helden hatte diesmal fast alles an Bord, auch wenn es den einen oder anderen Spieler gibt, wo es noch zwickt und zwackt. Der SSV 1862 Langburkersdorf e. V. hatte letzte Woche im Ligabetrieb die Gastmannschaft von der „Alm“ mit 5-1 abgefertigt und damit die Leistungen aus der Vorbereitung eindrucksvoll bestätigt. Demzufolge konnte man mit einem vermeintlichen Ligafavoriten rechnen.
Das Spiel pfiff der noch später zu einigen Diskussionen Anlass gebende Schiedsrichter Georg Brauer mit seinem Team von der SG Empor Possendorf kommend, pünktlich um 14.00 Uhr an, nach exakter Kontrolle der Kleiderordnung. Die vorgeschriebene Schutzausrüstung hingegen, war scheinbar zweitrangig, aber sei`s drum.
Die Gäste übernahmen die Initiative und hatten ein Spielkonzept, was durchaus Gefährlichkeit ausstrahlte, mit zunehmender Spieldauer schlussendlich aber ausrechenbar war und sich auch nicht änderte. Schönfeld`s Abwehr um Patrick Hammermüller stellte sich nach dem 0-1 (4. Minute durch den vom Landesklassevertreter Sebnitz nach Labu gewechselten Stefano Krause) gut auf den immer wieder mit langen Bällen agierenden Gegner ein. Schönfeld kam dann besser ins Spiel, nachdem man die Gäste in ihrer Hälfte mehr bedrängte und so auch zu Torchancen kam. Felix Kehr hatte den Ausgleich auf dem Kopf und Robin Schmidt hatte alle Zeit der Welt, völlig freistehend aus 5 Metern noch beim Gegner nachzufragen, er entschied sich aber zur risikobehafteten Direktabnahme. Die Gäste konnten weiterhin Nadelstiche setzen und sich Torchancen erarbeiten. Schönfeld prüfte weiterhin den gut aufgelegten Langburkersdorfer Schlussmann. Allerdings schenkten sich beide Mannschaften nun nicht mehr viel, es wurde zunehmend ein Stück rauer auf dem Feld. Dem hätte man mit einer klaren Linie und einer nicht ganz so großzügigen Auslegung der Regeln durchaus Einhalt gebieten können.
Die Pause nutzte man am schattigen Spielrand für den Feinschliff der 2. Hälfte, schließlich lag man im eigenen Rund mit einem Tor zurück und hatte mehrere Torchancen. Für die zweite Hälfte musste eine treibende Kraft der Schönfelder ersetzt werden, Andreas Püschner kam für Robin Schmidt ins Spiel. Sofort knüpften beide Mannschaften wieder an und machten Alarm. Bereits 2 Minuten nach Wiederanpfiff, notierte man einen Sonntagsschuss am Sonntag zum verdienten 1-1 Ausgleich. Ronny Beyer hat sich mit seinem eigenen Torschusstraining damit selbst Lorbeeren verliehen, indem er den Ball sehenswert aus der Ferne im rechten Winkel versenkte. Zehn Minuten später der erneute Führungstreffer für die Gäste, abermals durch Krause. Felix FX Augustin, der seiner Form noch hinterher läuft, wurde in der 60. Spielminute durch Dorjan Gashi ersetzt. In der 70igsten dann zum Jubel der Schönfelder Fans der erneute Ausgleich, wieder durch Beyer, der von Neuzugang Dustin Bopp bedient wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Schiedsrichter Brauer wohl bemerkt lediglich in Farbe 2x Gelb für Labu auf seinem Zettel notiert, bevor man sich zu mehr Schreibarbeit in den letzten 19 Minuten (+ 4x Gelb und 1x Rot) verleiten ließ. Man spürte, dass das unparteiische Trio ein wenig Stress hatte. Eigentlich waren es die emotional infrage gestellten Entscheidungen am Spielfeldrand, die für unbeantworteten Redebedarf sorgten. Denn einmal legte man Regeln der Entscheidung zugrunde, ein anderes mal nicht. Es war aber eine Trinkflasche die auf dem Feld landete und zum Corpus Delicti in der 71. Minute wurde. Da man den Täter von der heimischen Bank nicht ausmachen konnte, bekam zum einen Trainer Steffen Kretschmer als Verantwortlicher den ersten Karton und Ersatztorhüter Peuker den zweiten, für seine Nachfrage. Zum Spielgeschehen zurück; 4 Minuten später wurde das 3-2 für Schönfeld nicht gegeben. Was war passiert nach der Aufregung vor 240 Sekunden? Ein tiefer Ball für Andreas Püschner, der diesen doch eigentlich regelkonform dem aus dem Labu-Gehäuse entgegenkommenden Hüter wieder abnahm, weil dieser ihn weit außerhalb seines geschützten Raumes nicht festmachen konnte. Man hatte auf Stürmerfoul entschieden oder steckte doch was anderes hinter der Entscheidung? Dies führte zur Reklamation und einhergehenden Protesten, diesmal auf dem Feld. Nach Rücksprache zwischen Assistent und Schiedsrichter war man sich schnell einig, Dustin Bopp musste vorzeitig Duschen, nachdem man ihm unvermittelt die härteste Spielstrafe aufbrummte. Nun gab es keine großzügige Auslegung mehr. Die letzte Viertelstunde überstand man schad- und verletzungsfrei in Unterzahl.
Es bleibt festzuhalten, dass das Ergebnis zwar am Ende gerechterweise in Ordnung geht, aber beide Mannschaften hatten das Zeug für einen Dreier. So bleibt man in der Tabelle zunächst weiterhin mit Platz 5 und 6 Nachbar.
Ausblick:
Samstag, 11.09.2021, 15.00 Uhr, Hochlandarena, Schönfeld 1. – LSV Gorknitz 61 1.