15/09/2025
Wie jedes Jahr beendet unser Verein, die „SegelFreunde Phoenixsee Dortmund e.V.“ mit einem Segeltörn die Segelsaison mit traditionellen Schiffen, den Lemsteraaken in NL. Wir chartern diese Schiffe bei Heech by de Mar in Heeg/Friesland, mit denen wir seit über 30 Jahren positive Erfahrungen gemacht haben und freundschaftlich verbunden sind.
Freitag, 05.09.2025:
Gegen Mittag erreichten die Crews der drei Schiffe „Mata Hari“, „Eline Vere“ (Lemsteraaken) und „Schokbreker“ (ein Schokker) die Basis in Heeg.
Nach dem Eincheck und Bezug der Schiffe ging es erst einmal an’s Einkaufen beim Supermarkt in Heeg.
Danach machten wir uns bei bestem Sommerwetter mit den Schiffen über das Heeger Meer, dem Fluessen in Richtung Stavoren. Die Lemsteraaken, die etwas früher losgefahren sind, probierten verschiedene Segelstellungen auf diesen Gewässern aus.
Alle Schiff durchfuhren die Schleuse in Stavoren und trafen sich davor auf dem Ijsselmeer. Geplant war das Ankern auf der Reede Stavoren. Allerdings hatten die Fischer dort so viel Reusen gelegt, dass wir es vorzogen, auf der Reede vor der Schleuse und dem Pumpwerk „“Gemaal Hoogland“ unser Ankermanöver durchzuführen. Hier störte kein Wind und Welle, so dass wir neben einigen weiteren Schiffen, die dort ihren Anker geworfen hatten, unsere Anker in den Grund warfen.
Die Nacht war ruhig, die Schiffe schwojten gemütlich um ihren Anker. Nichts ist schöner, als die Nacht vor Anker zu verbringen.
Samstag, 06.09.2025:
Schönstes Sommerwetter, glattes Wasser auf der Reede, die Boote funkelten im frühen Sommerlicht.
Nach einem ausgiebigen Frühstück machten wir uns bei mäßig Wind (SE) auf den Weg nach Medemblik.
Herrliches Segeln unter Vollzeug (Groß, Fock und Klüver) waren angesagt. Zügig und frühzeitig erreichten wir unser Ziel, so dass wir alle beschlossen, noch draußen vor Medemblik einige Segelrunden zu drehen. Da wir den Hafenmeister weder über Funk noch über die angegebene Telefonnummer erreichten, beschloss die „Schokbreker“ in den Pekelharinghaven zu segeln, um die Plätze dort vorzubestellen. Leider war dies nicht mehr möglich. Nach Auskunft der Hafenmeisterin haben viele Segler zwar Plätze dort reserviert aber nicht bezogen, deshalb vergaben sie nur Liegeplätze nach Eintreffen der jeweiligen einzelnen Schiffe in den Hafen. Nach einigen Diskussionen rief sie ihren Kollegen im Middelhaven an, der uns Liegeplätze an der Kade anbot. Schokbreker lief dort an, um den anderen Schiffen, die dann nachkamen, den Platz zu weisen. Dies war eine gute Entscheidung, denn so langsam füllte sich der Hafen mit vielen anderen Schiffen.
Nach dem gemeinsamen Essen im Restaurant (Die Crew der „Schokbreker“ kochte an Bord), trafen sich alle Crews zum gemütlichen Umtrunk und Plausch in den Cockpits.
Sonntag, 07.09.2025:
Wieder schönstes Sommerwetter empfing uns nach dem Aufstehen. Allerdings frischte der Wind aus SE auf: 17 Knoten und aufbauend.
Also wurde nach dem Frühstück zunächst erst einmal noch im Hafen bei ruhigem Wasser gerefft. Diese Entscheidung war richtig, denn bereits an der Hafeneinfahrt hatte sich eine rauhe See mit kräftigen Wellen aufgebaut, so dass die Schiff schwer stampfend gegen die Wellen an mussten. Der üblichen Regatta, diesmal mit unglaublich vielen Optimisten, vor dem Hafen musste natürlich kräftig umrundet werden.
Mit gerefftem Groß und teils gereffter Fock ging es zügig mit halbem Wind Richtung Stavoren.
Vor der Schleuse hatten wir keine Wartezeit und konnten schnell durchschleusen. Die beiden Lemsteraaken hatten schon vor uns geschleust. Mit halbem Wind aus SE und unter Segel ging es rasch voran in Richtung Heeg. Im Hafen angekommen, wurden die Schiffe klariert, die Crewmitglieder, die abends abreisen mussten, packten ihre Seesäcke und beluden ihre Autos. Gemeinsam wurde noch im Restaurant Alt Wal Kibbeling und Pommes gegessen, die waren wieder wie im letzten Jahr perfekt.
Montag, 08.09.2025
Gegen 09:00 Uhr wurden die Schiffe ausgecheckt, und gegen 10:00 Uhr traten die restlichen Crewmitglieder die Heimreise an.
Wieder war ein schönes Segelwochenende mit diesen wunderbaren Schiffen vorbei. Petrus war auch gnädig mit uns, bescherte er uns doch viel Sonnenschein mit sehr gutem Segelwind!
Alle Teilnehmer freuen sich schon wieder auf den Törn im kommenden Jahr !