14/04/2026
Im Jahr 1944 schrieb der 16-jährige Herbert Tschätsch (geboren 1928), der in den 1950er-Jahren dem Weißwasseraner Oberliga-Team angehörte, DEM deutschen Eishockey-Star seiner Zeit, Gustav Jaenecke, einen Brief – und erhielt wenige Tage tatsächlich eine persönliche Antwort. Aus dieser geht hervor, dass Tschätsch augenscheinlich um materielle Unterstützung bat, um weiter Eishockey spielen zu können. Doch weder Jaenecke noch der Berliner Schlittschuh-Club können helfen, so der Ausnahmestürmer in seiner Antwort, der ebenfalls zu entnehmen ist, dass Tschätsch auch etwas über den schulischen und beruflichen Werdegang Jaeneckes wissen wollte und um eine Autogrammkarte bat.
Über Janecke müsse nicht viele Worte verloren werden. Über die Vita Tschätschs vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und dem Verfassen seines Briefes gibt ein kleiner Presseartikel aus der Sächsische.de Zeitung vom 5. Juni 2003 Auskunft. „Als Knirps von der Osramstraße wurde Herbert Tschätsch schon frühzeitig mit dem Eishockeyspiel konfrontiert. Der Grund waren hart gesottene Eishockeymänner, die in der gleichen Straße wohnten und zur damals erfolgreichen Weißwasseraner Mannschaft gehörten. Zu jedem Spiel pilgerte auch Herbert Tschätsch an den Braunsteich. „Hier fing auch meine sportliche Karriere an.“ […] Bereits als 13-jähriger Jüngster wurde er in die schlesische Schülerauswahl aufgenommen. „Mit der Teilnahme an der Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft in Wien hatte ich mein erstes großes Erlebnis.“ […] Weniger schön war sein Einberufungsbefehl zum Reichsarbeitsdienst. Mitte Januar 1945 bestritt Tschätsch sein vorerst letztes Spiel auf dem Braunsteich.“ ( https://www.es-weisswasser.de/nwprint.php?newsid=807 )
Danke an Silvio Janni für die Zusendung dieses Fotos und seiner Geschichte!