DDR-Eishockey

DDR-Eishockey Abseits der "Kleinsten Liga der Welt" wurde auch im "Arbeiter-und-Bauernstaat" dem Puck nachgejagt.

Wir haben uns zum Ziel gesetzt, Informationen und Fotos des "niederklassigen" Eishockeys in der DDR zusammenzutragen und somit einen Teil zur (ost-)deutschen Sportgeschichte beizutragen.

Im Jahr 1944 schrieb der 16-jährige Herbert Tschätsch (geboren 1928), der in den 1950er-Jahren dem Weißwasseraner Oberli...
14/04/2026

Im Jahr 1944 schrieb der 16-jährige Herbert Tschätsch (geboren 1928), der in den 1950er-Jahren dem Weißwasseraner Oberliga-Team angehörte, DEM deutschen Eishockey-Star seiner Zeit, Gustav Jaenecke, einen Brief – und erhielt wenige Tage tatsächlich eine persönliche Antwort. Aus dieser geht hervor, dass Tschätsch augenscheinlich um materielle Unterstützung bat, um weiter Eishockey spielen zu können. Doch weder Jaenecke noch der Berliner Schlittschuh-Club können helfen, so der Ausnahmestürmer in seiner Antwort, der ebenfalls zu entnehmen ist, dass Tschätsch auch etwas über den schulischen und beruflichen Werdegang Jaeneckes wissen wollte und um eine Autogrammkarte bat.

Über Janecke müsse nicht viele Worte verloren werden. Über die Vita Tschätschs vor Ausbruch des Zweiten Weltkrieges und dem Verfassen seines Briefes gibt ein kleiner Presseartikel aus der Sächsische.de Zeitung vom 5. Juni 2003 Auskunft. „Als Knirps von der Osramstraße wurde Herbert Tschätsch schon frühzeitig mit dem Eishockeyspiel konfrontiert. Der Grund waren hart gesottene Eishockeymänner, die in der gleichen Straße wohnten und zur damals erfolgreichen Weißwasseraner Mannschaft gehörten. Zu jedem Spiel pilgerte auch Herbert Tschätsch an den Braunsteich. „Hier fing auch meine sportliche Karriere an.“ […] Bereits als 13-jähriger Jüngster wurde er in die schlesische Schülerauswahl aufgenommen. „Mit der Teilnahme an der Vorrunde zur Deutschen Meisterschaft in Wien hatte ich mein erstes großes Erlebnis.“ […] Weniger schön war sein Einberufungsbefehl zum Reichsarbeitsdienst. Mitte Januar 1945 bestritt Tschätsch sein vorerst letztes Spiel auf dem Braunsteich.“ ( https://www.es-weisswasser.de/nwprint.php?newsid=807 )

Danke an Silvio Janni für die Zusendung dieses Fotos und seiner Geschichte!

Der zweimalige DDR-Meister mit Dynamo Weißwasser und letzter Torhüter der DDR-Eishockeynationalmannschaft, Thomas Bresag...
23/03/2026

Der zweimalige DDR-Meister mit Dynamo Weißwasser und letzter Torhüter der DDR-Eishockeynationalmannschaft, Thomas Bresagk.

Sammlungsneuzugang. Ein solches Ticket, wie es das Dresdner Fussball Museum vor einer Woche präsenterte, konnte heute de...
21/03/2026

Sammlungsneuzugang. Ein solches Ticket, wie es das Dresdner Fussball Museum vor einer Woche präsenterte, konnte heute der Sammlung hinzu gefügt werden (Bild im ersten Kommentar, platziert auf einem weiteren Sammlungsstück, einem "Werbeheft der BSG Einheit Süd").

Wer kann bei folgender per PN erhaltenen Nachfrage weiterhelfen?"Wir sehen hier ein Adidas - DDR - Prototyp - Jersey. Es...
24/02/2026

Wer kann bei folgender per PN erhaltenen Nachfrage weiterhelfen?

"Wir sehen hier ein Adidas - DDR - Prototyp - Jersey. Es stammt aus den Jahren 1986/87/88, wurde in dieser Art bei WM's und Turnieren getragen. Das abgebildete Trikot weist einen Patch "PEV Weißwasser" auf, darunter ist ganz klar zu erkennen, dass ein alter "Dynamo Weißwasser" - Patch entfernt wurde. Die Ermittlungen bisher, danke Hilfe einiger Experten: es gibt keinen DDR-Stick unter den Patches auf der Brust. Also wurden diese Trikots als neutrale Prototypen gelagert damals und von Dynamo Weißwasser aufgetragen. Bisherige sichere Einsätze: Dynamo machte im Dezember 1989 eine 2. Bundesliga-Tour (wahrscheinlich zu Testzwecken für den Bundesliga-Einstieg). Es gab Spiele in Essen, Duisburg, Iserlohn und Hannover. Nach der Wende dürfte der PEV anstelle des Dynamo - Patches angenäht werden. Nun die Frage: wer kennt diese Geschichte bzw. Trikot? Stimmt das alles soweit? Gibt es Aufstellungen oder weitere Fotos?"

Ein knapp 70 Jahre altes Ticket, leider ohne weiterführende Informationen.
30/10/2025

Ein knapp 70 Jahre altes Ticket, leider ohne weiterführende Informationen.

Danke an Silvio Janni, der uns erneut ein ganz besonders Foto hat zukommen lassen. Ein Bild, welches jedoch mehr Fragen ...
17/10/2025

Danke an Silvio Janni, der uns erneut ein ganz besonders Foto hat zukommen lassen. Ein Bild, welches jedoch mehr Fragen aufwirft als Antworten liefert. Bekannt ist lediglich, dass das Konvolut „aus dem Nachlass von Walter Meißner stammt, seinerzeit Volkskorrespondent in Weisswasser.“

Das Wilhelm-Pieck-Stadion in Weißwasser, damals das größte Freiluftstadion Europas, wurde mit einem Freundschaftsspiel z...
07/10/2025

Das Wilhelm-Pieck-Stadion in Weißwasser, damals das größte Freiluftstadion Europas, wurde mit einem Freundschaftsspiel zwischen Dynamo Weißwasser und Legia Warschau eröffnet. Die Partie endete 4:4 und dank' Silvio Janni können wir hier eine originale Eintrittskarte von damals zeigen.

Interessant ist, dass sowohl auf der handschriftlichen Notiz als auch auf der Vorderseite (aufgedruckt, unten links) das Jahr 1959 erwähnt ist. Diese Angabe ist konträr zu jener bei Wikipedia, wo die Stadioneröffnung mit dem 7. November 1958 hinterlegt ist.

Zum 35. Jahrestag der Wiedervereinigung stand DDR-Eishockeylegende Dieter Frenzel dem RND - RedaktionsNetzwerk Deutschla...
02/10/2025

Zum 35. Jahrestag der Wiedervereinigung stand DDR-Eishockeylegende Dieter Frenzel dem RND - RedaktionsNetzwerk Deutschland für ein längeres Interview zur Verfügung.

RND: Sie sind also so eine Art erstes gesamtdeutsches Sportphänomen: In Ratingen bei Düsseldorf werden Sie zum 70. Geburtstag gefeiert, gleichzeitig hängt Ihr Trikot mit der Nummer 5 bei den Berliner Eisbären, dem Nachfolgeklub vom SC Dynamo, wo Sie zwölfmal DDR-Meister wurden, als Zeichen der Ehrerbietung unter dem Hallendach.

Frenzel: "Nee, das haben sie abgenommen."

RND: Aber Sie sind doch eine Vereinslegende.

Frenzel: "Deswegen bin ich auch ein bisschen traurig. Aber wie gesagt, in Ratingen, wo ich nur drei Jahre war, war die Resonanz überragend. Von den Eisbären kam nichts zum Geburtstag.

Dieter Frenzel ist das DDR-Eishockey-Idol der 70er- und 80er-Jahre. Bei der Wiedervereinigung ist er 35 Jahre alt und der erste ostdeutsche Mannschaftssportler, der offiziell in den Westen wechseln durfte. 35 Jahre später wagt er den Blick zurück auf ein zwischen zwei Systemen aufgeteiltes Leben i...

Für die legendäre Nummer 8 beginnt heute das achte Lebensjahrzehnt. Wir senden herzliche Glückwünsche zum 70. Geburtstag...
25/09/2025

Für die legendäre Nummer 8 beginnt heute das achte Lebensjahrzehnt. Wir senden herzliche Glückwünsche zum 70. Geburtstag an Friedhelm Bögelsack und wünschen weiterhin viel Gesundheit.

Otto Krahmann, Eishockeyverteidiger der BSG Stahl Brotterode, starb im Oktober 1959, wenige Tage nach seinem 33. Geburts...
10/09/2025

Otto Krahmann, Eishockeyverteidiger der BSG Stahl Brotterode, starb im Oktober 1959, wenige Tage nach seinem 33. Geburtstag, nach einer Auseinandersetzung in einer Kneipe in Hannover. Der nach dem Metallarbeiter benannte Pokalwettbewerb wurde in den Spielzeiten 1959/60 und 1960/61 ausgetragen, beide Male sicherte sich am Ende Dynamo Weißwasser den Interliga-Pokal. Neben den Lausitzern und dem SC Dynamo Berlin nahmen Legia Warschau, Gornik Katowice, VTZ Chormutov und SC Litvinov teil. Im Folgejahr waren Legia Warschau Podhale Nowy Targ, Sparta Plzen, Dukla Pardubice die Gegner der beiden DDR-Mannschaften.

NEUES DEUTSCHLAND…

„... hat die Eissportverbände Volkspolens, der CSR und der Deutschen Demokratischen Republik davon unterrichtet, daß es für den Sieger der vor wenigen Wochen aus zwei Mannschaften der drei Verbände gebildeten Interliga einen Pokal zu stiften beabsichtigt, der den Namen des in Hannover ermordeten deutschen Eishockeyspielers Otto Krahmann tragen soll.“

„… ging bei seinem Vorschlag davon aus, daß Otto Krahmann, der ein begeisterter Eishockeyspieler war, wenn er auch nie den Dreß der deutschen Nationalmannschaft trug, sich als ein Sportler erwies, der aufrichtig für den Frieden eintrat und sogar sein Leben dafür gab.“

„… unterstreicht mit diesem Vorschlag auch die Bedeutung der Spiele der Interliga, die nicht alleine aus sportlichen Motiven ins Leben gerufen wurde, sondern auch dazu beitragen soll, die Freundschaft zwischen den im Herzen Europas lebenden Völkern zu vertiefen. Otto Krahmann, dessen sportliche Liebe dem Eishockey galt, der dieser Liebe in seinem Heimatort Brotterode unter oft nicht leichten Bedingungen nachging, wird die Eishockeyspieler der drei Länder in seiner aufrechten Haltung immer daran erinnern, daß sich ein Sportler nicht nur auf dem Eis zu bewähren hat.“

Weiterführende Quellen:

📖 „Vom Braunsteich in die Eisarena – Die Legende aus der Lausitz“

📰 https://www.spiegel.de/politik/herzen-schlagt-alarm-a-fa7bebad-0002-0001-0000-000042623216?context=issue

🎥 https://www.ardmediathek.de/video/aktuelle-kamera/prozess-gegen-moerder-von-ddr-buerger-otto-krahmann-in-hannover/ard/Y3JpZDovL2hyLW9ubGluZS8xMTY1MDI

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