15/04/2026
Ich hatte gestern einen Moment mit meinem Plácido, der mich wirklich bewegt hat.
Für alle, die ihn nicht kennen:
Placido ist ein spanischer Hengst, fast 6 Jahre alt –
mein Herzenwunsch den ich mir erfüllt habe und gleichzeitig meine größte Herausforderung.
Er ist präsent, schnell, manchmal drüber, beißt plötzlich und weiß oft nicht so richtig, wohin mit sich.
Und ich war in letzter Zeit ehrlich gesagt oft frustriert.
Weil ich dachte, ich müsste das doch können.
Weil ich gemerkt habe, wie sehr ich auch im Außen bewertet werde.
Und dann stand er heute auf der Koppel.
Stark in seiner Vorderhand, präsent wie immer –
aber als er sich bewegt hat, wurde mir plötzlich klar:
👉 Ihm fehlt gar nicht der Wille.
👉 Ihm fehlt die Kraft.
Und in dem Moment hat es mich getroffen…
weil ich gemerkt habe:
Genau so fühle ich mich manchmal auch.
Nach außen präsent –
aber innerlich nicht ganz da.
Und dann kam noch eine zweite Erkenntnis:
Ich habe ihn in letzter Zeit oft erklärt.
Vor mir selbst und auch vor anderen.
„Er ist noch jung.“
„Er ist noch nicht so weit.“
„Er ist halt so.“
Und ja… vielleicht, um Druck rauszunehmen.
Aber eigentlich habe ich ihn damit in ein Bild gepackt,
anstatt ihn wirklich zu sehen, wie er ist.
In diesem Moment habe ich aufgehört, ihn verändern zu wollen.
Ich habe aufgehört zu erklären.
Und bin einfach bei mir geblieben.
Und hab in mich gehört.
Und plötzlich war er ruhig.
Nicht drüber.
Nicht aufdringlich.
Einfach da.
Das war das erste Mal, dass es sich wirklich wie ein Gespräch angefühlt hat.
✨ Was ich daraus mitnehme:
Unsere Tiere reagieren nicht auf das, was wir sagen.
Und auch nicht auf das, was wir darstellen.
👉 Sie reagieren auf das, was wir wirklich sind.
Und manchmal versuchen wir so sehr, Dinge zu erklären, zu kontrollieren oder „richtig zu machen“…
dass wir dabei das Wichtigste verlieren:
👉 uns selbst.
Und auch das Gegenüber.
Vielleicht liegt die Veränderung gar nicht im Außen.
Sondern darin, dass wir:
🦄 aufhören zu bewerten
🦄 aufhören zu erklären
🦄 und anfangen, wirklich hinzusehen
Bei unserem Tier.
Und bei uns selbst.
Denn genau da entsteht Verbindung.