03/09/2026
Gute Führung bedeutet nicht, es allen recht zu machen
„Ich möchte, dass meine Mitarbeiter zufrieden sind.“
Diesen Satz höre ich von Führungskräften immer wieder und natürlich ist der Wunsch erst einmal nachvollziehbar.
Trotzdem halte ich ihn als Maßstab für gute Führung für schwierig.
Denn Führung bedeutet nicht, möglichst wenig Reibung zu erzeugen. Führung bedeutet auch, Erwartungen klar auszusprechen, Leistung einzufordern, Entscheidungen zu treffen und manchmal eine Richtung vorzugeben, die nicht jedem gefällt. Ist dies manchmal mit Widerständen verbunden, durchaus.
Ich erlebe immer wieder, dass Mitarbeitende sehr gut mit einer Entscheidung umgehen können, solange sie nachvollziehbar, klar und ehrlich kommuniziert wird.
Schwieriger wird es, wenn Führungskräfte aus Sorge vor Konflikten ausweichen, Entscheidungen vertagen oder Erwartungen nur andeuten.
Gute Führung braucht Empathie, aber genauso Klarheit in der Kommunikation und die Bereitschaft, auch einmal etwas auszuhalten.
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Ich bin Simone Heigl, Arbeits- und Organisationspsychologin und Betriebswirtin. Ich begleite mittelständische Unternehmen rund um Führung, Kommunikation und Zusammenarbeit.