08/02/2026
Wenn in der Eifel der letzte Spieltag ansteht, dann riecht’s nach Spannung, kalter Luft und dem guten alten Gefühl:
Et hätt noch immer jot jejange – aber nur, wenn mer och wat draus macht.
Und genau so war’s beim KSC.
Ein versöhnlicher Abschluss – trotz schwacher Mannschaftsleistung
Der KSC hat am letzten Spieltag noch einmal einen Sieg eingefahren, aber man muss ehrlich bleiben:
Es war kein Glanzstück.
Die Mannschaftsleistung war eher mau, die Abläufe holprig, und man hatte phasenweise das Gefühl, als würde der KSC selbst nicht so recht wissen, wie er das Spiel eigentlich kontrollieren will.
Trotzdem stand am Ende ein 3:0 gegen den Aufsteiger KSC Beckingen 1 auf der Tafel.
Und das lag weniger an der eigenen Stärke, sondern vielmehr daran, dass der Gegner die vielen offenen Türen, die der KSC großzügig aufließ, nicht genutzt hat, um den Zusatzpunkt mitzunehmen.
Mit etwas mehr Konsequenz hätte Beckingen dem KSC richtig weh tun können.
So aber wurde es ein versöhnlicher Abschluss, der sich anfühlt wie ein Eifel-Abend, an dem man froh ist, dass der Sturm am Haus vorbeigezogen ist — auch wenn die Fenster ordentlich gewackelt haben.
Domi – der Dauerbrenner aus der Eifel
Und dann ist da noch Domi.
Der Mann, der in der Bundesliga Süd wieder einmal alles in Grund und Boden gespielt hat.
Der beste Einzelspieler der Liga – und national längst einer der ganz Großen.
Wenn der über die Bahn geht, dann hört man in der Eifel nur:
„Lass den Domi ma mache, dat wird schon.“
Der Blick nach vorne – und der wird steinig
So schön der Abschluss war, so klar ist auch:
Die nächste Saison wird ein Brett.
- Oberthal 2 steigt auf – hungrig, unbequem.
- KSG Osburg-Riol 1 kommt ebenfalls hoch – mit Spielern, die schon 1. Bundesliga-Luft geschnuppert haben.
- Und wenn’s ganz dumm läuft, füllen SKV Trier 1 und TuS Kirchberg 1 als Absteiger der 1 Bundesliga die Liga auf.
Das wäre dann so, als würde man im Eifelwinter morgens aufstehen und feststellen:
Och jo, heute schneit’s quer – und zwar den ganzen Tag.
Die Heimschwäche – der alte Eifel-Dämon
Der KSC hat auswärts oft gezeigt, was möglich ist.
Aber daheim… nun ja.
Manchmal wirkt es, als würde die Mannschaft im eigenen Kegelheim den berühmten Eifel-Nebel mit aufs Parkett nehmen.
Und gegen die genannten Brocken kann das schnell böse enden.
Was jetzt zählt – Potenzial maximal ausschöpfen
Wenn der KSC kommende Saison nicht unter die Räder kommen will, dann gilt:
- Jede Bahn muss brennen.
- Jeder Spieler muss ans Limit.
- Jede Chance muss genutzt werden.
Das Ziel ist klar:
Ein Platz im gesicherten Mittelfeld.
Nicht träumen, nicht zaubern – einfach Eifel-Arbeit: ehrlich, hart, bissig.
Fazit:
Der KSC hat gezeigt, dass er mithalten kann.
Er hat Spieler, die national herausragen.
Er hat Teamgeist, der in der Eifel tief verwurzelt ist.
Und er hat eine Saison hinter sich, die Mut macht.
Jetzt heißt es:
Kopf runter, Ärmel hoch, weiter geht’s.
Denn in der Eifel weiß man:
"Et es noch nix verloren, solang mer nit aufgeet".