Oldtimer Freunde-Ohmtal

Oldtimer Freunde-Ohmtal Oldtimer Museum : Alte Landwirtschaftliche Geräte, Hausmetzgerei, Schusterwerkstatt, Werkstatt,Schmiede,Stand-Motoren,Traktoren,Autos,Motorräder, LKW's

Gestern hatten wir auf dem Oldtimer Gelände ein Treffen der Triumph TR Register mit ihren Fahrzeugen. Es wurde mittags g...
03/05/2026

Gestern hatten wir auf dem Oldtimer Gelände ein Treffen der Triumph TR Register mit ihren Fahrzeugen. Es wurde mittags gemeinsam gegrillt. Nachdem sich alle gestärkt hatten, gab es eine Führung durch unsere Museumshallen. Die circa 21 Teilnehmer/innen war begeistert von unserer Sammlung von Exponaten. Angefangen mit den Landwirtschaftlichen Fahrzeugen, Arbeitsgeräten , Autos, Motorräder, Standmotoren sowie LKW‘s. Vielen Dank für Eueren Besuch.

Hat jemand Interesse an der Veranstaltung  ?
21/04/2026

Hat jemand Interesse an der Veranstaltung ?

Nein, es ist keine Isetta!Bei dem Gefährt handelt es sich vielmehr um einen Trojan Kabinenroller, der im Jahr 1963 in En...
04/04/2026

Nein, es ist keine Isetta!

Bei dem Gefährt handelt es sich vielmehr um einen Trojan Kabinenroller, der im Jahr 1963 in England gebaut wurde.
Begonnen hat aber alles in Deutschland:

Die Ernst Heinkel Flugzeugwerke GmbH (ab 1943 Ernst Heinkel AG), war eines der größten deutschen Flugzeugbauunternehmen.

Mit dem Kriegsende in 1945 ging auch ein bedeutendes Kapitel deutscher und internationaler Technik- und Flugzeuggeschichte zu Ende. Somit brauchte die Heinkel AG, zumindest das was von ihr noch übrig war, ein neues Betätigungsfeld. Man begann mit der Entwicklung kleiner Motoren für unterschiedliche Fahrzeuge. Es folgten die Entwicklung und der Bau von Mopeds, Motorrollern und Rollermobilen.

Ein solches Rollermobil ist auch der Heinkel Kabinenroller, der 1956 als erster PKW der Ernst Heinkel AG in Stuttgart - Zuffenhausen herausgebracht wurde. Ein Prototyp war bereits Anfang 1955 fertig.

Auch wenn der Heinkel Kabinenroller im ersten Moment der Isetta relativ ähnlich sieht, ist es doch auf den zweiten Blick eine ganz andere Konstruktion. Während die Isetta auf einem tragenden Rahmen aufgebaut ist, hat der Heinkel Kabinenroller eine selbsttragende Karosserie. Das spart 100 kg! Der Heinkel hat sogar hinten eine Rücksitzbank auf der zwei kleinere Kinder Platz finden können. Das fehlt bei der Isetta. Die Lenksäule ist allerdings im Gegensatz zur Isetta fest montiert und schwenkt nicht mit, wenn man die Tür öffnet.

Es gab den Heinkel mit drei unterschiedlichen luftgekühlten Einzylinder Viertaktmotoren. Die kleinste Ausführung hatte 175 ccm, die größte 204 ccm. Maximal waren 10 PS bei 5500 U/min möglich. Im Vergleich dazu hatte die Isetta in der 300er Ausführung 13 PS. Aufgrund des Gewichtsunterschieds waren die Fahrleistungen der beiden Kontrahenten aber in etwa identisch.

Lange wurden diese Kabinenroller allerdings nicht gebaut. 1958 war bereits Produktionsende. - Zumindest in Deutschland. Denn die Werkzeuge und auch alle Rechte wurden nach Irland verkauft. Von dort aus wurden sie an die Firma Trojan Limited im Süden von England weiterverkauft. Hier wurden, mit geringfügigen Änderungen zum Heinkel, etwa 6100 Stück gebaut.

Das abgebildete Exemplar wurde zunächst nach Wien (Österreich) ausgeliefert, von wo aus es nach Stuttgart kam und dort bei einem Heinkel Treffen zum Kauf angeboten wurde. Der heutige Besitzer konnte einfach nicht widerstehen und kaufte die hellblaue „Knutschkugel“.

Wenn man damit unterwegs ist, sorgt man bei allen Altersgruppen für gute Laune. Ein Lächeln kann sich kaum jemand verkneifen wenn das Rollermobil vorbeituckert oder wenn es auf einem Parkplatz steht. Sogar im Kinofilm „Die Wolfgäng“ ist genau dieser Kabinenroller zu sehen. – So ist es uns eine besondere Freude auch diesen kleinen Kinostar vorstellen zu dürfen.

03/04/2026
🍺 Sensation im Ohmtal!Uns ist der Durchbruch gelungen:Der erste Oldtimer-Motor läuft jetzt mit Bier statt Diesel!🍻🍺Bei d...
01/04/2026

🍺 Sensation im Ohmtal!
Uns ist der Durchbruch gelungen:
Der erste Oldtimer-Motor läuft jetzt mit Bier statt Diesel!🍻🍺
Bei den Dieselpreisen aktuell ist Bier die günstige Alternative 👍🙃
Vorführung heute um 19 Uhr – Verkostung inklusive 😄
(Fahrer bitte nüchtern bleiben!)

Der Reiz war, ihn wieder zum Laufen zu bringen! Volvo P 1800 ES Eigentlich ist der Besitzer ein Fan von alten englischen...
22/03/2026

Der Reiz war, ihn wieder zum Laufen zu bringen! Volvo P 1800 ES

Eigentlich ist der Besitzer ein Fan von alten englischen Automobilen und ein Tüftler obendrein. Als er eine Anzeige sah, dass dieser Volvo in defektem Zustand zu verkaufen war, griff er zu. Denn so ganz „unenglisch“ ist der Volvo nicht. Zumindest in seiner Grundform als Coupé mit der Bezeichnung P 1800.

Nicht nur, dass die ersten 6000 Exemplare in England gebaut wurden. Eine Zeit lang hatte Schauspieler Roger Moore, auch bekannt als James Bond Darsteller, in seiner Rolle als Simon Templar den P 1800 als „Dienstwagen“. Eigentlich sollte er die Kriminellen mit einem Jaguar E jagen. Aber Jaguar wollte von der Produktionsfirma den vollen Preis für so einen E-Type. Deshalb bekam Roger Moore den ebenfalls attraktiven Volvo zur Gangsterjagd.

Doch mit der Zeit verblasste nicht nur der Leinwandruhm, auch die Form wirkte immer blasser. Aber hier und da ein paar Karosserieretuschen halfen nicht so richtig. Die Alternative, ein komplett neues Modell zu präsentieren, war finanziell nicht drin.

Also, neue Idee: Chefdesdigner Jan Wilsgaard sollte das Coupé mit möglichst wenig Aufwand auf Vordermann bringen. Die Vorgabe war, dass eine Golfausrüstung ohne Probleme hinein passen sollte. Volvo wollte damit vor allem auf dem amerikanischen Markt erfolgreich werden. Auf diese Weise kam ein sportlicher Kombi zustande, der ab Sommer 1971 unter der Bezeichnung P 1800 ES erhältlich war.

Was diesen Sportkombi aber so besonders machte, war das Glas. Die durchgezogenen Seitenscheiben sind schon ein Blickfang. Aber die komplett aus Glas gefertigte Heckklappe ist das Highlight. Sie ist das Wahrzeichen des ES. Aufgrund dieses Designs erhielt der Volvo in Deutschland den Spitznamen „Schneewittchensarg“. Ein Autor des Fachmagazins „auto, motor und sport“ hat diesen Namen zum ersten Mal erwähnt.

Es gibt aber noch mehr besondere Designmerkmale: die runden Scheinwerfer zum Beispiel. Denn die meisten Automobilhersteller schwenkten Anfang der 1970er Jahre zu eher eckigen Scheinwerfern über.

Die Türgriffe sind ebenfalls ganz besonders. Sie gehen in eine erst am Heck endende Zierleiste über. (Bild mit grünem Pfeil). Doch dieses Stilelement war damals nicht wirklich neu. Die sogenannten „Bullet Birds“ (Ford Thunderbird von 1961 – 63) hatten bereits Anfang der 60er Jahre in den USA ein sehr ähnliches Design.

Das war aber nicht unbedingt der Grund, warum die Amerikaner diese Volvos gerne kauften. Sondern sie entdeckten dieses Auto als „Steuerlücke“. Denn Anfang 1970 gab es eine Steuererhöhung für Sportwagen in den USA. Mit dem P 1800 ES, als Kombi angemeldet, gab es so für die Amerikaner eine Möglichkeit, einen sportlich wirkendes Fahrzeug günstig zu fahren.

Ursprünglich ist auch dieser hier in den Bildern gezeigte Volvo in die USA ausgeliefert worden. Daher auch das für die USA typische Automatikgetriebe und die etwas niedrigere Motorleistung von 116 PS. (Aufgrund der amerikanischen Bestimmungen wurde das Verdichtungsverhältnis von 10,5 : 1 auf 8,7 : 1 reduziert.)

Wenn man einsteigt, fühlt man sich auf Anhieb wohl. Die Ledersitze, die Rundinstrumente und das Raumgefühl passen ganz einfach.
Wenn man fährt sorgen der Vierzylinder Motor mit zwei Liter Hubraum und das Automatikgetriebe zwar nicht für ein wirkliches Sportwagengefühl, aber überfordert ist diese Kombination mit dem Gewicht von etwa 1190 kg nicht. Überhaupt gilt dieser gusseiserne Motor mit fünf Kurbelwellenlagern als eher unkaputtbar. Im mittleren Drehzahlbereich fühlt er sich am wohlsten. Schon ab 1.500 U/min entwickelt er einen angenehmen Durchzug.

Diesen Durchzug entwickelte aber dieser P 1800 ES aus 1972 nicht, als der heutige Besitzer ihn in 2019 von einer Privatperson kaufte. Denn die Einspritzanlage wollte ihrer zugedachten Aufgabe nicht folgen. Letztlich lag es nur am maroden Kabelbaum.

Volvo ist übrigens lateinisch und bedeutet „Ich rolle“. Und genau das tut er jetzt wieder. Dabei ist er ein echter Blickfang. Wenn er vorbeirollt, guckt jeder hin!

Ein echtes "low light" Cabriolet"!Vermutlich handelt es sich bei diesem VW Karmann Ghia Typ 14 um das einzige Cabriolet ...
23/02/2026

Ein echtes "low light" Cabriolet"!
Vermutlich handelt es sich bei diesem VW Karmann Ghia Typ 14 um das einzige Cabriolet in "low light Ausführung", welches in Deutschland zur Zeit angemeldet ist.

Dazu folgender Hintergrund: Der VW Karmann Ghia Typ 14 wurde am 14. Juli 1955 in einem Hotel in der Nähe von Osnabrück der Öffentlichkeit vorgestellt. Die Fachpresse lobte zwar einerseits die sportliche Eleganz des italienischen Designs, andererseits wurden die Fahrleistungen deutlich bemängelt und als „Parodie eines schnellen Autos“ dargestellt. Kein Wunder, denn die Basis bildete das etwas verbreiterte Fahrgestell und der Motor des VW Käfers mit 1200 ccm und 30 PS. Beschleunigung von 0 auf 100 km/h in 33 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit 118 km/h.

Insgesamt wurden 443.466 Karmann-Ghia (362.585 Coupés und 80.881 Cabriolets) gebaut. Wobei das Cabriolet nicht gleich zu Anfang, sondern mehr als zwei Jahre später, ab dem 1. November 1957 auf den Markt kam. Es kostet stolze 8250 DM. Aufgrund des hohen Preises konnte sich kaum ein Deutscher solch ein Cabriolet leisten. Die meisten wurden in die USA exportiert. Es ist erstaunlich mit welchen Mitteln man versuchte, den Amerikanern den Karmann Ghia zu verkaufen: https://www.youtube.com/watch?v=swwsjheghEI

Während der Bauzeit von 19 Jahren wurden immer wieder Details verändert und die Motorleistung stieg parallel zum Käfer. Bereits nach den Werksferien 1959 gab es die erste Modellpflege. Einige der Neuerungen sind hier aufgezählt:
größere Scheinwerfer, die nun ca. 5 cm höher montiert wurden,
die vorderen Lufteinlässe wurden vergrößert und in Chrom eingefasst,
die Heckleuchten erhielten getrennte Gehäuse für Schluss-, Stopp- und Blinklicht,
an der Innenseite der Fahrertür wurde eine Armlehne eingebaut,
Scheibenwaschanlage und Lichthupe wurden Serienausstattung
Das in den Bildern gezeigte Cabriolet wurde bereits 1958 hergestellt. Folglich fehlen alle diese Neuerungen an diesem Fahrzeug. Besonders auffällig sind dabei die „Nasenlöcher“ mit nur jeweils zwei Lamellen und die tief sitzenden Scheinwerfer. Die Amerikaner bezeichnen diese ursprüngliche Bauform des Typ 14 als „Low light“. Zum Vergleich der Front mit einem späteren Modell haben wir ein Bild eines hellblauen Fahrzeugs eingefügt.

Das abgebildete Cabriolet ist das letzte, welches von 10 in Deutschland zugelassenen Exemplaren aus 1958 übrig geblieben ist. Es gehörte bis 2025 einer Augsburger Fabrikantenfamilie und wurde 2012 komplett fachmännisch restauriert. Bei der Restauration wurde das Fahrzeug an die heutigen Verhältnisse im Straßenverkehr angepasst. Denn wer hat Lust mit 30 PS zu fahren? Wahrscheinlich kaum jemand. Deshalb bekam dieser Typ 14 einen neuen Motor mit 1600 ccm und vollsynchronisiertem Getriebe eingebaut. Den originalen Motor gibt es aber auch noch. Alle elektrischen Verbraucher wurden auf moderne 12 Volt Technik umgebaut und für die Sicherheit hat er Kopfstützen und Sicherheitsgurte bekommen. So steht bei Ausfahrten jetzt der Spaß im Vordergrund. Den hatte zwar die Dame, die diesen Ghia bereits 1958 ihr Eigentum nennen konnte sicherlich auch, aber mit 70 luftgekühlten Pferdchen im Heck macht das Fahren einfach noch viel mehr Spaß.

Opel Kadett A Die Konstrukteure in Rüsselsheim hatten sich ein gutes Konzept einfallen lassen, nachdem sie den Auftrag v...
03/02/2026

Opel Kadett A

Die Konstrukteure in Rüsselsheim hatten sich ein gutes Konzept einfallen lassen, nachdem sie den Auftrag vom amerikanischen Mutterkonzern General Motors erhielten, einen „perfekten Anti-VW“, gemeint war der VW Käfer, zu konstruieren.

Sportlich, kompakt und trotzdem Platz für die ganze Familie. Das versprach Opel mit seiner Baureihe „Kadett A“, die ab Juni 1962 im neuen Opel Werk in Bochum vom Band lief.

Der neue Kadett bot den Insassen tatsächlich deutlich mehr Platz, bessere Sichtverhältnisse und einen richtig großen Kofferraum. Im Vergleich zum Käfer bot der neu konstruierte Motor mit 1,0 Liter Hubraum und 40 PS einen günstigeren Verbrauch und den Insassen bei kaltem Wetter eine wirksame Heizung. Zudem gab es den Kadett ab Werk in unterschiedlichen Karosserieausführungen. Mit Limousine, Coupe und dem ab 1963 gebauten Caravan (Kombi) sollte eine möglichst große Käuferschicht angesprochen werden. Das alles wurde durch eine für deutsche Verhältnisse aufwendige Werbeaktion unterstützt.

Die guten Fahrleistungen waren u.a. auch der selbsttragenden Karosserie geschuldet, die leider keinen guten Rostschutz seitens Opel bekam. Deshalb zeigte sich später eine enorme Rostanfälligkeit. Das ist der Grund dafür, dass der Kadett A, trotz großer Stückzahlen, schon Mitte der 1970er Jahre fast komplett aus dem deutschen Straßenbild verschwunden war. Heute sind von fast 650.000 produzierten Kadett A nur noch etwa 390 zugelassene Exemplare bekannt.

Einer der wenigen Überlebenden ist dieser karibagrüne Kadett A aus 1963. Er wurde zunächst nach Piemont, im nord-westlichen Italien ausgeliefert. Der Besitzer schonte das Fahrzeug und fuhr nicht oft damit. Auch seine Nachkommen hatten offenbar kein großes Interesse daran, den Kadett zu fahren, bis sich jemand aus der Familie im Jahr 1995 dazu entschloss, dem Opel wieder neues Leben einzuhauchen. Das geschah, indem er eine große Inspektion, neue Bremsen, einen neuen Auspuff und neue Reifen bekam. Außerdem wurde er in fast original Farbe neu lackiert.

Doch trotz all dieser Mühe sprang irgendwie der Funke von den Familienmitgliedern zum Kadett nicht über. So wurde er 2016 an einen Oldtimersammler in Norddeutschland verkauft. Mit roten Nummern versehen, lernte der Opel allerdings nicht sehr viel von seiner neuen Heimat kennen. Meistens stand er mit anderen Fahrzeugen zusammen in einer trockenen Halle.

Nach fünf weiteren Jahren, mit nur etwa 38.000 km auf dem Tacho wurde der Kadett nach Mittelhessen verkauft. Der neue Besitzer führte zunächst eine komplette Inspektion durch. Ergebnis: Neben dem Wechsel von allen Flüssigkeiten und neuen Reifen waren kleinere Reparaturen auszuführen. Aber das Hauptproblem war Rostansatz. Deshalb wurden der Fußraum und der Unterboden entkernt, versiegelt und neu lackiert. Anschließend wurde der Unterboden gewachst, so dass Feuchtigkeit in Zukunft kein ernst zu nehmendes Problem mehr sein sollte.

Das „Kadettchen“, das von seinem Besitzer liebevoll „Wölkchen“ genannt wird, ist seit dem wieder angemeldet. Ab und zu, bei schönem Wetter, mit etwas Glück, kann man den seltenen Gast auf unseren Straßen bewundern.

Viele denken, das kann mir nicht passieren. Aber da täuschen sich viele. Deshalb bieten wir eine Informationsveranstaltu...
28/01/2026

Viele denken, das kann mir nicht passieren. Aber da täuschen sich viele. Deshalb bieten wir eine Informationsveranstaltung darüber von der Polizei bei uns im Vereinsheim an.

Nein, diesmal ist es kein Ford Model – A, sondern ein Whippet!Der Firma Willys – Overland Motor Company mit Hauptsitz in...
07/01/2026

Nein, diesmal ist es kein Ford Model – A, sondern ein Whippet!

Der Firma Willys – Overland Motor Company mit Hauptsitz in Tolado im Bundesstaat Ohio war von 1912 bis 1918 der zweitgrößte Automobilhersteller der Vereinigten Staaten.

Aus unterschiedlichen Gründen wurde 1926 die Fertigung von Overland Fahrzeugen aufgegeben. Firmenchef John North Willys gründete aber gleich eine neue Firma, die einen besonders kleinen und billigen Wagen auf den Markt bringen sollte. Der Name: Whippet. Benannt nach einer englischen Hunderasse.

Der Gedanke war grundsätzlich gut, denn die Verkaufszahlen des Ford T Models gingen kontinuierlich zurück. Fordhändler wanderten sogar zu anderen Marken ab, so dass die Chancen auf Erfolg gar nicht schlecht waren. Zudem kostete der billigste Whippet 5 Dollar weniger als der billigste Ford.

Tatsächlich blieb der Erfolg nicht aus. Bereits im ersten vollen Produktionsjahr 1927 wurden 110.000 Fahrzeuge gebaut, 1928 und 1929 waren es zusammen 242.000 Stück.

Der Whippet in den Bildern wurde 1928 gebaut und in 2018 von Pensilvania nach Deutschland verschifft. Er war bereits in einem relativ guten Zustand, doch hier wurde er perfektioniert.

Schon beim ersten Anblick fallen die schönen Holzspeichen auf. Bei einem Reifenwechsel wird nur das Felgenbett mit den vier Muttern gelöst. Der Ersatzreifen ist hinten an der Kofferraumkiste befestigt.

Die Tankuhr befindet sich dort, wo man sie beim Tanken braucht. Nämlich direkt am Benzintank. Der Treibstoff wird mit einer Unterdruckpumpe nach vorne in einen Zwischentank gesaugt und gelangt von dort aus zum Zenitvergaser. Der versorgt die 2,3 Liter Hubraum, die auf 4 Zylinder aufgeteilt sind. Etwa 30 PS stehen zur Verfügung.

Doch wie ist das Gefühl wenn man in einem über 90 Jahre alten Fahrzeug fährt? Die Antwort in einem Satz: Es ist überhaupt nicht mit einem modernen Automobil zu vergleichen und es ist ein echtes Erlebnis.

Nach dem Einsteigen wird man sofort in eine Zeit versetzt, die man sonst nur aus Filmen kennt. Im Innenraum ist es relativ eng. Wenn der Motor läuft wird es nicht nur laut, sondern auch warm. Besser, man öffnet die Seitenfenster zusätzlich zur Luftklappe vor der Windschutzscheibe. Man muss die Motortemperatur im Auge behalten. Das Calormeter vorne auf dem Kühler zeigt sie an. Jeder Schaltvorgang ist ein Erlebnis. Die Federung und das ganze Fahrverhalten sind etwa mit einem alten Traktor vergleichbar. Falls es während der Fahrt regnen oder schneien sollte, muss der Fahrer den Scheibenwischer mit dem Handhebel auf der Innenseite selbst bewegen.

Jeder Handgriff ist mit Bedacht und Kraft zu erledigen. Egal ob bergauf, bergab oder in einer Kurve. Technisches Verständnis für Motor und Getriebe ist Voraussetzung dafür, wenn man ankommen will. Schnell fahren oder gar überholen? - Nein!!! – Aber genau das macht den Reiz aus. Das ist Oldtimer fahren total! Man entschleunigt wirklich und erlebt mit allen Sinnen, wie damals das Autofahren war. Besonders auf holprigen Wegen. Und genau diese Zeitreise ist sooo schön, dass man sie sehr gerne immer und immer wieder antreten möchte.

Adresse

Buchhainer Straße 9a
Dannenrod
35315

Öffnungszeiten

20:00 - 22:00

Telefon

+4964008284

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Oldtimer Freunde-Ohmtal erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Oldtimer Freunde-Ohmtal senden:

Teilen