Kettlebell, zu Deutsch auch Kugelhantel, ist ein kleine runde Kanonenkugel mit Griff, die ein bestimmtes Gewicht hat. Sie ist vermutlich eine der ersten Hanteln, die es zum Ziel von Muskeltraining und Fitness gegeben hat. Durch die „neue Studiofitnesswelle“ in den 80er Jahren in Vergessenheit geraten, erlebt sie gerade ihre Renaissance. Sie ist ein kleines Allroundwunder, ein Trainingsgerät, mit d
em man quasi ein ganzes Fitnessstudio in einem hat. Kaum ein Trainingsgerät vereint so viele positive Effekte. Die ursprüngliche Kettlebell ist aus Gusseisen, damit robust und quasi unzerstörbar. Ich muss dazu sagen, dass wir auf der Fibo 2013 allerdings alle Arten von Kettlebells gesehen habe, ob aus Gusseisen, Plastik oder aus Stoff und mit Sand befüllbar, metall, lack oder rosa gummiert. Mit der Kettlebell kann man zum einen normale Kraftübungen machen, wie zum Beispiel Rudern, Curls oder Bankdrücken, zum anderen kann man aber auch ballistische Übungen damit ausführen, wie zum Beispiel Schwünge , Umsetzen – Stoßen oder Sn**ches. Die meisten Bewegungen beim Kettlebelltraining involvieren permanent eine Vielzahl von Muskelgruppen und Muskelfasern, wodurch in kurzer Zeit ein hoher Sauerstoffverbrauch erreicht wird, die Herzfrequenz, sowie der Kalorienverbrauch steigt und wir neben dem Muskeltraining zusätzlich ein effektives Herz-Kreislauftraining absolvieren. Schon die Grundübung, der Schwung, kräftigt und strafft von der vorderen Oberschenkelmuskulatur über die Po- und Bauchmuskulatur alles bis hin zur Rückenmuskulatur. Je breiter der Griff ist desto besser für die Griffkraft und Unterarmmuskulatur. Ich habe es damit geschafft meine Herzfrequenz beim Ausdauertraining erheblich zu senken. Im Vergleich zum herkömmlichen Cardio- und Maschinentraining spart Kettlebelltraining uns somit wertvolle Zeit, die wir in andere Dinge investieren können. Man kann oft beobachten wie Menschen im Zug oder Flugzeug, versuchen ihre Koffer in das Regalfach über ihnen zu wuchten. Man bekommt förmlich schon beim Zuschauen einen Bandscheibenvorfall. Die meisten von uns haben verlernt ihren Körper so zu bewegen, dass er die Kraft, die er aufbringen kann, ökonomisch und zielführend umsetzt. Den Koffer auf Kopfhöhe zu bewegen und ihn dann oben ins Regal zu stellen oder ihn in einer Bewegung vom Boden ins Regalfach zu befördern, ist nichts anderes, als die Umsetzen-Stoßen oder Sn**ch Technik beim Kettlebell Training oder Gewichtheben. Die Kraft dafür wird bestenfalls im so genannten Core kreiert und geht durch eine explosive Hüftstreckung in die Extremitäten über. Der Core beinhaltet nicht nur die Bauchmuskulatur, wie oft fälschlicherweise angenommen wird, sondern auch Rumpf, Hüfte und Gesäß. So gelingt es uns mit dieser durch den Core initiierten funktionellen Kraftentwicklung leichter große Gewichte zu bewegen. Da es sich beim Kettlebelltraining oft um ballistische Bewegungen handelt, ermöglicht uns die Art des Trainings fast spielerisch diese wichtige Bewegung der explosiven Hüftstreckung und funktionellen Kraftübertragung wieder zu erlenen und in unseren Alltag zu integrieren. Wie ihr euch vorstellen könnt, erfordern komplexe Bewegungen, wie beim Kettlebelltraining immer ein hohes Maß an Konzentration und Durchhaltevermögen. Kettlebelltraining macht uns also nicht nur körperlich fit, sondern auch unseren Geist frei vom Alltag und mental stark. Kettlebelltraining wird heute von Sportwissenschaftlern und Rückenexperten empfohlen. Das Wichtigste in meinen Augen ist: Es ist ein dynamisches effektives Training das unglaublich viel Spaß bringt und sich im Alltag positiv bemerkbar macht. Ich rate jedem, nicht auf eigene Faust mit Kettlebells zu trainieren, sondern immer eine Einweisung mit einem erfahrenen Trainer zu durchlaufen. Auf eure Fragen zum Kettlebelltraining bekommt ihr hier eine Antwort. Viel Spaß beim Entdecken