12/12/2025
Endlich ein Schritt zurück zur Normalität!
Die neuen WKF-Regeln ab 1.1.2026 bringen den Fokus dorthin, wo er hingehört: auf echte Leistung – nicht auf Show, Verpackung oder künstliche Effekte.
Dass künftig die Mehrheit der Kampfrichterstimmen zählt und keine künstlich aufsummierten Punkte – ist ein längst überfälliger Schritt. Schluss mit Verzerrungen durch einzelne extrem hohe oder niedrige Wertungen!
👉 Fairness statt Zufall.
Auch das konsequente Vorgehen gegen Theatralik, übertriebenes Gekreische, Brustschlagen oder Stampfen ist richtig. Kata ist eine Kampfkunst – kein Casting.
Klare Vorteile:
• Der Charakter der Kata bleibt erhalten.
• Technik, Timing, Kraftübertragung und Haltung stehen wieder im Zentrum.
• Athleten, die wirklich saubere Karate-Performance zeigen, werden belohnt.
Weitere starke Punkte der WKF-Reform:
✅ Klare Ansage des Kata-Namens – Professionalität statt Showgehabe
✅ Korrekte Kiai-Rufe statt Geschrei – zurück zur Funktion, weg vom Effekt
✅ Keine manipulierten Gi-Schnitte oder aufgepumpte Silhouetten – gleiche Bedingungen für alle
✅ Sportbrillen mit Sehstärke erlaubt – ein Schritt Richtung Inklusion und Sicherheit
✅ Konsequente Disqualifikation bei klarer Theatralik – eindeutige Linie statt Graubereiche
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Und auch beim Kumite wird deutlich nachgeschärft – für einen saubereren, faireren Wettkampf!
🥋 Wertung auf einen am Boden liegenden Gegner
Neu: Nur noch Handtechniken gegen einen am Boden liegenden Gegner sind erlaubt.
➡️ Tritte gegen einen am Boden liegenden Gegner sind künftig ein Verstoß (Foul).
Das stärkt den Respekt vor der Sicherheit des Gegners und reduziert riskante, unnötige Techniken.
🎯 Alle Wertungskriterien zählen – keine Ausreden mehr!
Ein Treffer ist nur gültig, wenn der Athlet die Aufmerksamkeit beim Gegner behält.
➡️ Wer sich nach einem Treffer abwendet oder nach einem Kick zu Boden geht, erhält keinen Punkt.
Das fördert sauberes, kontrolliertes Kämpfen statt hektische Treffer ohne Kontrolle.
🤝 „Skin touch“ in allen Kumite-Kategorien
Auch leichte Berührungen ohne Kraftübertragung (z. B. Kopfschutz oder Helmkontakt) sind zukünftig erlaubt.
Für Athleten unter 14 Jahren gilt weiterhin Schutzhelm-Pflicht, und Punkte werden auch vergeben, wenn Techniken knapp vor dem Ziel stoppen respektive nicht direkt voll treffen.
➡️ Das sorgt für mehr Sicherheit und gleichzeitig klare, objektive Bewertung.
📹 Video-Review – einfacher, klarer, fairer
Trainer können künftig gezielt um Überprüfung für 1, 2 oder 3 Punkte bitten.
Der Video-Referee schaut nur den angefragten Wertungsfall – weniger Verzögerung, mehr Entschiedenheit.
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Kurz gesagt:
Mehr Authentizität, mehr Sport, mehr Karate – in Kata und Kumite! 🥋🔥
Ein starkes Signal der WKF an alle, denen es um Qualität, Tradition und echte Leistung geht.
WKF WETTKAMPFREGELN BULLETIN
Überarbeitung der Wettkampfregeln, gültig ab 1.1.2026
Hier die Übersetzung:
Liebe Karateka,
ab dem 1. Januar 2026 treten einige Änderungen der WKF-Wettkampfregeln in Kraft. Dabei handelt es sich größtenteils um sprachliche Anpassungen und eine bessere Angleichung zwischen den Dokumenten, die die einzelnen Wettkampfformen beschreiben, und den tatsächlichen Wettkampfregeln. Dennoch gibt es einige Punkte, die besondere Aufmerksamkeit von Athleten und Trainern erfordern:
Neues System für Kata-Wettbewerbe
Der Gewinner eines Kata-Durchgangs oder Matches wird anhand der Anzahl der Stimmen für den Sieger bestimmt.
Die Punkte werden weiterhin genutzt, um den Gewinner aus Sicht jedes Kampfrichters zu unterscheiden, aber es findet keine Punktsummierung mehr statt.
Dies beseitigt das Problem des bisherigen Systems, bei dem der Gewinner in einzelnen Fällen nur die Unterstützung einer Minderheit der Kampfrichter hatte, weil ein Kampfrichter konsequent sehr hohe oder sehr niedrige Wertungen vergab.
Theatralik in der Kata
Im Sinne der Bewahrung des Charakters der Kata wurden Anpassungen vorgenommen, um unnötige Theatralik zu reduzieren.
Athleten sollen:
• den Namen der Kata klar und erkennbar ansagen,
• korrekte Kiai verwenden, statt einfach nur zu schreien.
Es besteht das Risiko einer Disqualifikation, wenn ein Athlet wiederholt und offensichtlich theatrale Aktionen zeigt, z. B.:
• Stampfen der Füße
• Schlagen auf Brust, Arme oder Karategi
• unangemessenes oder übertriebenes Ausatmen
Bekleidung und Schutzausrüstung
Der Karategi darf nicht verändert oder manipuliert werden, um seine Form zu verändern.
Wer mit gestärktem Entenschwanz (ducktails) oder aufgeblähter Brustpartie auf der Tatami erscheint, muss damit rechnen, wie bei jeder anderen Unregelmäßigkeit aufgefordert zu werden, dies zu korrigieren.
Sportbrillen mit Sehstärke sind nun im Kata-Wettkampf erlaubt.
Wertung gegen einen am Boden liegenden Gegner
Die wichtigste Änderung im Kumite lautet:
➡️ Nur noch Handtechniken sind gegen einen am Boden liegenden Gegner erlaubt.
➡️ Tritte gegen einen am Boden befindlichen Gegner gelten künftig als Foul.
Durchsetzung aller Wertungskriterien
Seit einiger Zeit wurde das Wertungskriterium, nach einer Technik weiter auf den Gegner fokussiert zu bleiben, häufig ignoriert.
Die Bedeutung dieses Kriteriums wird nun stärker hervorgehoben.
➡️ Wenn du dich nach einem Treffer abwendest oder nach einem Kick zu Boden gehst, erwarte keinen Punkt.
„Skin Touch“ in allen Kumite-Kategorien
Der sogenannte „skin touch“, definiert als Berührung ohne Energieübertragung zum Ziel (z. B. Kopf oder Helm), wird in allen offiziellen Kumite-Kategorien erlaubt sein.
Dies erfordert gleichzeitig die strikte Einhaltung der Vorschrift, dass Athleten unter 14 Jahren weiterhin den Schutzhelm tragen müssen.
Sie erhalten Punkte, wenn Handtechniken 5 cm vor dem Ziel und Fußtechniken 10 cm vor dem Ziel stoppen.
Vereinfachung von Jogai
Die Regeln für Jogai werden vereinfacht:
• Wenn du punktest und danach aus der Kampffläche trittst, wird kein Jogai gegeben.
• Wenn du innerhalb von Jogai getroffen wirst, erhältst du kein zusätzliches Jogai gegen dich.
Video-Review
Beim Anfordern eines Video-Reviews wird der Coach nun den speziellen Button für 1-, 2- oder 3-Punkte-Situationen benutzen.
Der Video-Review-Kampfrichter wird nur für die angefragte Wertungssituation prüfen müssen.
Gemischtes Team-Kumite
Auch wenn es nicht Teil des offiziellen WKF-Programms ist, haben viele nationale Verbände inzwischen Mixed-Team-Kumite eingeführt.
Daher wurden Richtlinien in die Regeln aufgenommen:
• Teams haben immer die gleiche Anzahl von Athleten pro Geschlecht.
• Jeder zweite Kampf wird gegen das jeweils andere Geschlecht ausgetragen.
• Die Auslosung entscheidet, welches Geschlecht zuerst kämpft.
• Teamvarianten:
• 2 + 2 ohne Gewichtsklassen
• 3 + 3 mit Gewichtsklassen (wie bei Multi-Sport-Events)
Para-Karate
Es gibt aktuell nur wenige Änderungen im Para-Karate.
Für die Kategorie K10 (Sehbehinderte / Visually Impaired Athletes) gilt:
• Wenn sich die Augenbinde während der Darbietung verschiebt, sodass ein oder beide Augen teilweise oder vollständig sichtbar werden, führt dies künftig zur Disqualifikation.
• Zudem wurde die Definition des Verlusts des Gleichgewichts gegenüber Stürzen, die zur Disqualifikation führen, überarbeitet.
Gunnar Nordahl
Chairman
WKF Rules & World Ranking Commission