03/12/2020
Pratipakṣa Bhāvanā - Das Kultivieren der Gegensätze.
Jeder emotionale Gedanke, jeder Wortgedanke ruft eine Schwingung in Körper, Geist und Seele hervor und hinterlässt dort einen Eindruck.
Starke Gedanken und Gefühle wie Trauer, Zorn, Angst und ähnliches können unseren Geist mit der Zeit vergiften, und wie Treibsand hinabziehen und sich festsetzten.
Die weisen Yogis wie Patañjali empfehlen daher die Praxis von Pratipakṣa Bhāvanā um diesem Leid, manchmal auch kleśas genannt, zu begegnen.
Das bedeutet, wir praktizieren bewusst und aktiv die Geisteshaltungen, die im Gegensatz zu dem Schmerz und dem Übel stehen.
Erstmal mag es sich paradox anfühlen, Dankbarkeit, Mitgefühl oder Mitfreude zu üben, wenn das Leben gerade so dunkel und bedrohlich wirkt.
Doch mit der Zeit beginnt sich die Hilflosigkeit zu lösen, es wird leichter und wir können uns wieder auf die heilsamen Aspekte des Seins einschwingen.
Praktiziere Pratipakṣa Bhāvanā indem du sattvige (reine) Qualitäten übst. Das kann Meditation sein, Kirtan, Prāṇāyāma, das Lesen Heiliger Schriften wie der Bhagavad Gītā oder vieles mehr.
Ich selber übe gerade Dankbarkeit mit diesem wunderbaren Buch und setzte damit bewusst heilsamen Samen in meinen Geist und mein Herz um die dunklen Trübungen zu vertreiben bevor sie sich verfestigen.
Traurig und ängstlich sein darf sein, darf und soll auch ganz gefühlt werden. Wir sollten nur nie vergessen, dass es mehr als das gibt. Viel mehr. Immer.
Danke, dass es euch gibt 🙏🏻
(Unbezahlte Werbung aus persönlicher Überzeugung durch Buchnennung)