Es ist eine nicht zu ignorierende Tatsache, dass auch in unserer hochmodernen Gesellschaft die Rolle der Frau noch immer viel zu häufig einher geht mit der Rolle des Opfers. Die Statistiken führen uns auf erschreckende Weise vor Augen, wie häufig Gewalt mit ihren verschiedensten Gesichtern (verbal, respektlos, sexistisch, sexuell, körperlich) gerade gegenüber Frauen in Erscheinung tritt. Das ist n
ach wie vor ein gesellschaftliches Problem, das es zu lösen gilt. Aber es ist auch ein Problem, dass jede von uns selbst ein Stück weit in die Hand nehmen und für sich ganz persönlich verändern kann. Du auch. Wann fühlst du dich angegriffen? Unter dem Motto „Kampfsport macht dich umwerfend“ entstand dieses Jahr eine Kampagne, die es sich zum Ziel macht, die Kampfkunst in ihrer besonderen Bedeutsamkeit für uns Frauen herauszustellen. Denn: Sie kann uns helfen, nicht nur physisch über uns hinaus zu wachsen, sondern auch psychisch ganz neue Wege zu beschreiten, neue Perspektiven zu eröffnen und das Leben mit offenen Augen wahrzunehmen. Keine Gewalt
KONTROLLE! Die Kampfkunst kann aber nicht nur da Hilfe leisten, wo Gewalt im Spiel ist. In erster Linie ist sie eine Möglichkeit für jeden, sich neu kennenzulernen und sich selbst neu zu bestimmen. Denn sie bietet uns einen Weg, uns selbst bewusster wahrzunehmen, wer wir eigentlich sind und wo wir stehen. Hier steht nicht Gewalt im Mittelpunkt, sondern die Erkenntnis über den eigenen Geist, die Kontrolle über sich selbst, Kontrolle über die Gewalt und Respekt vor sich, vor seinem Körper und seiner Umwelt. In ihren vielfältigen Formen vereint die Kampfkunst das Ziel einer Veränderung von Bewusstsein, von bewusstem Handeln. Wir können einen Schritt zurücktreten und uns und unsere Umwelt wie von außen betrachten, tief Luft holen, Klarheit und Stärke gewinnen. Eine Stärke, die aus in uns schon in jedem von uns vorhanden ist und nur darauf wartet, auch von uns selbst entdeckt zu werden. Kampfkunst stärkt uns physisch wie psychisch und verleiht uns eine völlig neue Haltung. Besonders Frauen, die sich getraut haben, Kampfkunst einmal auszuprobieren, berichten immer wieder davon, wie beeindruckt sie von den Erfahrungen sind, die sich schon nach kurzer Zeit gezeigt haben: Der Körper richtet sich auf, mit Selbstbestimmtheit und Würde. Und dieses neue Körpergefühl führt unweigerlich auch zu einer neuen Emotion, zu Stärke, zu einer klaren Stimme zu sich selbst und zu anderen. WER WIR SIND
Dies ist eine Initiative von Marcela M. Kamanis und der WKU. Sie dient dazu, Frauen und Mädchen in Deutschland die Kampfkunst und den Kampfsport näher zu bringen und damit Frauen in unserer Gesellschaft nachhaltig zu mehr Selbstbestimmtheit zu verhelfen. WKU
Die WKU, World Kickboxing and Karate Union, ist der weltgrößte Kampfsportverband unter der Leitung von Klaus Nonnemacher, selbst seinerzeit 8-facher Kickboxweltmeister, Sportwissenschaftler und Buchautor sowie Vorsitzender des fachübergreifenden Dachverbands GCO. MARCELA M. KAMANIS
Marcela Kamanis ist Vizeweltmeisterin im Kung Fu, betreibt gemeinsam mit ihrem Mann Großmeister Alexandros Kamanis die Sportschule Alex e.V. in Düsseldorf, ist Künstlerin, Mutter und engagierte Kampfsportlerin.