10/01/2025
Josef Eltzbacher wurde 1898 in Neuenkirchen bei Wiedenbrück geboren. Mit seiner Frau Hildegard, Jahrgang 1900, wohnte er in Düsseldorf, als die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kamen. Josef Eltzbacher betrieb eine Wäscherei und engagierte sich unter anderem im jüdischen Turn- und Sportverein Makkabi als Schriftführer und Kassierer. Wie seine Frau spielte er begeistert Tennis. Im Novemberpogrom 1938 wurde sein Betrieb zerstört. Am 22. April 1942 wurden Hildegard und Josef Eltzbacher in das sogenannte Transit-Ghetto Izbica im damaligen Generalgouvernement, heute im südöstlichen Polen, deportiert. Entweder dort oder im Vernichtungslager Sobibór wurden sie ermordet.
Wir haben die Patenschaft für den Stolperstein von Josef Eltzbacher übernommen. Dass Hildegard Eltzbachers Großnichte Barbara Ming bei der Verlegung anwesend war, hat uns sehr bewegt. Die Idee zu der Patenschaft kam uns, als 2022 Aki Watzke mit der Josef-Neuberger-Medaille der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf geehrt wurde, um das Engagement des BVB gegen Antisemitismus zu würdigen. Wir danken der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf für die Betreuung unseres Anliegens.
Zugleich sind wir froh und fühlen uns geehrt, dass wir unseren kleinen Beitrag leisten dürfen, dass die Taten der Nationalsozialisten und vor allem ihre Opfer nicht in Vergessenheit geraten. Das ist leider wieder dringender geworden - Antisemitismus tritt in Deutschland wieder viel ungenierter auf. Dagegen müssen wir zusammenstehen, auch mit symbolischen Aktionen wie dieser.
Nie wieder!
Wehret den Anfängen!