13/02/2020
*** Indoor Meisterpokal zurück in Köln ***
Kölner Herren werden zum drittem Mal Deutscher Meister im Indoor Lacrosse
09.02.2020 17:45 -
Kassel Sportkomplex Baunatal Captain Marc Brandenburger reißt den
Meisterpokal mit dem Team in die Höhe, nachdem dieser ein Jahr irgendwo in München stand und nicht wie die beiden Jahre zuvor schon in unserer schönen Gastro!
Mission Meisterschaft die Erste für 2020 erfolgreich abgeschlossen. Offiziell spielen die Kölner Herren in einer SG mit Bonn, inoffiziell hat lediglich ein Bonner bei einem Saisonspiel im Kader der Mannschaft gestanden. Der Titel ist also ein rein Kölner verdienst und die Teilnahme Bonns an der SG
eher als Freundschaftsdienst für gemeinsame Trainings zu sehen.
Nachdem die Saison bereits im Sommer gespielt wurde und im Winter der Ligapokal schon gewonnen wurde haben die Kölner intensiv auf die Meisterschaft hintrainiert.
„Indoor Lacrosse kann man auch draußen auf dem Kunstrasen trainieren, nur die Tore sind kleiner. Hohe Trainingsbeteiligung gepaart mit viel Lacrosseexpertise der Indoor Natio-Spieler aus Köln und dem in Deutschland wohl hochwertigstem Indoortraining waren der Kölner Schlüssel zum Erfolg. Obwohl
einige Ausfälle zu kompensieren waren konnten die Löcher im Kader mit Nachwuchsspielern und Neuzugängen sehr gut kompensiert werden.“ so Marius Wolter.
Die Meisterschaft fand dieses Jahr zum ersten Mal in Baunatal, bei Kassel statt. Im Halbfinale am Samstag standen die Kölner der Mannschaft aus Berlin gegenüber. Auf dem Papier war Köln der klare
Favorit, auch wenn Berlin viele gute und Erfahrene Lacrosse Spieler im Kader aufweist, sind die als
Spielgemeinschaft nicht eingespielt und haben weniger Erfahrung in der Indoor Sparte. Auch wenn
sich die Kölner anfangs schwer taten im Spiel und nach dem ersten viertel mit nur einem Tor in
Führung lagen, so wurde das Spiel zu einer idealen Vorbereitung in Intensität und Belastung für das
nächsttägige Finale und konnte schließlich verdient und ungefährdet mit 16:10 gewinnen.
Finaltag – die Herren schliefen in der Kasseler Jugendherberge und obwohl das Finale erst um 15:30
war musste jugendherbergsgetreu um 08:30 gefrühstückt und ausgecheckt werden. Der folgende
Teamstretch wurde durch eine gemeinsame intensive Yoga-session in einem Tagungsraum ersetzt –
„die Yoga-session war ausschlaggebend für den Sieg, ganz bestimmt!“ so die Kölner einstimmig am
Tagesende!
Nach einer professionellen Vorbesprechung begann pünktlich um 15:00 das Warmup, es verlief
denkbar schlecht. Besonders Torhüter Karl Fey fand im Warmup nicht in seine Form, einzelne Spieler
fingen einfache Bälle nicht oder verletzten sich beinahe. Die Zeichen standen nicht gut. Der
Gameplan war mit wenig Strafzeiten und viel Energie bei reifem und mental starkem Verhalten die
Münchener zu zermürben und Tor für Tor bis zur letzten Sekunde zu kämpfen. Dies gelang, aber
leider aus Münchener Sicht. Angebahntes wurde Realität, München ging im Ersten Quarter schnell in
Führung und die Kölner spielten lange Zeit von Beginn an in Unterzahl. Torhüter Karl, der bisher
immer Meister wurde (in der Vorsaison setzte er aus) hatte seine Form noch nicht wiedergefunden
und die Kölner gingen mit einem harten 5:2 Rückstand aus dem ersten Quarter. Die Captains um
Brandenburger, Broz und Wolter hatten nicht viel auszutauschen zum Gameplan, ausser
zusammenreißen und endlich umsetzen was wir uns vorgenommen haben. Es war schließlich noch
nichts verloren, noch 75% des Spiels zu spielen. Und irgendwas machte Klick. Torwart Karl war
plötzlich da, die Münchener handelten sich Strafzeiten ein und vorne vielen die Tore durch Broz (6:3),
Brandenburger (6:4) , Rosauer (6:5), Pettigrove (6:6) Wolter (6:7) und wieder Brandenburger (6:8).
Das Spiel wurde gedreht und die Münchener gingen äußerst frustriert auf sich und auf die
Schiedsrichter in die Halbzeit. Die Kölner hingegen fanden sich bestätigt in ihrer Erfahrung und ihrem
Gameplan. Das Dritte Quarter lief dann auf Augenhöhe beider Teams. Besonders hervorragend auf
Kölner Seite war die Verteidigung, gefüllt mit vergleichsweise unerfahrenen und Jungen Spielern, die
sich gegen eine Offense voller Nationalspieler der Münchener mehr als behauptete. Alles was die
Defense doch zu ließ, ließ Karl nicht zu, er hat sich im Vergleich zum warmup um 1000%gewandelt
und seine beste Form gefunden. Die Kölner gewannen auch dieses Viertel und gingen mit einer
Führung von 11:7 in das finale Quarter. Es war auf beiden Seiten ein durchweg sehr schnelles und
besonders hartes Spiel, doch kein Team ließ nach, beide wollten den Sieg doch Köln hielt der
Schlussoffensive stand. 14:10 war der finale Stand. Im Endeffekt hat die Verteidigung rund um
Torwart Fey die Meisterschaft geholt und die Offensive ihren Job gemacht und Tore produziert. Es
war wie jedes Jahr ein hochkarätiges Finale und wie es nicht anders sein kann, das Beste Indoor Spiel
des Jahres in Deutschland.
Gekrönt wurde die Meisterschaft mit dem MVP Titel an Torwart Karl Fey, der sich innerhalb kürzester
Zeit im laufenden Spiel vom Unsicherheitsfaktor im ersten Viertel zur absoluten Wand gewandelt
hat.
Scorer im Finale (Name/Tore/Assists):
Brandenburger/4/4, Wolter Ma./2/4, Pettigrove/3/0, Broz/2/0, Lauber/1/1, Bunte/1/0, Rosauer/1/0,
Schiffgen/0/2, Lauinger/0/1, Meissner/0/1, Gerlach/0/1.