13/06/2026
+++Rallye Sprint, Junior Cup und 660 Minuten Trabant-Rennen+++
Am vergangenen Wochenende war wieder Motorsport vom Feinsten geboten. Der „kleine“, aber feine Lößnitzer Rallye Sprint lockte erwartungsgemäß viele Teilnehmer aus der Region an und erfreut sich großer Beliebtheit bei den Teams, was die hohe Teilnehmerzahl bestätigt. Im Norden Deutschlands wurde wieder um die Punkte im DRC Rallye Cup gekämpft, wobei im Rahmen des ADAC Rallye Junior Cup ebenfalls ein Chemnitzer Team mit am Start war. Zudem war noch ein Team beim 660 Minuten Trabantrennen am Lausitzring dabei.
Mit seiner Teilnahme am 2. Rallyesprint Lößnitz 2026 rollte auch Justin Nieselt an den Start seiner zweiten Heimveranstaltung in diesem Jahr. „Nachdem wir im letzten Jahr nicht dabei sein konnten, war diese für uns absolutes Neuland. In Wertungslauf 1 war die Strecke rutschiger als gedacht und wir nahmen den Speed entsprechend heraus. Hinzu kamen zwei Fußgänger auf der Strecke, weshalb uns ein Streckenposten kurz vor dem Ziel mittels eindeutiger Handzeichen auf das nochmalige Verringern der Geschwindigkeit hinwies. Die Wertungsläufe 2 und 3 liefen dafür umso besser und wir konnten die Zeiten des vorherigen Laufes jeweils um mehrere Sekunden verbessern.“ Durch die Disqualifikation eines Teilnehmers wurde das Team in die Klasse NC6 hochgestuft. Am Ende stehen Justin Nieselt und Danny Braun auf Platz 25 gesamt und Platz 2 in der Klasse.
Der Chemnitzer AMC e.V. im ADAC stellt den Klassensieger der NC6. Im pechschwarzen, bärenstarken, aber akustisch oft unterschätzten BMW 140iX fahren Reinhard Honke und Stefan Schönheider zum beachtlichen Gesamtrang 8 und Rang 1 in der NC6 und wiederholten damit ihren Klassensieg aus dem Vorjahr. „Wir werden versuchen auch nächstes Jahr wieder an den Start zu gehen, denn dem Streckenverlauf, der perfekten Orga der Veranstaltung und den zahllosen Zuschauern an der Strecke muss und möchte man weiterhin Tribut zollen“, freut sich Stefan schon auf die 3. Ausgabe des Lößnitzer Rallye Sprints.
Paul Stöckel stand nach einem Jahr Pause das erste Mal wieder am Start: „Ich bin mit meiner ersten Rallye nach einem Jahr sehr zufrieden. Wir konnten uns bei jedem Durchgang steigern und hatten riesigen Spaß. Leider ist die Terratrip-Gegensprechanlage ausgefallen und wir mussten ab der zweiten Prüfung schreien. Wir haben das Auto unbeschadet ins Ziel gebracht und freuen uns schon auf die nächste Rallye.“ Am Ende steht ein 28. Gesamtrang und Platz 8 in der Klasse NC4.
Beim Rallyesprint Lößnitz feierte Caro Meisel ihre Premiere auf dem Beifahrersitz neben Andreas Suchan im Opel Adam Cup. Trotz der fehlenden gemeinsamen Rennerfahrung gelang dem Duo ein starker Auftakt. Auf der ersten Wertungsprüfung konnten sie die drittschnellste Zeit in der NC4 Klasse erzielen. „Unsere Clubfreunde Stefan Weigel und Freddy Sandberg zeigten jedoch über die gesamte Veranstaltung hinweg eine starke Leistung, an der wir zwei nichts mehr ausrichten konnten“, gibt sich Andreas geschlagen. Mit einem knappen Rückstand von 4,4 Sekunden verpassen sie das Podium. Trotzdem freuen sich die beiden über den 21. Gesamtrang und Platz 4 in der Klasse.
Stefan Weigel und Frederike Sandberg freuten sich natürlich ebenfalls auf die Veranstaltung vor ihrer Haustür: „Eine Heimrallye ist immer etwas Besonderes und natürlich wollten wir den 2. Lößnitzer Rallyesprint nicht auslassen.“ Durch die gute Vorbereitung bei der Pfingst Rallye konnten sie sofort zur Attacke blasen, mit Erfolg: „Wir konnten von Beginn an voll attackieren. Fehlerfrei und mit mächtig Spaß absolvierten wir die drei Durchgänge dieser genialen WP.“ Am Ende landet das dynamische Duo auf Podestplatz 3 von 11 Startern in der NC4 und Platz 19 gesamt.
Dominik Romainczyk gab dazu sein Debüt im Opel Corsa Rally4. Und das mit Erfolg. „Nach einer entsprechend vorsichtigen WP1 hatten wir allerdings bereits ein sehr gutes Gefühl im Auto und fanden unseren Rhythmus nach einem Dreivierteljahr Pause sofort wieder.“ Das zeigte sich auch in den Zeiten. Am Ende darf er sich gemeinsam mit Andre Sommer über Rang 5 im Gesamtklassement und Platz 2 in der Klasse RC4 freuen.
An ganz anderer Stelle kämpfen die Gebrüder Jungnickel weiter um die Krone im ADAC Rallye Junior Cup. Ziemlich erfolgreich erringen sich die beiden bei der ADAC Vissel Rallye 7 von 7 Klassenbestzeiten in ihrem Corsa Rally6. „Der Ausfall unseres engsten Konkurrenten hat uns natürlich in die Karten gespielt, das dürfen wir nicht vergessen“, merkt Arwed an und betont dabei, dass er jedoch nicht das Gas rausgenommen hat: „Wir sind weiter Attacke gefahren, denn wir brauchen jeden Kilometer im vollen Tempo, um weiter zu lernen. Ohnehin hätten wir alles geben müssen, wenn Kurt Escher nicht ausgefallen wäre.“ Am Ende freuen sich die beiden über Platz 16 gesamt und Platz 1 in der Klasse.
Für den etwas anderen Weg im Motorsport ist Axel Bayer ja bekannt und da liegt es eigentlich nicht weit, dass wir ihn gemeinsam mit unseren Clubkameraden Christian Djoleff und Ronny Hamperl zum 660 Minuten Trabantrennen am Lausitzring schicken. „Es ging schon spannend los, denn die Startplätze zum Rennen werden ausgelost und unser Los schickte uns auf den 40. Startrang“, erzählt uns Axel über die Startmisere seines Teams. Jedoch konnte das Team in den ersten beiden Stunden auf Platz 7 nach vorne fahren und sich in den Top 10 festbeißen. Kurz vor Schluss fuhren sie sogar bis auf Platz 3. „Leider ging unsere Taktik mit den Tankstopps nicht ganz auf und wir mussten eine halbe Stunde vor Schluss noch einmal anhalten zum Tanken, was uns dummerweise zwei Plätze gekostet hat“, ärgerte sich Axel. In Summe freut sich das Trio jedoch sehr über den 5. Platz.
Wir gratulieren allen Sportlern und danken allen Teams wieder sehr für ihre spannenden Berichte sowie die starken Teilnahmen und Leistungen. Wir freuen uns schon auf die nächsten Erfahrungen von euch.