09/11/2021
Vorwort: Der folgende Beitrag versteht sich als Satire und sollte nur von jenen gelesen werden, die Satire noch verstehen können, oder können wollen und selbige verkraften.
Erzgebirgische Legionen treiben schwäbische Armee endlich zurück auf die Alb!
Es geschah am siebten Tage nach den Kalenden des November, im zweitausendeinundzwanzigsten Jahre der neuen Zeit. Die Welt war seit langem schon durch einen düsteren Schatten bedeckt. Ein Schatten dessen Geister die Unternehmungen der Menschen nachhaltig einschränkte und deren Geduld einer harten Prüfung unterzog. Nicht wenige Menschen trieb dieser Schatten auseinander. Nicht aber an diesem Tage und schon gar nicht auf dem Rasen des Lößnitzgrundes im erzgebirgischen Aue, wo sich die bevorstehende Schlacht gegen eine Armee von der Schwäbischen Alb anbahnte.
In den vergangenen Monaten hatte das Heer von Kaiser Helgus Maximus mit vielen Rückschlägen zu kämpfen. Der zuvor angeworbene Tribun Alexus konnte mit seinen Schlachttaktiken in keinster Weise an die Siege seiner Vorgänger anknüpfen und wurde in der Folge vom Kaiser degradiert und durch die Einheimischen mit Schimpf und Schande von der erzgebirgischen Erde verbannt. Der Kaiser tat in der Folge das Richtige und beförderte Marcus, einen treuen und von allen geachteten Diener des erzgebirgischen Heeres, in den Rang eines Tribun. Der einst bereits als einfacher Legionär zu großen Verdiensten gekommene Marcus, bekam obendrein den heimgekehrten Alt-Tribun Pavlus an seine Seite gestellt, um dem Heer den alten Glanz zurück zu bringen.
Die Legionen um Tribun Marcus konnten in jüngerer Vergangenheit erste Erfolge verzeichnen, mussten jedoch auf lange Sicht auf den wichtigen Legionär Clemensius verzichten. Letzterer wurde durch die Willkür und dunkle Macht eines zweigesichtigen Gottes mit einem langen Bann belegt.
Die nun angereiste schwäbische Armee, hatte in vielen Jahren der Auseinandersetzungen und Duellen, den erzgebirgischen Legionen große Probleme bereitet sowie schmerzvolle Niederlagen beschert. Tribun Marcus schwor die Legionen des Helgus auf die bevorstehende Schlacht ein und konnte sich der Hilfe und Treue der vielen tausend angereisten Bürger auf den Rängen sicher sein. Das geschmiedete Band der Zusammengehörigkeit der Erzgebirger ward also bestätigt und die Legionen waren gerüstet für den nun kommenden Disput.
Das Horn ertönte in der zweiten Stunde nach dem Höchsstand der Sonne. Die erzgebirgischen Legionen baten noch Mars und Fortuna um ihren Beistand und begannen die Schlacht gegen die schwäbischen Armeen.
Von Anbeginn versuchten die Hausherren den Schwaben deutlich zu machen, dass heute nur ein Sieg ihrer Legionen zur Debatte stehen könne. Legionär Nicklasius kam infolgedessen zu einer vielversprechenden Aktion, welche aber leider keine Lorbeeren einbrachte. Auch die Schwaben kamen zu Möglichkeiten den Stand zunächst auf ihre Seite zu ziehen, scheiterten jedoch an den aufmerksamen Hintermännern der Legionen. Diese wiederum verstärkten den Druck auf die Schwaben und konnten durch einen beherzten Schuß von Legionär Antonius, unter frenetischem Jubelgeschrei, die Schlachtführung markieren. Die Kämpfer von der Alb steckten jedoch nicht auf und versuchten sogleich den Schlachtausgleich zu erreichen. So war es zum einen dem unbändigen Willen der Legionäre, zum anderen einem katzenartigen Reflex von Tribun Martinus Maximus zu verdanken, dass die Schlachtführung erhalten blieb. Kurz vor der Schlachtpause gelang den erzgebirgischen Legionen ein Gegenstoß, welcher nach guter Vorarbeit von Centurio Dima eingeleitet, in Legionär Antonius sein Ziel fand. Dieser zielte mit einem strammen Schuß den Kasten der Schwaben an und konnte - Fortuna sei Dank - den Zwischenstand der Schlacht überzeugend erhöhen.
Nach der Pause flachte die Auseinandersetzung etwas ab. Angriffsbemühungen beider Armeen waren nicht mehr von Erfolg gekrönt.
So konnten die erzgebirgischen Legionen des Kaiser Helgus unter Tribun Marcus, das Heer der schwäbischen Soldaten endlich hinter die lila-weißen Schranken verweisen und aus dem ehrwürdigen Lößnitzgrund vertreiben.
Tausende Erzgebiger auf den Rängen feierten ihre Legionen ausgelassen und ließen keinen Zweifel an ihrer Verbundenheit und Treue. Die Gesänge verstummten erst am späten Nachmittag, lange nachdem die flüchtenden Schwaben hinterm Horizont entschwunden waren.
Allen wurde an diesem Tage klar, dass weder ein weltweiter Schatten noch der dem Legionär Clemensius auferlegte Bann, die Verschworenheit des Erzgebirges brechen können.
Freiheit für Clemensius!
Salve Marcus
Salve Helgus Maximus