24/08/2019
Abendsportfest mit Deutschem Rekord
Das Abendsportfest zieht nicht nur aktive Leichtathleten an, sondern hat sich auch über die Jahre auch zu einem regelmäßigen Treffpunkt ehemaliger Koryphäen entwickelt.
So waren diesmal unter den Zuschauern Gerda Ranz (ehemals Klöpfer, Olympiateilnehmerin 1972 über 1500m) und Wolfgang Haupt (WM-Teilnehmer Tokio 1991, 100m 10,24s) anzutreffen.
Zu Veranstaltungsbeginn hatten vor allem die Sprinter mit spürbarem Gegenwind auf der Zielgeraden zu kämpfen, so dass für Top-Zeiten die Bedingungen zunächst nicht optimal waren.
Die Tagesschnellsten über 100m boten dennoch starke Zeiten mit 11,27s (Markus Preißinger/TSV Schwabmünchen) und 12,55s (Mia Herrmann/LG Filstal) an und entschieden auch die 200m jeweils für sich. Mia Herrmann konnte im Vorjahr die Deutsche Meisterschaft über 100m (U16) für sich entscheiden.
Im Weitsprung stellte dann nicht überraschend der 16jährige Vorarlberger Oluwatosin Ayodeji mit 6,68m die Tagesbestweite auf, obwohl er nach 3 Versuchen den Wettkampf beendete. Eine gesundheitliche Vorsichtsmaßnahme, da er noch den Triumph bei den österreichischen Staatsmeisterschaften anstrebt.
Die Beteiligung über die 400m-Stadionrunde war in Gegensatz zu den technischen Disziplinen sehr erfreulich und Birgit Motzer nutzte die Leistungsdichte bei ihrem Heimspiel, indem sie auf Anhieb die Senioren-Norm für Deutsche Meisterschaften mit 63,98s deutlich unterbot. Die Siegerzeit bei den Deutschen Meisterschaften lag im Juli bei 66,67s.
Über 800m dominierten jeweils zwei Vertreter namhafter Vereine mit Jordan Donnelly vom LAC Quelle Fürth (1:55,23min) und Katrin Wallner (Pliezhausen) in 2:14,83s das Rennen, während die eigentliche Sensation zunächst gar nicht wahrgenommen wurde. Umso mehr wurde der 80jährige Schrobenhausener Albert Walter gefeiert, als verkündet wurde, dass seine Laufzeit von 2:52,02min einen neuen Deutscher Rekord bedeuten – die bisherige Marke von 2:53,67min hat damit keinen weiteren Bestand und hinter dem Namen des Seniorenweltmeisters von 2017 wird neben der Leistung auch „Burgau“ als Ort des Geschehens aufgeführt werden. Walter Vereinskollegin vom MTV Ingolstadt, Gerlinde Kolesa , verpasste die W70-Bestleistung um lediglich 4 Sekunden nach 2:51,82s. Traditionell endete das Fest bei Flutlicht mit zwei 5000m-Läufen. Das fantastische 47-köpfigeTeilnehmerfeld forderte den zahlreichen Kampfrichtern nochmals höchste Aufmerksamkeit ab. Nach fehlerlosem Rundzählen freuten sich auch dort mehrere Starter über persönliche Bestleistungen bei dann optimalen Laufbedingungen. Efrem Tadese (SSV Ulm 1846) in 15:55,57min und Katrin Geiger vom SV Steinheim nach 17:56,91min setzten dort am Ende die Tagesbestmarken.