27/10/2015
„Don´t cross my circles !“
Moin ,
so es wird hier täglich kälter und es pendelt sich langsam der Alltag ein.
der Anfängliche blick nach oben und das bewundern der Größe von allem , senkt sich nun und ich ich gehe nicht mehr jeden tag ins Restaurant.
Nebenbei habe ich mir eine Erkältung eingefangen und bin dadurch in guten Kontakt mit der chinesischen Medizin gekommen.
Ich lerne nun seit etwas mehr als einem Monat bei einem Lehrer den ich zufällig im Park getroffen habe, 2-4 mal die Woche Xingyi und Bagua .
Wenn ich ehrlich bin lerne ich derzeit Xingyi von ihm und noch ehrlicher: Ich habe bis jetzt nur Pi gelernt. So wer das ließt und mich kennt , des weiß , dass ich sehr schnell gelangweilt bin wenn ich monotone Übungen trainiere. Ich möchte noch einwerfen , dass ich nicht zum ersten mal Xingyi lerne.
Aber anstatt das es langweilig wird, wird es immer komplexer aber immer deutlicher warum mein Lehrer keine Formen unterrichtet .
Heute wurde ich wie gewohnt wie ein kleines Kind durch den Park geworfen. Wir haben einen kleinen Ausflug in die „12 Tieren“ gemacht. Die „12 Tiere“ sind weitere Intentionen die in die 5 Elemente (Prinzipien ) integriert werden. Er hat mir den Affen , das Pferd und den Adler gezeigt.
Ich wurde schon oft überrascht, oft habe ich mich auch schon erschreckt aber echte Angst hatte ich noch nie! Er hat mich nicht berührt aber ich dachte , ein echter Affe , der mich nicht mag, steht vor mir. Ein sehr intensives Erlebnis!
Nun ging es wieder ins normale training , Pi üben !
Während ich meine Bahnen gelaufen bin , hat mein Lehrer seine Kreise gezogen. Beim Bahnenlaufen bin ich sehr in der Übung vertieft und es ist mir nicht aufgefallen, dass ich in den Kreis meines Lehrers betreten habe, bis ich dann voll gegen den nächsten Baum geknallt bin. Ich denke , er war so in seinen Übungen vertieft oder das sich einfach einen Spaß erlaubt hat aber die Lektion war : Don´t cross my circles.
Am Nachmittag habe ich mich auf dem Weg zum 大连武术文化博物馆 (Dalian Wushu Museum ) gemacht. Ich wusste nur , dass es das größte dieser Art ist ( in China). Also los !
Ich wohne im Norden und das Museum ist an der Küste im Süden. Quer durch die Stadt , permanent im Bus rum quetschen, paar mal umsteigen , 2 mal verfahren , irgendwie in einem coolen Park gelandet , eigentlich die Suche fast aufgegeben und siehe da, direkt vor der Nase!
Ich bin sehr Voreingenommen dort hingegangen. Ich war der Überzeugung , dass es alles überteuert ist , nur modernes Springen , mega Propaganda und balablabla…
Ich passiere den Eingang des sehr modernen und großen Gebäudes und suche vergeblich die Eintrittskasse. Ich frage den Polizisten was es kostet und er antwortet mir : Kostenlos. Da war ich schon positive überrascht .
Kein Kitsch, keine Propaganda (allgemein erlebe ich davonnicht wirklich viel ) und all eyes on gongfu. Keine riesigen Bilder von Jet Li oder Bruce Lee, kein mega Ip Man Kram.
Es ging tatsächlich rein um die großen und kleinen Gong Fu Familien in Dalian und China. Ich war sehr beeindruckt und wusste gar nicht, dass hier so viel an Gong Fu Geschichte geschrieben wurde.
Die größten Familien in Dalian sind die WuXing und BaiYuan Tongbei Familien. Sehr beeindruckt habe ich , nach einem sehr leckeren Latte , dass Museum verlassen.
Die Sonne schien bei angenehmen 17 Grad , der erste freie tag der sich wirklich frei angefühlt hat , ich war glaube ich noch nie so von Glück erfüllt.
Um den Tag noch seinen krönenden Abschluss zu geben bin ich noch, bei mir um die Ecke, Badminton Spielen gegangen.
ich habe das letzte mal mit 15 oder so in Hilter a.T.W gespielt. Und genau mit dieser Einstellung bin ich hingegangen : das kannst du noch ! Und was passiert wenn man so was tut ? Genau , man verausgabt sich Total.
Wenn man den Federball verfehlt und man sich den Schläger mit Schwung zwischen die Beine schlägt, ist das international ne witzige Sache