Der Schwimmsport in der Stadt Brandenburg hat eine lange Tradition. Hervorgegangen aus dem Arbeitersportverein "Freie Schwimmer Brandenburg", wurde nach dem Krieg in vielen Vereinen unserer Stadt geschwommen. So bei der BSG Lok, bei Motor Süd und beim ASV. 1960 wurde mit dem Schwimmen bei der damaligen BSG Aufbau (heute BSRK) begonnen. Seit dem Weggang der Kinder- und Jugendsportschule aus Branden
burg nach Potsdam Mitte der 70er Jahre wurde nur noch bei der BSG Aufbau der Schwimmsport gepflegt. 1991 wurde der Verein SV Wasserfreunde gegründet. 1992 verließen alle Schwimmerinnen und Schwimmer den Großverein BSRK und starteten für ihren Schwimmverein Wasserfreunde Brandenburg. Die Blütezeit
Eine Blütezeit hatte der Brandenburger Schwimmsport in den 50er Jahren. Die Schwimmerinnen und Schwimmer unserer Stadt spielten bei vielen Meisterschaften eine gute Rolle. Die Wasserballer warfen in der Oberliga ihre Tore und die Jugendmannschaft des Vereins wurde 1960 sogar DDR-Pokalsieger im Wasserball. Lutz Wanja, Bronzemedailliengewinner bei den Weltmeisterschaften 1973, und Susanne Börnicke, mehrfache Europameisterin 1989, lernten in Brandenburg schwimmen. Viele schwimmsportliche Höhepunkte fanden im Brandenburger "Volksbad" statt. 1970 und 1979 DDR-Meisterschaften, 1983 Meisterschaften der BSG, 1988 das Verbandsfest der Schwimmsportler der DDR.
Die Wiederbelebung
Mit großen Mühen war die Wiederbelebung des Wasserballsportes in der Stadt verbunden. 1988 begann eine Herrenmannschaft mit dem Training. 1990 nahmen erstmals Jugendliche in dieser Sportart das Training auf. Eine Sensation stellte der Auftritt der Wasserballmannschaft von Wasserfreunde Spandau 04 und SV Würzburg 05 vor über 2000 Zuschauer am 19. Es war das allererste Bundesligaspiel einer Sportart in der damaligen DDR. 1991 erlebte das Volksbad die seit 39 Jahren ersten Meisterschaften des Landes Brandenburg im Schwimmen.