28/04/2020
....wieder mal Kaufanreize für noch mehr Blechlawine setzen ??
Pressemitteilung des VSF eV
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Nein zur reinen Autoprämie!
Verkehrs-Bündnis fordert
Am 5. Mai empfängt die Bundesregierung die Automobilindustrie zu einem
weiteren Autogipfel. Die Industrie fordert Auto-Kaufprämien zur
Kompensation der Corona-bedingten Ausfälle. Gegen diese Pläne hat sich jetzt
ein breites Verbände- und Unternehmensbündnis formiert. Das Bündnis fordert
eine Mobilitätsprämie für alle, mit der man beispielsweise auch E-Bikes und
Bahn-Abos kaufen kann.
VSF-Geschäftsführer Albert Herresthal sagt: „Eine Neuauflage der früheren
„Abwrackprämie“ im Jahr 2020 wäre ein schlimmer Fehler. Moderne Mobilität
ist vielfältig! Deshalb darf es keine weitere einseitige Subventionierung des
Autokaufs auf Kosten der Steuerzahler mehr geben. Eine
muss auch für Fahrräder, E-Bikes und für öffentliche Verkehrsmittel nutzbar
sein!“
Corona nicht für rückwärtsgewandte Klimapolitik missbrauchen!
Herresthal: „Die Auswirkungen der Pandemie haben viele Menschen
erschüttert und die Wirtschaft zurückgeworfen. Staatliche Hilfsprogramme
sind daher sinnvoll, aber wir dürfen andere drängende Probleme jetzt nicht
ausblenden. Intelligente Wirtschaftsförderung muss zugleich positiv wirksam
fürs Klima sein, sonst ist die nächste Krise vorprogrammiert. Daher müssen wir
die Chance nutzen, eine neue und nachhaltige Mobilität in Deutschland
voranzutreiben – als cleverer Mix verschiedener Verkehrsmittel!“
dient auch den Klimazielen
In seinem Aufruf an die Bundesregierung weist das Bündnis darauf hin, dass
eine Mobilitätsprämie auch angesichts der im Klimapaket vereinbarten
klimafreundlichen Transformation des Verkehrssektors dringend erforderlich
ist. Eine reine Autoprämie setze den falschen Anreiz, immer mehr Wege mit
dem Auto zurückzulegen, anstatt je nach Wegezweck das intelligenteste
Verkehrsmittel auszuwählen, so das Bündnis.
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Breites Bündnis an Verbänden und Unternehmen
Der vom Fahrradclub ADFC initiierte Aufruf wird von zahlreichen Verbänden
und Unternehmen unterstützt – darunter der Autoclub Europa (ACE), die Allianz
pro Schiene, die Fahrradhändler der Bike&Co, der Bundesverband Zukunft
Fahrrad (BVZF), die Bewegung Changing Cities, Deutscher Naturschutzring
(DNR), der Mobilitätsdienstleister JobRad, der Fahrradverleiher Nextbike, das
Unternehmen Paul Lange, der Fahrgastverband Pro Bahn, der Verkehrsclub
Deutschland (VCD), der Verbund Service und Fahrrad (VSF), der
Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) und der Zweirad-Industrie-Verband
(ZIV).
Der Verbund Service und Fahrrad e. V.
Der gemeinnützige VSF e. V. ist ein unabhängiger Fachverband der Fahrradwirtschaft.
Zu seinen mehr als 300 Mitgliedern gehören Fahrradfachhändler,
Hersteller, Großhändler, Dienstleister und ideelle Projekte. Der VSF verfolgt das
Ziel, die Rahmenbedingungen für den Fahrrad-Fachhandel in Deutschland zu
verbessern und betreibt dafür Lobbyarbeit in vielen politischen Gremien und
Organisationen. Zudem engagiert sich der Verband auf vielfältige Weise für
eine radgerechte Verkehrspolitik.
Mehr Informationen unter www.vsf.de.
Ansprechpartner: Dirk Sexauer – Geschäftsführer im VSF, +49 (0)4526 / 206 53 77