Als nach dem ersten Weltkrieg der Fußball seine Verbreitung erlebte, fanden sich auch in unserem Dorf Männer zusammen, welche die Bedeutung des Ballsports und ihre Liebe zu dieser Sportart entdeckten. Schon 1920 gab es in Niederbexbach begeisterte Fußballfreunde, die einen Verein gründeten, der allerdings nicht dem Fußballverband angeschlossenen war. Obwohl dieser Verein keine geeignete Spielanlag
e besaß, wurden Freundschafts- und Pokalspiele ausgetragen. Diese Spiele, sowie das gesamte Training wurden auf der Schafweide an der Woogsackermühle und auf einem Platz am Hirschberg, unweit der jetzigen Anlage des SV Kohlhof, ausgetragen. Leider, so berichtet die Chronik, wurde dieser Verein aber schon nach dreijähriger Spielzeit aufgelöst. Fünf Jahre genau hat es gedauert, bis im Jahre 1928 der noch heute bestehende SV 1928 Niederbexbach im Gasthaus „Zur Eiche“ aus der Taufe gehoben wurde. Zum 1.Vorsitzenden wurde Karl Lehmann Sen. Nicht leicht war es aus den damals 800 Einwohnern, die meist in der Freizeit noch landwirtschaftlich tätig waren, Mannschaften zu formen, die in der Lage waren, den Ort nach außen hin würdig zu vertreten, zumal im Dorf schon ein Turnverein bestand, der die Jugend zu Leibesübungen und Ballspielen heranzog. Hinzu kam noch, dass es, genau wie einige Jahre zuvor, an einer geeigneten und vom Fußballverband anerkannten Sportstätte fehlte. Die damalige Gemeindevertretung konnte und wollte kein geeignetes Gelände bereitstellen und so drohte der neu gegründete Verein schon kurz nach seinem Entstehen zu scheitern. Aber nicht zuletzt dem ungebrochenen Willen unserer Fußballer und der tatkräftigen Arbeit des damaligen Vorstands war es zu verdanken, dass trotz aller Widerstände und Gegenströmungen schon im ersten Jahr die Sportplatzfrage weitgehend gelöst wurde. Der Krämersberg wurde nun lange Zeit der Tummelplatz und das Aushängeschild der Sportkameraden. Mit zwei Seniorenmannschaften und einer Jugendelf konnte der Spielbetrieb eröffnet werden. Aber kaum war dieses Problem gelöst, traten neue Schwierigkeiten auf. Kennzeichnend hierfür war der immer größer werdende Konflikt mit dem schon länger bestehenden Turnverein. Viel Mühe und Schweiß, viele Opfer an Geld und Material, viele Sorgen und Nöte waren charakteristisch für diese Zeit. Aber der neu bestehende Verein bewährte sich und manch frohe Stunden und sportliche Erfolge waren das Ergebnis dieses Zusammenstehens. Im Laufe der folgenden Jahre wurde der Platz weiter ausgebaut und der Spielbetrieb konnte noch intensiver gestaltet werden. Auf gute Nachbarschaft mit anderen Vereinen wurde Wert gelegt und daher ist es auch nicht verwunderlich, dass in diesen Jahren die Zahl der Mitglieder und der Sportgedanke immer neue Anhänger, besonders unter der Jugend, fand. Im Jahre 1938 wurden die sporttreibenden Vereine unter der Bezeichnung Sportverein Niederbexbach zusammengeschlossen. Bezeichnend für das Auf und Ab, für den ständigen Wechsel von guten und schlechten Zeiten, ist die Tatsache, dass mit der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht der Verein eine größere Einbuße an Spielern erlitt und oft mussten wieder ältere Spieler einspringen und die Mannschaft auffüllen. Die damalige HJ führte zwar bis zum Krieg den Sportbetrieb weiter, aber nur selten konnte der Verein noch eine aktive Mannschaft melden. Als dann schließlich der zweite Weltkrieg ausbrach und alle Wehrfähigen erfasst wurden, musste der Verein, so wie viele andere auch, seinen Spielbetrieb von 1939 bis 1946 einstellen. Aber schon die ersten Heimkehrer aus der Gefangenschaft nahmen wieder Kontakt mit den alten Sportkameraden auf und kaum waren die ersten Vereine durch die Besatzungsmacht genehmigt, wurde mit dem Aufbau eines Fußballvereins begonnen. Zusammen mit den Turnern, die im Sportverein nun unter der Sparte Handball mithalfen, wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen. Aus der einheimischen Jugend wurden die neuen Mannschaften geformt und dem Einsatz einiger älterer Spieler war es zu verdanken, dass schnell wieder am Spielbetrieb teilgenommen werden konnte und das Ansehen unseres Vereins wieder stieg. Fast alle damaligen Spieler und Freunde des Sportvereins stellten sich uneigennützig zur Verfügung, als es galt, das behelfsmäßige Sportfeld neu herzurichten. Im Jahre 1953 konnte der Verein nicht nur sein 25-jähriges Vereinsjubiläum feiern, sondern auch gleichzeitig den neu hergerichteten Platz einweihen. Und mit Stolz konnte der damalige Vorsitzende Paul Walle davon sprechen, dass es dem Verein gelungen ist, die Aufgabe zu meistern, den Sporttreibenden und der sportbegeisterten Jugend einen Sportplatz zu schaffen, der allen Anforderungen gerecht werde. Neun Jahre später, also im Jahr 1962, konnte der SV Niederbexbach die Fertigstellung der neuen Umkleideräume feiern, die vollständig ohne fremde Unterstützung, nur durch die Eigenleistung der Mitglieder, gebaut wurden. 1964 wurde an die Planungskommission der Antrag gestellt, die stark abgenutzte Spieldecke erneuern zu dürfen. Nachdem sich eine Abordnung vom schlechtem Zustand des Platzes überzeugt hatte, wurde unserem Antrag stattgegeben und unsere Spielanlage neu hergerichtet. Vier Jahre später, also 1968, wurde erneut die Planungskommission angeschrieben mit der Bitte, zwei Flutlichtmasten aufstellen zu dürfen. Der Antrag auf die Erstellung zweier Flutlichtmasten war dringend notwendig geworden, da die Gemeinde Niederbexbach keine eigene Sporthalle aufweisen konnte und durch die neue Beleuchtung sollte gewährleistet werden, dass auch in den Abendstunden noch trainiert werden konnte und somit dem immer größer werdenden Spielbetrieb Rechnung getragen werden konnte. Es hat allerdings noch bis zum Jahr 1971 gedauert, bis die Masten gefertigt und aufgestellt werden konnten. Im Jahre 1979 wurden vier weitere Flutlichtmasten erstellt. Die Sportplanungskommission bezahlte das Material und der Verein führte sämtliche Arbeiten in Eigenleistung durch. Im gleichen Jahr wurde die Bliestalhalle in Niederbexbach eingeweiht. Dies war für den Sportverein eine Bereicherung, da andere Sparten gegründet werden konnten. Es wurde nicht nur mehr Fußball gespielt, sondern es kamen neue Abteilungen wie Volleyball, Kinderturnen, Hausfrauenturnen, Badminton zum Vorschein. Leider hat das anfängliche Interesse nachgelassen, so dass viele Abteilungen heute nicht mehr bestehen. Auch die Handball-Frauenmannschaft des SV Niederbexbach, die damals Feldhandball auf unserem Hartplatz spielte, bestand nur einige Jahre.
1985 wurde die Dacherneuerung in Angriff genommen. Da mittlerweile in der Nähe des Sportheims ein Neubaugebiet erschlossen wurde, musste das Dach den baulichen Gegebenheiten angepasst werden, nun wurde auch ein Ballfangzaun nötig. Auch das Sportgelände an sich und das Sportheim wurden in den folgenden Jahren neu gestaltet und teilweise erweitert. 1988 musste die Sportplatzdecke erneuert werden und ein Spielplatz für die Kleinen wurde neben dem Sportheim gebaut. Das Sportheim erhielt eine neue Heizung, ein größerer Kühlraum wurde gebaut und eine neue Küche wurde installiert. Die hierfür notwendigen Arbeiten wurden größtenteils durch Eigenleistung der Vereinsmitglieder erbracht. Lediglich auf Eigenleistung von Mitgliedern und durch die Unterstützung von Freunden und Gönnern des Vereins, beruhen auch die, sozusagen in der neueren Vergangenheit durchgeführte Umbauarbeit in und um unser Sportheim. 2005 konnte mit finanzieller Hilfe einiger Freunde und Gönner des Vereines und durch die tatkräftige Unterstützung der Vereinsmitglieder und Spieler, die eigentliche Sportplatzdecke und die Anlage um den Platz erneuert werden. Des Weiteren entstand 2007 ein Anbau am Sportheim, in dem ein Abstellraum für Sportgeräte und ein größerer Ballraum Platz fanden. Der Spielplatz wurde vergrößert und mit Hilfe der Stadt soll ein kleiner Bolzplatz mit Rasen gebaut werden. In vielen ehrenamtlichen Stunden wurden nach und nach neue sanitäre Anlagen erstellt, die Duschräume, die Umkleidekabinen und der Gastraum wurden renoviert. So verändert sich nach und nach das Gesicht unseres Sportheims und unserer Anlage. Doch nicht nur das Aussehen, auch der Verein an sich hat sich mit den Jahren stetig weiterentwickelt.
1977 wurde in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung eine neue Satzung und die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister der Stadt Homburg beschlossen. Seit dem 18.03.1977 ist der Verein nun dort eingetragen. Im Jahr 1980 hat sich die Hobbymannschaft FC Fortuna Bexbach dem SV Niederbexbach angeschlossen. Seit dieser Zeit haben viele Spieler der Fortuna die aktiven Mannschaften verstärkt und auch in anderen Bereichen kann die Zusammenarbeit als recht gut bezeichnet werden. Im Jahr 1998 wurde ein Förderverein zur finanziellen Unterstützung des Sportvereins gegründet, seit 1999 ist Dieter Bläsius der 1. Vorsitzende und 2005 wurde der Verein ins Vereinsregister eingetragen. Zurzeit hat der Verein 22 Mitglieder, die mit ihren monatlichen Beiträgen zur Erhaltung des Sportvereines beitragen. Neben den Mitgliedsbeiträgen werden Veranstaltungen wie zum Beispiel der Osterrock oder die Kirmes durchgeführt, des Weiteren ist der Verein für die Bandenwerbung rund um den Sportplatz zuständig. Zu betonen ist, dass das gesamte Geld nicht nur den Mannschaften zugute kommt, sondern vor allem in den Sportverein selbst investiert wird. Auch sportlich entwickelte sich der Verein weiter. Die erste Meisterschaft der Vereinsgeschichte konnte die 2.Mannschaft in der Saison 1960/61 feiern. Zwei Jahre später, in der Saison 1962/63 sorgte schließlich die 1.Mannschaft für den ersten Aufstieg der Vereinsgeschichte. Mit 99:34 Toren und 45:7 Punkten ging man am Ende mit 4 Punkten Vorsprung auf den VfR Frankenholz durchs Ziel und stieg in die B-Klasse Ostsaar auf. Es dauerte anschließend leider bis zur Saison 1988/89 bis erneut eine Meisterschaft und der damit verbundene Aufstieg in die Bezirksliga Ost gefeiert werden konnte. Dort spielte man mehrere Jahre gut mit und erreichte 1990/91 mit dem 3. Platz sogar die beste Platzierung des Vereins und verpasste nur knapp den Aufstieg. 1994 musste der SVN dann die Bezirksliga leider wieder verlassen. Auch in der Jugendabteilung wurde in den vergangen Jahrzehnten eine gute Arbeit geleistet. Es wurden mehrere Spielgemeinschaften mit dem SV Kohlhof, dem SC Ludwigsthal, dem FC Palatia Limbach, SV Altstadt und zuletzt mit dem SV Bexbach gegründet.
1975/76 errang die A-Jugend die Meisterschaft in ihrer Staffel der Verbandsrunde. 1977/78 gelange der D2-Jugend mit sensationellen 100:2 Toren und 24:0 Punkten die Meisterschaft in ihrer Klasse. 1979/80 gab es sogar gleich drei Meisterschaften. Die A-Jugend war mit 35:8 Toren und 14:2 Punkten erfolgreich, Die C-Jugend erreichte 114:13 Tore und 30:2 Punkte, wobei in St. Ingbert sogar mit 34:0 gewonnen werden konnte. Die E-Jugend wurde nach einem Entscheidungsspiel gegen Limbach, das sie 4:1 gewannen, mit 76:8 Toren und 31:5 Punkten Meister.
1981/82 gab es den bisher größten Erfolg für unsere Jugendabteilung. Die D-Jugend erreichte mit 126:7 Toren und 30:2 Punkten die Meisterschaft der Gruppe Homburg und wurde danach gegen Borussia Neunkirchen und den SV Elversberg sogar Meister des Kreises Ostsaar! Auch im Pokalspiel gegen unsere Mannschaft zog Borussia Neunkirchen mit 3:2 nach Verlängerung den Kürzeren.
1883/84 gab es wieder zwei Meisterschaften, Die B-Jugend wurde mit 52:12 Toren und 22:2 Punkten und die C-Jugend mit 189:9 Toren und 48:0 Punkten Meister.
1999/2000 wurde die B-Jugend in einer Spielgemeinschaft mit dem FC Palatia Limbach Meister und 2001/2002 gelang dieser Mannschaft, die nun unter der Regie des SVN spielte, als A-Jugend ebenfalls die Meisterschaft. Viele dieser Spieler sind heute fester Bestandteil unserer aktiven Mannschaften. 2005 wurde die erste Mädchenmannschaft des SVN gegründet, die auch mehrere Jahre im Jugendbereich zusammenspielte, leider gelang es nicht eine aktive Frauenmannschaft zu bilden, so dass einige Mädchen heute in anderen Vereinen spielen. Im Jahr 2004/2005 wurde unsere A-Jugend Meister und der großteil dieser Spieler bildet heute das Gerüst unserer 1. Mannschaft. Im Jahr 2008 wurde die D-Jugend ungeschlagen Meister und die selbe Mannschaft wiederholte ihren Titelgewinn im Jahre 2010.