Sternwarte Bernau

Sternwarte Bernau Volkssternwarte, Astronomieunterricht, öffentliche Beobachtungen, Astrofotografie, Workshops

Aktuelle Himmelsereignisse: Einschlag einer Falcon-9-Oberstufe auf dem Mond am 5. August 2026 um 8:34 Uhr MESZ Nach dem ...
04/08/2026

Aktuelle Himmelsereignisse: Einschlag einer Falcon-9-Oberstufe auf dem Mond am 5. August 2026 um 8:34 Uhr MESZ

Nach dem Start einer SpaceX-Mission bleibt die ausgebrannte Oberstufe der Falcon-9-Rakete oft im All zurück und umkreist noch einige Zeit die Erde oder den Mond, bevor sie unkontrolliert auf einen Himmelskörper stürzt. Ein solches Ereignis steht nun bevor: Am 5. August 2026 um 8:34 Uhr MESZ schlägt eine solche Falcon-9-Oberstufe auf dem Mond ein, nahe dem Krater Einstein. Für die Wissenschaft ist das keineswegs uninteressant – der Einschlag erzeugt einen neuen künstlichen Krater, dessen Entstehung sich mit modernen Instrumenten dokumentieren lässt und wertvolle Daten über den Mondboden liefert.

Eine günstige Libration des Mondes rückt den sonst am äußersten Rand liegenden Krater Einstein an diesem Tag gerade noch weit genug in den sichtbaren Bereich, sodass er am extremen linken Rand der Mondscheibe positionell erreichbar ist. Einstein liegt am westlichen Rand der Mondvorderseite, nahe der Grenze zur Rückseite, auf 16,6° Nord und 91,1° West. Die Libration in der Länge verschafft uns dabei einen Blick über den sonst üblichen geometrischen Rand hinaus. Allerdings liegt der Krater im grellen Sonnenlicht dicht am Mondrand, weshalb Details ohnehin kaum auszumachen wären – zumal die Formation extrem flach und stark verkürzt erscheint, was eine direkte optische Detailerkennung von der Erde aus praktisch unmöglich macht.

Von Bernau aus wird der Einschlag daher weder als Lichtblitz noch als Staubwolke im Teleskop zu beobachten sein – das Ereignis findet statt, doch die hiesigen Beobachtungsbedingungen verhindern jede Sichtung.

Das liegt zum einen am Taghimmel: Um 8:34 Uhr MESZ steht die Sonne in Bernau bereits hoch am Himmel, der Sonnenaufgang war kurz nach 5:30 Uhr. Der Mond befindet sich zwar theoretisch im Südwesten, verblasst aber stark vor dem hellblauen Himmelshintergrund. Da der Einschlagort zudem am direkt von der Sonne beschienenen Mondrand liegt, ist der Untergrund extrem hell. Der kinetische Lichtblitz, der durch die Hitze des Aufpralls entsteht, besitzt bei einer vergleichsweise geringen Einschlagsgeschwindigkeit von etwa 8700 km/h nicht genug Energie, um sich gegen das gleißende Sonnenlicht auf der Mondoberfläche durchzusetzen – er wird schlicht überstrahlt.

Auch die Staubwolke, der sogenannte Regolith-Plume, bleibt uns verborgen. Simulationen der University of Texas in Austin zeigen, dass die hohle Struktur der Falcon-9-Oberstufe eine gewaltige Staubwolke aufwirbeln kann, die bis zu 100 Kilometer hoch steigt – von der Erde aus entspräche das einer scheinbaren Größe von rund 55 Bogensekunden. Im Weltraum würde sich diese Wolke deutlich vom tiefschwarzen Hintergrund abheben. In Bernau blickt man zu dieser Uhrzeit jedoch durch die von der Sonne erleuchtete, blau glühende Erdatmosphäre, sodass der Kontrast zwischen dem schwach reflektierenden Mondstaub und dem hellen Taghimmel viel zu gering ist, um die Wolke sichtbar zu machen.

Deutlich bessere Karten hat die Westhalbkugel der Erde: In den USA und Kanada herrscht zum Einschlagszeitpunkt noch tiefste Nacht beziehungsweise frühe Morgendämmerung, sodass der Mond dort vor einem pechschwarzen Himmelshintergrund steht. Mit Teleskopen ab etwa 800 bis 1000 Millimetern Brennweite lässt sich dort versuchen, die über den Mondrand ragende Staubwolke als winzige, temporäre „Ausbuchtung" am Horizont der Mondscheibe live zu dokumentieren.

Für uns an der Volkssternwarte Bernau bleibt daher nur der Blick auf die professionellen Satellitendaten: Raumsonden wie der Lunar Reconnaissance Orbiter (LRO) der NASA und der südkoreanische Orbiter Danuri werden die Einschlagstelle nahe den Kratern Einstein und Bell in den kommenden Tagen überfliegen und hochauflösende Vorher-Nachher-Bilder des neuen, etwa 20 bis 30 Meter großen künstlichen Kraters liefern.

Viele Grüße Euer Sternwartenteam



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Der abendliche Sternenhimmel im August 2026Die Tage werden kürzer, die Nächte merklich länger, aber noch zeigen die Ster...
01/08/2026

Der abendliche Sternenhimmel im August 2026

Die Tage werden kürzer, die Nächte merklich länger, aber noch zeigen die Sterne, dass der Sommer herrscht. Jedoch ist gegen 22 Uhr der Himmel dunkel genug, um die hellen Sterne und die Planeten mit bloßem Auge zu erkennen.
Der August ist voller bedeutender Himmelsereignisse. Hoch im Süden thront das Sommerdreieck, bestehend aus Wega, Deneb und Altair, das auch in diesem Monat die Himmelsbühne beherrscht. Durch Deneb und den Schwan zieht sich das silberne Band der Milchstraße, das in dunklen, klaren Nächten gut erkennbar ist. Der Polarstern hoch im Norden verbindet den großen Wagen im Nordwesten wie auf einer Linie mit der Kassiopeia im Nordosten.

Bereits am 12. August zeigen sich in der Morgendämmerung sechs Planeten in einer Kette am Himmel. Zwei davon, Mars und Saturn, sind mit bloßem Auge ca. 30 bis 60 Minuten vor Sonnenaufgang über dem östlichen Horizont gut sichtbar.

Am Abend schiebt sich der Neumond vor die Sonne. Über Bernau sehen wir eine partielle Sonnenfinsternis, die um 19:15 beginnt und mit ca. 85 prozentiger Bedeckung der Sonne ihr Maximum erreicht. Das seltene Schauspiel wird allerdings mit Sonnenuntergang um 20:38 Uhr beendet. Bitte nicht mit ungeschützten Augen in die Sonne sehen! Es gibt spezielle Brillen, eine dunkle Sonnenbrille reicht keinesfalls!

Ein sehenswertes Ereignis ist der alljährliche Perseidenstrom, der ebenfalls um den 12. August seinen Höhepunkt mit bis zu 100 Sternschnuppen pro Stunde erreicht. Die Meteore scheinen aus dem Sternbild Perseus zu kommen, das in der zweiten Nachthälfte hoch im Nordosten steht. Durch den dunklen Himmel in dieser Nacht sollte eine gute Beobachtung möglich sein.

Der Mondlauf im August beginnt abnehmend und der Mond begegnet am 03. August um Mitternacht Saturn im Sternbild Fische. Sein letztes Viertel erreicht er am 06. des Monats um am 09. August morgens Mars zu besuchen. Als Neumond, sonst unsichtbar, schiebt er sich am 12. August, wie schon genannt, vor die Sonne. Venus zeigt sich am 16. August in der Nähe des Mondes. Nach dem 20. des Monats reist der Mond dann unspektakulär bis zum Vollmond am 28.August weiter. An diesem Tag kann man bei wolkenlosem Himmel und freier Sicht nach Westen auch noch eine partielle Mondfinsternis gegen Morgen beobachten. Sie beginnt um 3.23 Uhr und erreicht das Maximum um 06:12 Uhr dicht über den Horizont. Wenige Minuten später wird der Mond unter die Horizontlinie versinken.

Unter den Planeten zieht in diesem Monat besonders ein Lichtpunkt die Aufmerksamkeit auf sich. Saturn erreicht Anfang August seine größte Helligkeit und ist die ganze Nacht über zu sehen. Bereits am Abend steigt er im Südosten über den Horizont und wandert dann langsam über den Südhimmel. Mars gewinnt ebenfalls täglich an Helligkeit und ist kurz vor Sonnenaufgang am besten zu sehen. Erst in den frühen Morgenstunden des letzten Drittel des Monats erscheint ein weiterer heller Punkt über dem Osthorizont. Es ist Jupiter, ein beeindruckender Gasriese, der den Augustmorgen mit majestätischem Glanz bereichert. Noch steht er tief, doch sein ruhiges, weißes Leuchten kündigt den nahenden Herbst an. Auch in den frühen Abendstunden lohnt sich ein Blick himmelwärts. Dort glänzt weiterhin Venus, die Göttin der Liebe als strahlender Stern, wenngleich sie inzwischen flach am Horizont steht und allmählich an Höhe verliert.

Viele Grüsse euer Sternwartenteam

Text: Klaus Reichelt,Sternwarte Bernau



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📢🌗 **Partielle Sonnenfinsternis über Bernau – 12.08.2026** ☀️🔭Ein besonderes Himmelsereignis steht bevor: Am 12. August ...
31/07/2026

📢🌗 **Partielle Sonnenfinsternis über Bernau – 12.08.2026** ☀️🔭

Ein besonderes Himmelsereignis steht bevor: Am 12. August 2026 schiebt sich der Mond teilweise vor die Sonne – und wir laden euch herzlich ein, dieses Schauspiel gemeinsam mit uns zu erleben! ✨

📍 **Ort:** Besucherterrasse auf dem neuen Rathaus Bernau
(Von der Sternwarte aus fehlt uns leider der freie Blick nach Westen – hier habt ihr die perfekte Sicht!)

🕔 **Ablauf:**
☀️ 17:00 Uhr – Sonnenbeobachtung auf der Dachterrasse (nur bei klarem Himmel / Sonne-Wolken-Mix)
🎤 18:00 Uhr – Vortrag „Sonnenfinsternis” im Bürgersaal (findet in jedem Fall statt)
🔭 19:00 Uhr – Einfinden zur Beobachtung auf der Aussichtsterrasse
🌒 19:15 Uhr – Erster Kontakt des Mondes mit der Sonne
🌑 20:08 Uhr – Maximum der Bedeckung: ca. **84,9 %**
🌇 20:38 Uhr – Sonnenuntergang

Wir sind mit Teleskopen und viel Fachwissen für euch da! 🌟Bringt gerne eure Sonnenfinsternisbrille mit …. Für kleines Geld könnt Ihr diese auch bei uns erwerben und so die Sternwarte etwas unterstützen.

Euer Team der Sternwarte Bernau
📸 Astronomisches Zentrum Bernau

Der abendliche Sternenhimmel im Juli 2026Der Sternenhimmel im Juli gehört den lauen Nächten des Sommers. Nachdem die Son...
05/07/2026

Der abendliche Sternenhimmel im Juli 2026

Der Sternenhimmel im Juli gehört den lauen Nächten des Sommers. Nachdem die Sonne im Vormonat ihre höchste Mittagshöhe erreicht hatte, beginnt die tägliche Sonnenscheindauer langsam zu sinken.

Am 6. Juli um 19:30 Uhr MESZ erreicht die Erde mit 152 Millionen Kilometern Abstand den sonnenfernsten Punkt ihrer Bahn, das Aphel. Dennoch hat der Sommer gerade erst begonnen, denn die Sonne steigt in einem steilen Winkel und beschreibt einen weiten Bogen. Die geneigte Erdachse prägt diese Unterschiede.
Schon in der späten Abenddämmerung treten die Planeten und die hellsten Sterne hervor. Über dem Westhorizont steht Arktur, orangerot und allein, der Hauptstern des Bootes. Er gehört zu den Frühjahrssternbildern, die sich nun vom Abendhimmel zurückziehen.

Blicken wir nach Südosten und weiter nach oben, spannt sich das große Sommerdreieck über uns: Wega nahe dem Zenit, Deneb im Schwan zur linken Seite und Altair im Adler als untere Spitze. In den kommenden Monaten wird dieses Dreieck ein vertrauter Orientierungspunkt sein.

Tief im Süden leuchtet Antares im Skorpion. Als Roter Riese würde er die Erdbahn einschließen, stünde unsere Sonne in seinem Zentrum. Auch die Sonne wird sich einst zu einem solchen Riesen ausdehnen, doch erst in rund 5 Milliarden Jahren.

Der Mond begleitet den Juli in seinen ewig wechselnden Gestalten. Zu Beginn des Monats, am 7. Juli, zeigt er sich als abnehmender Mond nach Mitternacht bis zum Morgen im Sternbild Fische. Als sich erneuernder Mond verbirgt er sich eine Woche später, am 14. Juli, im Sternbild Zwillinge und schenkt den Sternenbeobachtern eine Nacht zum Sternegucken. Nur wenige Tage darauf, am 17. Juli, begegnet der Mond als zunehmende Sichel der Venus und steht flach über dem Horizont kurz nach Sonnenuntergang.

Wenn der Monat weiter voranschreitet, erscheint am 21. Juli der Mond im ersten Viertel bereits am späten Nachmittag und begleitet uns bis in die Dunkelheit. Und am Ende des Monats, am 29. Juli, steht der Vollmond die ganze Nacht über im Sternbild Steinbock. Er geht bei Sonnenuntergang auf und bei Sonnenaufgang unter. Der Vollmond im Juli hat mehrere Namen, so ist er als Bockmond oder Heumond bekannt.

Auch die Planeten fügen sich harmonisch in dieses Sommerbild ein. Venus, unsere strahlende Nachbarin und Göttin der Liebe, erhellt nach Sonnenuntergang den Himmel und steigert ihre Helligkeit im Laufe des Monats, auch wenn ihre Sichtbarkeit zum Monatsende kürzer wird.

Die Frühaufsteher hingegen werden auf ihren Wegen vom Kriegsgott Mars begleitet. Er ist nordöstlich vor Sonnenaufgang zu sehen, und mit jedem Tag erhöht sich seine Verweildauer am Himmel.

Viele Grüsse euer Sternwartenteam
Text: Klaus Reichelt, Sternwarte Bernau



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Unser Sternenhimmel – Folge 34„Woraus besteht die Welt?“ Vor 150 Jahren wurde das chemische Periodensystem geschaffen. A...
21/06/2026

Unser Sternenhimmel – Folge 34

„Woraus besteht die Welt?“ Vor 150 Jahren wurde das chemische Periodensystem geschaffen. Aus diesem Grund haben die Vereinten Nationen das Jahr 2019 zum Internationalen Jahr des Periodensystems ausgerufen. Aus dem Chemieunterricht haben wir sicherlich noch in Erinnerung, dass alle bekannten Elemente in einer tabellarischen Übersicht angeordnet sind. Darin sind die Elemente in Gruppen und Perioden eingeteilt.

Viel Spaß beim Lesen des angehängten JPEG-Artikels.

Viele Grüße
Euer Sternwarten-Team



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Weiße Nächte in Bernau – Ein Hauch von Magie in der SommerdämmerungRund um die Sommersonnenwende wird es auch in Bernau ...
19/06/2026

Weiße Nächte in Bernau – Ein Hauch von Magie in der Sommerdämmerung

Rund um die Sommersonnenwende wird es auch in Bernau nachts kaum noch richtig dunkel. Die Sonne steht nur knapp unter dem Horizont und taucht den Himmel bis weit nach Mitternacht in ein sanftes Dämmerlicht.

Für die Astronomie bedeutet das leider schlechte Beobachtungsbedingungen: Viele Sterne, Galaxien und Nebel sind wegen des hellen Nachthimmels kaum sichtbar. Deshalb legt die Sternwarte Bernau eine kleine Sommerpause, vom 1.Juni - 23.August, ein.

Genießt stattdessen die besondere Atmosphäre der hellen Sommernächte – bei einem Spaziergang, auf dem Balkon oder einfach unter freiem Himmel.

Viele Grüße
Euer Sternwarten-Team



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Unser Sternenhimmel im JuniDer längste Tag des Jahres fällt 2026 auf den 21. Juni. Genau um 10:24 Uhr beginnt der astron...
31/05/2026

Unser Sternenhimmel im Juni

Der längste Tag des Jahres fällt 2026 auf den 21. Juni. Genau um 10:24 Uhr beginnt der astronomische Sommer, auch wenn das Wetter uns schon Tage zuvor etwas anderes vormachen will. In den Nächten wird es nicht mehr richtig dunkel. Der letzte Schimmer der untergehenden Sonne versinkt nicht vollständig unter dem Horizont, sondern erhellt etwas weiter östlich bereits den neuen Tag. Daher ist es sinnvoll, sich bei der Betrachtung des Sternenhimmels vor allem auf die hellsten Sterne zu konzentrieren.

Am südwestlichen Himmel wird der rötlich leuchtende Arktur im Sternbild Bärenhüter (Bootes) gut zu beobachten sein. Der Bärenhüter war bereits in der Antike als Bärenwächter bekannt und gilt als Leitsternbild des Sommers. Erst im September verlässt er die abendliche Himmelsbühne.
Wenn wir unseren Blick nach Osten wenden, sehen wir hoch über dem Horizont den bläulich-weißen Stern Wega in der Leier. Mit etwas mehr Aufwand erkennen wir links von Wega Deneb, den Hauptstern im Schwan. Tiefer am Horizont leuchtet Altair im Sternbild Adler. Diese Sterne bilden am Firmament ein riesiges Dreieck, das als Sommerdreieck bekannt ist. Auf der Verbindungslinie zwischen Arktur und Wega findet man die Nördliche Krone und Herkules. Beide stehen derzeit recht hoch über dem Horizont und sind daher leicht zu erkennen.

Im Juni stehen die meisten Planeten sehr flach über dem Horizont und sind daher nur kurz oder unter günstigen Bedingungen sichtbar. Von den Planeten dominiert Venus weiterhin mit ihrem Glanz den späten Abendhimmel. Sie eilt der Sonne nach und ist daher erst zu sehen, wenn die Sonne bereits untergegangen ist. Dabei durchquert sie im Juni die Sternbilder Zwillinge, Krebs und gegen Monatsende den Löwen. Bereits am 09. Juni stehen tief in der Abenddämmerung Venus und Jupiter dicht beieinander – ein schöner Anblick bei freiem Westhorizont. Mars geht Ende des Monats vor der Sonne auf und ist daher nur kurz im Nordosten zu sehen. Anfang des Monats ist Jupiter im Westen noch gut sichtbar, teils sogar bevor die Sonne vollständig untergegangen ist. Am Monatsende verabschiedet er sich schließlich vollständig vom Nachthimmel.

Der Erdtrabant zeigt sich in den ersten Tagen des Monats als schmale Sichel und erreicht am 8. Juni im Sternbild Wassermann sein letztes Viertel. Sieben Tage später ist er als Neumond am Nachthimmel unsichtbar. Am 17. Juni gesellt sich die schmale Mondsichel zur hellen Venus tief über dem Westhorizont. Sein erstes Viertel im Löwen fällt am 21. Juni auf den Tag der Sommersonnenwende und wächst bis zum 30. Juni zum Vollmond an, der von den Ureinwohnern Nordamerikas im Juni als Erdbeermond bezeichnet wird.

Auf seiner monatlichen Reise kommt es zu abendlichen Rendezvous: Am 17. Juni trifft der Mond auf Venus und am 27. Juni stattet er schließlich auch Antares einen Besuch ab.
Viele Grüsse euer Sternwartenteam

Text: Klaus Reichelt,Sternwarte Bernau



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Der Sternenhimmel im Mai 2026Der Mai führt den Frühlingshimmel zu seiner schönsten Zeit. Die hellen Wintersternbilder si...
01/05/2026

Der Sternenhimmel im Mai 2026

Der Mai führt den Frühlingshimmel zu seiner schönsten Zeit. Die hellen Wintersternbilder sind fast verschwunden, und der Abendhimmel gehört nun ganz den Sternen des Frühlings. Gegen 22 Uhr steht der Löwe mit seinem Hauptstern Regulus noch gut sichtbar im Südwesten. Weiter südlich zieht die Jungfrau mit ihrem hellen Stern Spica den Blick auf sich, während im Südosten bereits Arktur im Bärenhüter leuchtet – auffällig hell und mit seinem warmen orangefarbenen Licht kaum zu übersehen. Diese drei Sterne bilden das große Frühlingsdreieck aus Arktur, Spica und Regulus. Es prägt den südlichen Himmel des Monats und dient als zuverlässige Orientierung für die Frühlingsnächte. Im Westen sinken die Zwillinge mit Pollux und Castor bereits tiefer in Richtung Horizont. Der Fuhrmann mit Capella verabschiedet sich im Nordwesten endgültig vom Abendhimmel. Als vertrauter Wegweiser steht dort zirkumpolar, also ganzjährig sichtbar, auch der Große Wagen, dessen markante Form selbst Einsteigern leicht ins Auge fällt.
Bei den Planeten zeigt sich der Mai in ruhigem, aber reizvollem Licht. Venus ist nun wieder Abendstern und bietet ihre beste Sichtbarkeit. Sie erscheint kurz nach Sonnenuntergang tief im Westen und ist schon in der hellen Abenddämmerung gut erkennbar. Jupiter steht nach Sonnenuntergang noch immer auffällig und hell im Sternbild Zwillinge. Er ist das markanteste planetarische Objekt des Abendhimmels, zieht sich jedoch bis zum Monatsende zunehmend früher zurück. Mars bleibt zunächst unbeobachtbar, taucht aber gegen Ende des Monats in der Morgendämmerung erstmals wieder knapp vor Sonnenaufgang auf.
Der Mond zeigt im Mai einen besonders reizvollen Wandel. Bereits am 1. Mai steht der Vollmond die ganze Nacht am Himmel und eröffnet den Monat mit hellem Mondschein. Am 9. Mai folgt das letzte Viertel, der Mond begleitet nun vor allem die zweite Nachthälfte und den Morgen. Zur Neumondnacht am 16. Mai bleibt der Himmel mondlos und besonders dunkel. Am Abend des 18. Mai erscheint tief im Westen eine schmale junge Mondsichel neben der Venus – begleitet von besonders gut sichtbarem Erdschein, jenem zarten aschgrauen Leuchten der unbeleuchteten Mondseite, das als Da-Vinci-Glow bekannt ist. Zwei Tage später, am 20. Mai, steht der Mond nahe bei Jupiter im Sternbild Zwillinge und bildet mit ihm einen schönen Blickfang am westlichen Abendhimmel. Am 23. Mai erreicht der Mond sein erstes Viertel. Er steht bereits tagsüber über dem Horizont und ist am Abend als zunehmender Halbmond gut zu sehen. Am 31. Mai folgt schließlich ein zweiter Vollmond und beschließt den Monat mit einem seltenen, besonders hellen Monatsausklang. Er wird nicht blau, sondern erinnert uns nur daran, dass unsere künstlichen Kalender nicht perfekt mit den Rhythmen der Natur übereinstimmen.
Auch ein besonderer Himmelsgruß gehört zum Mai. In den Morgenstunden des 6. Mai erreichen die Eta-Aquariiden ihr Maximum. Dieser Meteorstrom geht auf Staubspuren des Halleyschen Kometen zurück. Die Sternschnuppen scheinen aus dem Sternbild Wassermann zu kommen, dessen Radiant in der Morgendämmerung tief im Südosten steht. Unter klarem Himmel sind vor allem in den frühen Morgenstunden mehrere schnelle Meteore zu erwarten.
So zeigt sich der Mai als stiller, heller Frühlingsmonat: mit dem Frühlingsdreieck als Himmelszeichen der Saison, mit Jupiter am Abend, Venus in der Dämmerung und einem seltenen zweiten Vollmond zum Monatsende.

Viele Grüsse euer Sternwartenteam

Text: Klaus Reichelt,Sternwarte Bernau



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Die Sternwarte Bernau wünscht euch allen ein frohes Osterfest! 🌙✨🐣Klare Nächte, funkelnde Sterne und vielleicht sogar ei...
05/04/2026

Die Sternwarte Bernau wünscht euch allen ein frohes Osterfest! 🌙✨🐣

Klare Nächte, funkelnde Sterne und vielleicht sogar ein kleiner Blick ins Universum – wir freuen uns auf euch!

Viele Grüße
euer Sternwartenteam 🔭

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Nachthimmel Kosmos

Der Sternenhimmel im April 2026Mit dem April verändert sich der abendliche Sternenhimmel spürbar. Die vertrauten Sternbi...
31/03/2026

Der Sternenhimmel im April 2026

Mit dem April verändert sich der abendliche Sternenhimmel spürbar. Die vertrauten Sternbilder des Winters sinken immer tiefer in den Westen, während sich die typischen Sternbilder des Frühlings am Himmel ausbreiten.

Wer gegen 22 Uhr nach Süden blickt, erkennt den Löwen mit seinem hellen Hauptstern Regulus bereits hoch am Himmel. Weiter östlich steigt die Jungfrau mit ihrem bläulich leuchtenden Stern Spica empor.

Noch etwas weiter im Osten funkelt Arktur im Sternbild Bärenhüter – ein auffällig orangefarbener Stern und einer der hellsten Sterne des gesamten Himmels.
Diese drei Sterne – Regulus, Spica und Arktur – bilden gemeinsam das sogenannte Frühlingsdreieck, eine große Himmelsfigur, die den südlichen Abendhimmel im Frühling prägt. Währenddessen verabschieden sich die Wintersternbilder langsam.

Die Zwillinge sinken im Westen bereits dem Horizont entgegen, und auch der Fuhrmann mit seinem hellen Stern Capella steht nun tief im Nordwesten. Hoch im Norden dagegen dominiert weiterhin der Große Bär mit seiner markanten Wagenform.
Bei den Planeten bietet der April einen ruhigen, aber dennoch interessanten Anblick. Jupiter ist weiterhin gut sichtbar und steht am Abend im Sternbild Zwillinge. Er erscheint als sehr heller, ruhiger Lichtpunkt und zieht sich im Laufe des Monats allerdings immer früher vom Abendhimmel zurück. Allmählich kehrt Venus als Abendstern zurück. Sie steht jedoch zunächst noch sehr flach über dem westlichen Horizont und lässt sich deshalb nur kurz nach Sonnenuntergang beobachten.
Der Mond durchläuft im April seinen gewohnten Zyklus. Vollmond ist am 2. April, sodass er in dieser Nacht die gesamte Zeit über am Himmel steht. Das letzte Viertel folgt am 10. April und ist vor allem am Morgenhimmel zu sehen. Am 17. April erreicht der Mond die Neumondphase und bleibt unsichtbar. Ein schöner Anblick am Nachthimmel bietet sich am 22. April: Der Mond steht in der Nähe des Planeten Jupiter im Sternbild Zwillinge. Die Begegnung der beiden hellen Himmelsobjekte ist bereits mit bloßem Auge leicht zu erkennen.

Das erste Viertel des Erdtrabanten tritt am 24. April ein. Dann steht er bereits tagsüber über dem Horizont und ist als zunehmender Halbmond bis weit in den Abend hinein zu erkennen.

Ein besonderes Ereignis des Monats sind die Lyriden, ein Meteorstrom, der jedes Jahr im April auftritt und dessen Maximum um den 22. April erwartet wird. Die Sternschnuppen scheinen aus einem Punkt südwestlich des hellen Sterns Wega im Sternbild Leier zu kommen. Unter dunklem Himmel lassen sich in der zweiten Nachthälfte mehrere Meteore pro Stunde beobachten.

So zeigt sich der Aprilhimmel als Übergang zwischen zwei Jahreszeiten. Während die Wintersternbilder langsam verschwinden, übernimmt das Frühlingsdreieck die Rolle der Orientierung am Firmament. Wer in klaren Nächten nach oben schaut, kann diesen Wechsel besonders gut mitverfolgen.

Viele Grüße Euer Sternwarten Team

Text: Klaus Reichelt Sternwarte Bernau



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