Juli 2013 durch die Fusion des BFC Viktoria 1889 und des LFC Berlin. Die Ursprünge des LFC gehen auf den 1892 gegründeten FV Brandenburg 1892 zurück. Mehrere Fusionen und Umbenennungen mündeten 2004 schließlich in den LFC Berlin. In die Fusion mit dem BFC brachte der LFC vor allem seine große Jugendabteilung und die Zweitliga Frauen mit. Der BFC wurde am 6. Juni 1889 als Berliner TuFC Viktoria 89
gegründet. Auch er durchlief mehrere Umbenennungen und eine Neugründung 1947 bis zum endgültigen Namen. Vor dem ersten Weltkrieg gehörte die Viktoria zu den Spitzenvereinen des deutschen Fußballs – bis 1911 wurde sie zweimal Deutscher Meister und zwei Mal Vizemeister. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte der Verein nur noch kurzfristig an vergangene Erfolge anknüpfen, 1983 spielte man schließlich in der Bezirksliga. Mit der Jahrtausendwende ging es langsam wieder aufwärts. 2013 wurde die Regionalliga Nordost erreicht. Seit der Fusion deckt der Verein die ganze Breite des Fußballsports ab: Für die drei- bis sechsjährigen Kinder gibt es die Grashüpfer – hier steht der Spaß an der Bewegung im Vordergrund. Die sieben- bis zwölfjährigen können in der Wilden Stunde in das Fußballtraining hinein schnuppern, ohne bereits einer Mannschaft mit Spielbetrieb angehören zu müssen. In mehreren Kindergärten und Schulen wird den Kindern der Spaß am Fußball in Arbeitsgemeinschaften vermittelt. In den Ferien findet das Viktoria Feriencamp statt – geleitet von lizensierten Fußballtrainern. Auch das Blindenteam führt erfolgreich Nachwuchsspieler an die Bundesliga Mannschaft heran. Im Spielbetrieb gibt es im Kinder- und Jugendbereich über 40 Mannschaften für Mädchen und Jungs in allen Altes- und Leistungsklassen. Viktoria Berlin verfügt damit über die meisten Jugendspieler und –mannschaften innerhalb des DFB. Die Leistungsteams der A- und B-Jugend spielen aktuell in der Regionalliga, der zweithöchsten Spielklasse in Deutschland. Auf die dem Jugendbereich entwachsenen Spieler warten die Männer- und Frauenmannschaften sowie die Ü32/Ü40/Ü50 und Ü60 Teams. Etwa 20 Mannschaften spielen hier sowohl leistungs- als auch freizeitorientiert. Insgesamt hat der Verein knapp über 1000 aktive Mitglieder, davon etwa 700 im Jugendbereich: Die größte Fußballfamilie Deutschlands.