07/11/2021
Nein wir sind nicht hilflos! Mach Dich mit den Fakten bekannt und lerne wie Du deutlich Grenzen setzen kannst. Damit bist Du auch anderen ein Vorbild!
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Frauen machen Frauen stärker!
Catcalling - viele Mädchen und Frauen haben das schon erlebt. Wir wollen euch die Geschichte von Franzi nochmal zeigen:
"Mein Name ist Franzi und ich bin feministische Aktivistin. Ich setze ich mich gegen verbale sexuelle Belästigung im öffentlichen Raum ein – kurz catcalling genannt. Dafür habe ich im letzten Sommer den Account .bonn ins Leben gerufen. Wieso? Weil ich es einfach satthatte.
Es war Sommer, ich hatte ein ganz normales Outfit an und war draußen unterwegs, als mich ein fremder Mann blöd anmachte: ‚Kannst du mal deine Bluse zumachen? Deine Brüste fallen ja gleich raus!‘ Klar, das war nicht der schlimmste catcall, den ich je erlebt habe. Aber es hat mir einfach gereicht. Ich schrie den Mann an, was das eigentlich solle, wie er auf die Idee käme, meine Brüste gingen ihn etwas an? Er war verdutzt, Passanten schüttelten den Kopf – aber nicht über den catcall, sondern über meine Reaktion. Das war der Moment, in dem ich beschloss: Hier muss sich etwas ändern.
Also begann ich, mich zu engagieren. Mittlerweile sind wir zu fünft – wir sind ein Team von jungen Frauen, die den Account betreuen und Betroffenen eine Plattform bieten. Wir gehören zu CHALK BACK, einer in New York City gegründeten Organisation, die sich weltweit für ein gesellschaftliches Umdenken einsetzt, um catcalling endlich zu beenden.
Auf unserem Account können uns Betroffene ihre Geschichten erzählen. Sie schreiben uns ihre Erlebnisse und wo sie stattgefunden haben und wir gehen an den Ort und schreiben mit Kreide Schlagwörter der Geschichte auf den Boden. Dann fotografieren wir sie und laden die Fotos zusammen mit dem anonymisierten Kontext bei Instagram hoch. Ja, die Sprache ist sehr explizit und anstößig – aber genau diese Sachen werden Menschen ungefragt hinterhergerufen.
Die Reaktionen sind vielfältig. Beim Ankreiden, also dem Aufmalen auf der Straße, werden wir oft seltsam beäugt. Manchen stößt es auf, dass ‚so etwas‘ auf ihrem Weg zum Einkaufen einfach auf der Straße steht. Sie möchten das nicht lesen. Ich finde, niemand sollte so etwas hören müssen. Deswegen muss aufhören." Mehr dazu: https://kurz.zdf.de/NIN/