06/07/2025
Zyklusorientiertes Training für Frauen ist ein Trainingsansatz, bei dem das körperliche Training an die verschiedenen Phasen des Menstruationszyklus angepasst wird. Ziel ist es, durch hormonelle Schwankungen bedingte Unterschiede in Energie, Kraft, Regeneration und Motivation zu nutzen und Überlastung oder Frustration zu vermeiden.
Hier ist ein Überblick über die vier Phasen des Zyklus und ihre Bedeutung fürs Training:
🩸 1. Menstruationsphase (Tag 1–5)
Was passiert?
Hormonspiegel (Östrogen & Progesteron) sind niedrig
Körper ist oft müder, empfindlicher
Schmerzen, Krämpfe oder geringere Belastbarkeit möglich
Trainingsempfehlung:
Sanfte Bewegungen wie Yoga, Spazieren, leichtes Stretching
Optional: moderates Krafttraining, wenn es sich gut anfühlt
Fokus auf Regeneration und Körperwahrnehmung
🌱 2. Follikelphase (Tag 6–13)
Was passiert?
Östrogenspiegel steigt
Energie und Motivation nehmen zu
Muskelaufbau, Regeneration und Leistungsfähigkeit sind hoch
Trainingsempfehlung:
Intensives Krafttraining, HIIT, Intervallläufe
Beste Zeit für Leistungssteigerung und neue Reize
Schnelle Regeneration möglich
🌕 3. Ovulation (Eisprung) (Tag 14 +/-)
Was passiert?
Höchster Östrogenspiegel
Maximale Kraft, Explosivität, Selbstbewusstsein
Verletzungsrisiko ist aber erhöht (z. B. Kreuzbandrisse)
Trainingsempfehlung:
Power-Workouts, Maximalkraft, Sprinttraining
Technik beachten wegen Gelenklockerung
🍂 4. Lutealphase (Tag 15–28)
Was passiert?
Progesteron steigt, Östrogen sinkt
Stimmung kann schwanken, PMS möglich
Energie sinkt langsam, Körper wird zurückhaltender
Trainingsempfehlung:
Moderate Belastung: Radfahren, leichtes Krafttraining, Schwimmen
Fokus auf Technik, Mobilität, Regeneration
Gegen PMS helfen Bewegung & Entspannung
Vorteile des zyklusorientierten Trainings:
Mehr Energie durch optimales Timing
Weniger Frust bei Leistungsschwankungen
Geringeres Verletzungsrisiko
Bessere Regeneration
Stärkere Verbindung zum eigenen Körper