22/01/2019
https://www.youtube.com/watch?v=wyLn6cuth-k
Das sogenannte Wochenende dient dem braven Bundesbürger bekanntlich zur Ruhe und Entspannung.
Der eingefleischte Fan der SpVgg benötigt dagegen mit zunehmender Regelmäßigkeit die eigentliche Arbeitswoche, um sich von den emotionalen Strapazen des sonntäglichen Spiels zu erholen. Es folgt im Spielbericht der allwöchentliche Wahnsinn, weshalb wir uns für ein nervenberuhigendes Video zur Sportplatzpflege entschieden haben.
Zur nach Meinung der Initiative Pro Sonntag 12:00 besten Fußballzeit ging es für die Prinzen nach Moabit, um nahe des altehrwürdigen Poststadions ihr Spiel gegen den FC Zülle zu absolvieren. Bei frühsommerlichen -4 Grad sollte der Spielball heute ein ums andere Mal in der angrenzenden Saunalandschaft "Vabali" landen - ein Wunsch, der ihm sicher nicht zu verübeln war.
Der Druck lag eindeutig bei den Züllianern, die als bis dahin Tabellendritter liefern mussten, bei der Spielvereinigung freute man sich dagegen darauf, mit einer geschlossenen Leistung vielleicht einen der Großen ärgern zu können.
Und siehe da: Nach etwa fünf Minuten startete man einen gelungenen Angriff über die linke Seite, Dennis kreuzte im Strafraum geschickt, so dass der verfolgende Verteidiger ihn zwangsläufig umlegen musste - keine Diskussion, keine Beschwerden: Elfmeter! Kampfbestie Otto Hirte ließ sie die Chance nicht nehmen und markierte das 1:0 für die Prinzen. Das Tor sollte dann bis zur Pause auch das einzige bleiben, hinten souverän und vorn immer wieder Akzente setzend hätte man sogar durchaus noch höher in Führung gehen können, es war sichtlich spürbar, dass der technisch eigentlich überlegene Gegner hier nicht richtig ins Spiel kam und von den bissigen Prinzen überrascht war.
In Durchgang zwei kam Sturmtank Demba Sanoh dann nach einer Ecke zu frei zum Kopfball und netzte zum 2:0, einige Minuten später nickte besagter Kopf sogar zum 3:0 ein, nachdem Mehdi sich wunderschön über rechts durchgetankt hatte (eine Goldstatue von Demba Sanoh's Stirn ist in Arbeit).
Drei-Tore-Führung und nur noch 15 Minuten zu spielen, es roch verführerisch nach Überraschungssieg. Was folgte, kann eigentlich nur als gepflegter Wahnsinn der unnötigen Sorte bezeichnet werden. Nach durchaus schönem Angriff der Züllianer über deren linke Seite steht es auf einmal nur noch 3:1, der Gegner pusht sich, stellt auf völlige Offensive um und die SpVgg kassiert nach durchaus vermeidbaren Treffern das 2:3 und 3:3. Da einem dieses Drama aber sowieso niemand glaubt, beschließt man, es einfach völlig zu übertreiben, markiert durch Miles Freifrei quasi im Gegenzug die erneute Führung (4:3) um dann durch ein Gurkentor widerum das 4:4 zu kassieren. Ich kann an dieser Stelle nichts Passendes dazu sagen. Sucht euch doch einfach eins der folgenden Fazits aus:
1. "It still hurts" (Morteza). Noch nie waren drei Worte passender gewählt.
2. Gegen den absoluten Favoriten einen nicht eingeplanten Punkt geholt, vier Tore erzielt und Zülle über 75 Minuten gehörig zur Verzweiflung gebracht. Sogar nach dem Ausgleich nochmal zurückgekommen, die erneute Führung erzielt und damit starke Moral gezeigt.
Darauf 'ne Sauna!
Sportplätze sind extremen Belastungen ausgesetzt: Sie werden ständig „mit Füßen getreten und sollen möglichst rund ums Jahr bespielbar sein. Ihre Funktionsfä...