13/10/2024
Regatta Quer durch Berlin
Am Samstag, den 12.10.2024 fand die 95. Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“ auf der Spree statt. In diesem Jahr waren wir in 3 Rennen (3 Achter, 2 Vierer) am Start. Auf der Spree? Nein, kurzfristig wurde ein Großteil der Strecke aus Sicherheitsgründen für den Besuch des amerikanischen Präsidenten gesperrt. Daher musste die Regattaleitung die Strecke kurz nach dem Start über den Charlottenburger Verbindungskanal und dem Westhafenkanal zum Nordhafen umleiten. Es gab auch keine behördliche Freigabe trotz der Absage des Besuchs. So fehlten auf der Strecke die bekannten Kilometer-markierungen und die Boote mussten sich auf Basis ihres Kartenmaterials durch die Strecke kämpfen.
Während sich unsere Masters im Achter nur dem Vorjahressieger vom Ruderklub am Wannsee geschlagen geben mussten und einen sehr guten zweiten Platz erruderten, musste sich auch unser Seriensieger Kurt (hatte noch kürzlich bei "Rund um Wannsee" gewonnen) im Vierer mit einem zweiten Platz zufrieden geben.
Auch wenn vordere Platzierungen in den Clubstatistiken einen höheren Stellenwert haben, so sind die Platzierungen unserer Mannschaften des Breitensports als Erfolge des vom DRV geführten Gesundheitszertifikats Rudern zu bewerten. Neben den Ruderkursen und der Obleuteausbildung setzt das Führen dieses Zertifikats voraus, dass wir aus den Kursen ein Fitnessteam (PowerTeam) herausfiltern, was auf Basis eines regelmäßigen Trainingsprogramms die körperliche Fitness im Rudersport nachweist.
In diesem Jahr konnte das Team trotz diverser Krankheitsfälle immer noch 2 Achter und einen Vierer an den Start bringen. Im zarten Durchschnittsalter von 53-56 Jahren zählten die Mannschaften zu den älteren Mannschaften und fanden ihrer Herausforderer eher in den Altersklassen zwischen 28 und 35 Jahren. Wir hatten in diesem Jahr viele Kursanfänger in den Booten, die teilweise sogar erst im Frühjahr mit dem Rudern begonnen haben. Unser Vierer hatte den Vorteil, das er in einem Rennen mit Anfängern starten konnte und dort einen hervorragenden vierten Platz belegte. Leider gibt es so ein Rennen für die Achter nicht und die Achter müssen in einem offenen Rennen starten, wo viele ehemalige und auch aktive Trainingsleute mitrudern. Auch der teilweise heftige Gegenwind machte den Mannschaften schon zu schaffen - doch sie kamen alle ins Ziel und konnten sich im Vergleich zu den Vorjahren wieder etwas verbessern.
Hervorzuheben sind wieder die vielen Potsdamer Schlachtenbummler (aus allen Generationen), die unsere Boote an jeder Brücke kräftig angefeuert haben – viele Videos und Fotos gemacht haben.
Am Abend trafen sich alle zum traditionellen Clubbuffet und ließen den Abend sehr lange gemütlich ausklingen. Etwas verwundert waren wir allerdings, das nur unsere Mannschaften 2/3 des Abends mit unseren älteren Kameraden, die diese Veranstaltung vor Jahrzehnten ins Leben gerufen haben, besuchten. Es wäre schön, wenn zukünftig auch wieder unsere langjährigen Mitglieder den gemeinsamen Clubabend nach der Regatta mit allen Aktiven miterleben würden. Das Buffet, konnte nur Bestnoten verdienen und mit ein paar Bildern und Videos von der Regatta konnten wir auch unsere älteren Kameradinnen und Kameraden etwas in das Erlebnis Regatta einführen.
Wir können stolz sein, uns so auf Regatten als Potsdamer Ruder Club-Germania zu präsentieren. Damit zeigen wir, dass der Breitensport Rudern einen hohen gesundheitlichen Wert hat und im Alter noch vieles möglich ist. Danke auch an alle Helfer, die unsere Mannschaften am Start und Ziel unterstützt haben sowie die Helfer, die den Regattaveranstalter organisatorisch unterstützt haben. Auch der LRV muss dafür gelobt werden, dass er die neue Strecke kurzfristig so umorganisierte und praktisch mit dem Zieleinlauf des jeweils letzten Bootes einer Abteilung sofort die Regattaergebnisse online bereit gestellt hatte. Das der RBB dann leider nur über die beiden Einerfahrer berichtet hatte, ist in Anbetracht der Internationalität dieser Regatta etwas bedauerlich.
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