14/05/2020
Schwere Nachwehen und unvorstellbare Ignoranz des Reiseriesen 5vorFlug / FTI Gruppe
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Wie in den vergangenen Jahren auch, wollten wir mit unserer U19 zum Abschluss der Jugendzeit wieder einige schöne Tage in Side verbringen. Aufgrund der Covid19 Ausbreitung konnten wir die Reise nicht antreten. Wie sicherlich sehr viele andere auch, warten wir nun auf eine seriöse und faire Rückabwicklung. Hier müssen wir unserer Reisegruppe vorab großen Respekt zollen. Mit sehr viel Geduld und Verständnis für die aktuelle Lage haben seither die junge Gruppe Ruhe bewahrt.
Die after-sale Betreuung durch das Reisebüro ist als außerordentlich gut zu bezeichnen. Hilft leider nicht weiter, denn wie sich der Reiseveranstalter FTI bisher verhält ist absolut unseriös. Eine Stornierungsbestätigung liegt uns vor. Nach x-facher Zusage haben wir bisher keine Rückzahlung erhalten. Für diese Zusammensetzung der Gruppe bringt uns eine Gutscheinlösung nicht vorwärts. Nachdem früh erkennbar war, dass wir kein Gehör gefunden haben, haben wir zu einem frühen Zeitpunkt einen Rechtsanwalt eingeschaltet. Dessen Schreiben und Frist wurde aber ebenfalls ohne Reaktionen verstrichen. Nun läuft ein Mahnverfahren, läuft die Frist hier aus folgt eine Klage.
Unsere Reisegruppe besteht aus 25 Personen, davon 20 Jugendliche. Deutschland und 15 andere EU-Länder hatten von der Kommission gefordert, die Regeln zu ändern, damit Fluggesellschaften, Transportunternehmen und Reiseveranstaltern Kunden verpflichten können, Gutscheine als Ausgleich zu akzeptieren. In am Mittwoch für die Tourismusbranche veröffentlichten Empfehlungen erkannte die EU-Kommission an, dass derzeit ausbleibende Buchungen und zugleich eine "nie dagewesenen Anzahl von Rückerstattungsansprüchen" ein großes Liquiditätsproblem der Reise- und Tourismusindustrie seien.
Gutschein oder Erstattung? In dieser Frage bleibt die EU-Kommission aber hart. Verbraucher sollten im Falle abgesagter Reisen weiterhin die Wahl haben. Nach EU-Recht müssen Anbieter die Kosten für Flugtickets und Pauschalreisen erstatten. Deutschland will Verbraucher jedoch dazu verpflichten, bei Absagen in der Coronakrise vorerst einen Gutschein statt einer Erstattung zu akzeptieren.
Ausschließlich darauf hofft und wartet der Veranstalter, ohne Rücksicht auf die Interessen der Reiseteilnehmer.
Eine Gutscheinlösung würde in Wahrheit aber das Problem nur verschleppen. Denn alle die jetzt einen Gutschein erhalten würden, werden doch in 6 oder 9 Monaten nicht wieder Geld investieren, sondern möglichst nur die zusätzlich bezuschussten Gutscheine einlösen. Der Effekt bleibt der gleich, keine Investition, kein Geldfluss.
Unsere Reise wäre Anfang April gewesen. Gebucht haben wir bei 5vorFlug, gehört zur FTI Gruppe. Hier geht man eher über Leichen, als dass man freiwillig Geld auszahlt. Das können wir auf Basis zahlreicher Emailwechsel belegen. X-fach hat man eine Auszahlung in Aussicht gestellt, und genauso oft wurden wir enttäuscht. Wir haben mehrfach auf die spezielle Situation dieser Gruppenzusammensetzung hingewiesen. Wir werden in dieser Konstellation nicht wieder auf Reise gehen, wir sind keine 4 oder 5 köpfige Familie, die ihre Reise gemeinsam nachholen kann…. Bisher Kulanz Fehlanzeigen, ganz im Gegenteil müssen wir diesem großen Reisekonzern eine extrem große Ignoranz attestieren. Schade, hier geht sehr viel Vertrauen kaputt. Ausbügeln müssen es später wieder einmal die kleinen Reisebüros.
Das Mahnverfahren läuft bald aus. Wird diese erneut ignoriert werden wir unverzüglich eine Klage einreichen müssen.
Fazit: Ab zum Rechtsanwalt, nur das hilft. Denn ansonsten wird man von Woche zu Woche zu Woche..... vertröstet.
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