27/08/2026
Deutlicher Derbysieg, eine Runde weiter – dennoch ein sehr bitterer Beigeschmack
Am Sonntag um 15 Uhr war es angerichtet: bestes Fußballwetter, 150 Zuschauer und ein Derby.
Bereits nach drei Minuten erhielten wir einen Strafstoß, nachdem Calli vom Mühlberger Keeper nur noch rabiat gestoppt werden konnte. Den Elfer verwandelte Julian Trzmiel souverän.
In der nächsten Szene sollte Calli erneut die Hauptrolle spielen: Er eroberte an der Eckfahne auf Mühlberger Seite den Ball und ging entlang der Seitenlinie zurück. Dann kam ein Mühlberger Spieler mit gestrecktem Bein und offener Sohle.
Ein lauter Knall.
Daraufhin wussten alle sofort: Das war es.
Diagnose: Schien- und Wadenbeinbruch.
Calli, auf diesem Weg die besten Genesungswünsche und die Hoffnung, dass wir dich bald wieder auf dem Platz sehen, da, wo du hingehörst. Komm stärker zurück!
Nun müssen wir leider vom Spielbericht abschweifen und auch einmal klare Worte nach außen tragen.
Zum Fußball gehören Kampf, Härte und Robustheit, gerade in einem Derby. Davon lebt dieser Sport.
Jedoch beobachten wir bedauerlicherweise seit Jahren, dass dies beim SV Empor Mühlberg überhandgenommen hat.
Calli wurde weit über dem Knöchel getroffen. Da kann man sich durchaus die Frage stellen: War das böse Absicht? Während der Behandlung von Calli durch medizinisches Personal traf auch der Schiedsrichter klare Worte in Richtung der Mühlberger bezüglich ihrer überharten Spielweise. Unserer Meinung nach beging der Referee schon einen Fehler, den Mühlberger Spieler nur mit Gelb zu verwarnen.
Auch im gesamten restlichen Spielverlauf nahm die Härte nicht ab, was sich in sechs gelben und zwei gelb-roten Karten auf Mühlberger Seite widerspiegelt.
Dieser Sport bleibt für alle von uns weiterhin ein Hobby, und man möchte gesund wieder nach Hause fahren. Wenn dieser Punkt schon nicht gegeben ist, dann verliert man die Lust und das Interesse am Sport.
Zwischenzeitlich war auch ein Spielabbruch während der Behandlungspause im Gespräch, da Trainer Marcus Behrendt es nicht mehr verantworten kann, dass ein weiterer Spieler unserer Mannschaft verletzt vom Feld muss.
Wenn es dann soweit ist, dann sollte man überlegen, ob das noch Sinn und Zweck der Sache ist – von Spiel, Spaß und Sport.
Dem stellte sich aber unsere erste Männermannschaft entschlossen entgegen und sagte sich: Jetzt erst recht!
So wollte man spielerisch auf die viel zu harte Gangart der Mühlberger antworten.
In der 33. Minute erledigte es unsere Vordermannschaft sehenswert, und am Ende erzielte Elias Gattermann das 2:0. Bei diesem Ergebnis blieb es bis zur Halbzeit dank unserem Keeper Hannes, der nach einem Kopfball überragend parierte.
Für die zweite Halbzeit gab es nur eine Option: ein Feuerwerk abzubrennen und uns für Calli den Sieg zu holen. So traf Tom Effland direkt in der ersten Aktion der zweiten Halbzeit zum 3:0.
Erneut ein Elfmeter führte zum 4:0 durch Julian Trzmiel. Kurz darauf erhöhte Paul Peschke auf 5:0. Und in der 81. und 85. Minute traf erneut Julian Trzmiel und schnürte seinen Viererpack.
Nach Spielende konnten wir uns gemeinsam mit den Fans als Derbysieger feiern.
Weiterhin negativ zu erwähnen ist das Verhalten der Mühlberger Anhänger: Beleidigungen bis weit unter die Gürtellinie über die gesamte Spieldauer, das Diskriminieren und Beleidigen eines Spielers aufgrund seiner Haarfarbe und das Schmeißen von Bechern auf das Spielfeld nach Abpfiff.
Solch ein Verhalten ist unserer Meinung nach absolut nicht tragbar und zu verantworten.
Am Sonntagabend erhielten wir dann auch noch von Paul Peschke die Nachricht, dass er nach seiner Auswechslung in der Notaufnahme war. Sein Knöchel war sehr stark angeschwollen – eine Reaktion auf ständige Tritte während des Spiels.
Am Ende eine starke Knöchelprellung.
Auch hier zeigt sich wieder das überharte Einsteigen der Mühlberger.
Immer sportlich bleiben.
Nur der SVM 💙🤍