Chronik des Schützenvereins Eichenlaub Hirschberg
Einige Hirschberger Bürger trafen sich am 12. November 1950 im Gasthaus Sedlmeier, um den Schützenverein Eichenlaub Hirschberg zu gründen. Nach einer kurzen Aussprache war man sich einig und wählte auch sogleich die erste Vorstandschaft. Schützenmeister: Josef Mittermeier
2. Schützenmeister: Leonhard Zinner
Kassier und Schriftführer: Ludwig Prause
Das Gasthaus Sedlmeier wurde als Vereinslokal bestimmt. Dort entstand schnell ein geselliges Vereinsleben. Schon bald konnte man aus Spenden der Vereinsmitglieder das erste Luftgewehr anschaffen. Außerdem wurde mit Theateraufführungen in der näheren Umgebung die Vereinskasse aufgestockt. Januar 1954 legte der 1. Schützenmeister Josef Mittermeier sein Amt nieder. Ein neuer Vorstand konnte nicht sofort gefunden werden, sodass der Verein bis zum 13. Januar 1957 ruhte. An diesem Tag wurde eine Vorstandschaft gewählt und der Verein wieder ins Leben berufen:
1. Schützenmeister: Josef Mittermeier
2. Schützenmeister: Johann Betz
1. Kassier: Albert Gebhard
2. Kassier: Johann Schneider
Schriftführer: Albert Gebhard
Sportleiter: Johann Röhm
Eine Satzung wurde erarbeitet und durch die Vollversammlung angenommen. Man schloss sich dem Schützengau Altdorf-Neumarkt-Beilngries an. Der Schießbetrieb lief zur vollsten Zufriedenheit. Mai 1961 wurde das erste Königsschießen abgehalten. Der erste Schützenkönig war Adolf Betz aus Kaldorf. Die Königskette bestand aus Silbertalern, die von den Vereinsmitgliedern gespendet wurden. Seitdem wurde jedes Jahr am 1. Mai der König proklamiert. Diese waren:
1961 Adolf Betz, Kaldorf
1962 Lorenz Hermann, Beilngries
1963 Georg Mittermeier, Hirschberg
1964 Josef Meier, Gaisberg
1965 Johann Röhm, Hirschberg
1966 Alois Köppel, Hirschberg
1967 Peter Winiarz, Kaldorf
1968 Johann Röhm, Hirschberg
1969 Ferdinand Ullermann, Hirschberg
1970 Franz Buchberger, Kaldorf
1971 Anton Lerzer, Hirschberg
1972 Adolf Betz, Kaldorf
1973 Georg Sedlmeier, Hirschberg
1974 Robert Meier, Gaisberg
1975 Franz Meyer, Hirschberg
1976 Richard Meier, Gaisberg
1977 Herta Sedlmeier, Hirschberg
1978 Max Meyer, Hirschberg
1979 Robert Ullermann, Beilngries
1980 Josef Sedlmeier sen., Hirschberg
1981 Franz Buchberger, Kaldorf
1982 Josef Sedlmeier jun., Hirschberg
1983 Sylvester Sedlmeier, Hirschberg
1984 Pauline Ullermann, Hirschberg
1985 Konrad Heinloth, Hirschberg
1986 Willi Lerzer, Hirschberg
1987 German Mähringer, Kinding
1988 Stefan Röll, Hirschberg
1989 Roswitha Traub, Hirschberg
1990 Johann Schneider jun., Hirschberg
1991 Herta Heinloth, Hirschberg
1992 Franz Buchberger, Kaldorf
1993 Johann Röhm, Hirschberg
1994 Michael Dachs, Kaldorf
1995 Michaela Ullermann, Hirschberg
1996 Hubert Kuffer, Hirschberg
1997 Michaela Ullermann, Hirschberg
1998 Johann Ehrl, Hirschberg
1999 Robert Ullermann, Beilngries
2000 Sylvester Sedlmeier, Hirschberg
2001 Martin Schmidt, Hirschberg
2002 Monika Stelzle, Beilngries
2003 Josef Sedlmeier jun., Hirschberg
2004 Stefanie Sedlmeier, Hirschberg
2005 Martin Schmidt, Hirschberg
2006 Christoph Lerzer, Hirschberg
2007 Franz Herrler, Kaldorf
2008 Robert Härtl, Hirschberg
2009 Frank Schönberger, Hirschberg
2010 Sylvester Sedlmeier, Hirschberg
2011 Pauline Ullermann, Hirschberg
2012 Martin Ullermann, Beilngries
2013 Ulrike Betz, Hirschberg
2014 Joachim Ehrl, Hirschberg
2015 Margit Herrler, Kaldorf
2016 Julia Sedlmeier, Hirschberg
2017 Robert Ullermann, Beilngries
2018 Franz Herrler, Kaldorf
2019 Robert Ullermann, Beilngries
2020 Abgesagt wegen Corona-Virus
2021 Abgesagt wegen Corona-Virus
2022 Franz Herrler, Kaldorf
2023 Margit Herrler, Kaldorf
2024 Roswitha Schneider, Hirschberg
2025 Kerstin Mößler, Kaldorf
Aus gesundheitlichen Gründen legte Josef Mittermeier 1967 sein Amt als 1. Schützenmeister nieder. Er verstarb am 31. Oktober 1968. Sein Nachfolger war von 1967 bis 1969 Adolf Betz aus Kaldorf. Anton Lerzer wurde am 29. November 1969 zum 1. Schützenmeister gewählt und hatte dieses Amt bis zu seinem Tode am 9. März 1987 inne. Unter seine Regie wurde 1985 das 35-jährige Vereinsjubiläum verbunden mit der Weihe unserer Fahne gefeiert. An dieses gelungene Fest wird sich gerne erinnert. Als Patenverein fungierte damals der Schützenverein Badanhausen. Zu dieser Zeit hatte der Verein 85 Mitglieder und beteiligte sich mit zwei Mannschaften an Rundenwettkämpfen. Mai 1987 wurde zum ersten Mal die neue Königskette verliehen. Auch sie besteht größtenteils aus von Vereinsmitgliedern gespendeten Münzen. Nach dem Tode von Anton Lerzer bis zu den turnusmäßigen Neuwahlen im Januar 1988 leitete der damalige 2. Schützenmeister Franz Herrler jun. die Geschicke des Vereins. Bei der Wahl am 9. Januar 1988 wurde Johann Ehrl zum 1. Schützenmeister berufen. Im Juni 1988 machten wir uns auf die Reise zu einem „Hirschberg-Treffen“ nach Hirschberg im Sauerland. Damals trafen sich sieben Orte namens Hirschberg aus ganz Deutschland. Hierbei entwickelte sich eine Freundschaft mit den Sauerländern. Diese wird durch regelmäßige, gegenseitige Besuche seit über 30 Jahren gepflegt. Nachdem unser Vereinswirt Sylvester Sedlmeier einen neuen Gasthof errichtet, nahmen wir im Winter 1990/91 den Neubau des Schießstandes in Angriff. Die komplett in Eigenleistung errichtete Schießanlage wurde am 1. Juni 1991 gesegnet. Johann Ehrl führte den Verein bis 13. Januar 1996. Da dieser sich nicht mehr zur Wahl stellte, wurde Johann Schneider jun. Schützenmeister gewählt. Die jährlich stattfindende Stadtmeisterschaft konnten wir 1986 und 1997 für uns entscheiden. Mitten in den Vorbereitungen zum 50-jährigen Vereinsjubiläum traf uns ein schwerer Schicksalsschlag. Am 10. Februar 2000 brannte das Dachgeschoss unseres Vereinslokals. Durch den Wasserschaden wurden auch unsere Schießräume stark in Mitleidenschaft gezogen. Dank der großen Hilfe der Vereinsmitglieder konnte der Schießbetrieb bereits Mitte März wieder aufgenommen werden. Zur Zeit des 50-jährigen Gründungsjubiläums hatte der Verein ca. 130 Mitglieder und wir beteiligten uns mit 4 Mannschaften am Rundenschießen des Gaues. In den Jahren 2003 zur Fahnenweihe und 2016 beim 50-jährigen Gründungsjubiläum waren wir als Patenverein beim SV Jurahöhe Kevenhüll geladen. Zum 50. Königsschießen im Jahr 2010 wurde ein Kaiser-Schießen veranstaltet, bei dem die bisherigen Schützenkönige gegeneinander antraten. Adolf Betz aus Kaldorf, der erste Schützenkönig des Vereins, wurde unser Jubiläumskönig. Nachdem unsere konventionellen Schießstände 30 Jahre lang ihren Dienst geleistet hatten, wurde 2020 die Technik erneuert. Mit vielen fleißigen Händen und Geldspenden wurden elektronische Schießstände eingebaut. Nach 25 Jahren hat Joachim Ehrl das Schützenmeisteramt im September 2021 von Johann Schneider übernommen. Auch der gesellige Teil kommt in unserem Verein nicht zu kurz. Jeden ersten Samstag im August findet unser Sommernachtsfest im Biergarten des Vereinslokals statt. Einmal im Jahr werden die Wanderstiefel geschnürt und Sehenswürdigkeiten der Umgebung besucht. Ein jährlich stattfindender Faschingsball wird zusammen mit der Feuerwehr organisiert. Unser Verein verfügt über ein reges Vereinsleben und vor allem über eine gute Kameradschaft. Dies soll auch in den kommenden Jahren so bleiben. Zweck des Vereins ist es, das sportliche Schießen, die Kameradschaft und die Tradition des Schützenwesens zu fördern und zu pflegen.