08/12/2020
Selbstfürsorge...
Heute Morgen als ich in den Spiegel geschaut habe, tauchte bei mir die Frage auf, wie kann ich besser für mich Sorgen und für meine Bedürfnisse einstehen? Und was kann ich heute für mich Gutes tun?
Immer wieder komme ich an den Punkt, an dem ich auf die Bedürfnisse von allen anderen Menschen in meinem Umfeld achte und mich dabei komplett vergesse. Meine Angst vor Ablehnung, lässt mich in diesem „Strudel“ immer weiter machen, bis ich letztendlich einen „lauten Aufschrei“ von meinem Körper erhalte, dass es so nicht weiter gehen kann und ich meine eigenen Grenzen deutlich überschritten habe.
Mein Körper äußert dies in Form von Schmerzen. Schon seit meinem 16. Lebensjahr kommuniziert er in dieser Form sehr deutlich mit mir. Allerdings verstand ich viele Jahre diese Sprache meines Körpers nicht. Immer wieder bekam und bekomme ich Migräne Attacken, Bauchschmerzen, Muskelschmerzen am gesamten Körper sowie Schlafstörungen. Jahrelang stand ich mit meinem Körper so auf Kriegsfuß. Ich war frustriert, dass in meinen Augen andere mehr leisten können als ich ohne Beschwerden zu bekommen. Immer wieder fühlte ich mich von meinem Körper ausgebremst und meine Wut auf ihn wurde immer stärker, was wiederum meine Symptome über die Jahre auch deutlich mehr werden ließ. Mittlerweile habe ich verstanden und kann es auch fühlen, dass ich mit meinem Körper „arbeiten“ darf, anstatt mich gegen ihn zu wehren. Ich spüre Dankbarkeit für meinen Körper, für die Art und Ausdauer wie er auf mich aufpasst. Auch wenn ich immer wieder über meine Grenzen gehe und in mein altes Muster (es allen Recht machen zu wollen) hineinrutsche, schaffe ich es inzwischen deutlich besser gut auf mich zu achten.
Yoga, Meditation, Pranayama, Therapien und Seminare waren bis hierhin, und sind es auch immer noch, eine große Hilfe für mich. Durch sie habe ich gelernt mich besser zu verstehen und den „Ist-Zustand“ so anzunehmen wie er ist. Auch mein wundervoller Mann ist ein wichtiger Begleiter und Lehrer für mich. Indem er mich ermutigt diesen Weg weiter zu gehen, mich immer wieder triggert und meine Schattenseiten zum Vorschein bringt, bekomme ich viele Möglichkeiten an mir zu wachsen.
Meine Selbstfürsorge für den heutigen Tag wird ein ausgiebiger Spaziergang in der Sonne und Entspannung in der Badewanne sein. Ich lade dich ein, jetzt inne zu halten und zu spüren wie es dir geht. Nimm dir Zeit heute gut für dich zu sorgen.
In was für einem Verhältnis stehst du zu deinem Körper? Und was bedeutet für dich Selbstfürsorge? Teile gerne deine Erfahrungen unter diesem Post. Lass dein Licht in die Welt strahlen!