24/12/2022
Das Reitwerkteam wünscht euch allen friedliche Weihnachtstage.🎄✨️💫
Stallgeflüster
Eine Reitwerk Geschichte geschrieben von Louisa Zblewski
Es ist Nacht geworden. Die Sterne funkeln am Himmelszelt und ein kleiner Hauch voll glitzernder Schneeflocken streift durch die Stallgassen. Die letzte Person löscht das Licht und verlässt den Hof. Ein leises Murmeln breitet sich unter den Stallbewohnern aus.
Von Micky, dem kleinen Haflingerpony geht ein Flüstern aus: „Ey, du da! PST! Hier, Balisto.“
Ein gedämpftes Schmatzten antwortet ihm: „Wasch möschtest du denn, mjomm, mjom?“
„Hast du etwa noch nicht aufgegessen?“ erschreckte sich Micky. „Gib mir sofort was ab! Loooooooossss! Ich habe soooo Hunger, ich glaube ich wurde vergessen…“
Von der anderen Seite erwiderte Angel „Omann Micky was soll das denn werden? Verwirr doch den armen kleinen Balisto nicht. Er ist grade erst wieder hier angekommen. Du bist einfach zu verfressen. Selbst Schuld wenn du dir dein Abendessen nicht einteilen kannst.“
Balisto schaute etwas verwundert von seinem Heu auf. Er überlegte kurz und ihm kam eine grandiose Idee, um das Problem zu lösen. Erfreut wieherte er „Wünsch dir doch einfach etwas zu essen! Nachher kommt doch der Mensch mit den komischen Pferden, die alle Äste auf dem Kopf haben. Das haben mir zu mindestens die Großen erzählt.“
Gebannt beobachtet Prince Charming die Diskussion und nuckelt neugierig auf seiner Zunge.
Währenddessen ging Ein Raunen und Grummeln durch den Stall „ Weihnachten… stimmt der Weihnachtsmann… Es ist Weihnachten, es ist Weihnachten.“
Ein großer Kopf mit warmen Augen wandte sich nun auch dem Geschehen zu. Cascadero erklärte klug „ Ja das stimmt, aber man muss ein braves Pferd gewesen sein, damit man sich etwas wünschen darf. Ich zum Beispiel wünsche mir jedes Jahr extra Kuscheleinheiten und die krieg ich auch jeeeeeeedes Mal ja ja.“ Warum? Weil ich soooooo lieb bin.“
Ein furchterregendes Keifen erregte die Aufmerksam des kleinen Grüppchens.
„Dann braucht Ani sich ja nichts wünschen. Die guckt immer nur böse und ist nur gemein. Die armen Ponys erzittern aus Furcht vor ihr.“ Betonte Jana. Der damit gemeinte Schimmel erwiderte empört „Das sagt die richtige! Selbst bist du auch nicht besser. Es ist einfach nur unfair, dass du immer mehr Essen bekommst als ich!“
Höchst aufmerksam, angezogen von dem Streit blickte Prince knapp über seine Boxentür und streckte wieder die Zunge raus.
Ein beruhigendes Grummeln ertönte und Black I entschärfte die Situation „Stop jetzt.! Wenn ihr weiter so macht, könnt ihr euch beide nichts wünschen.“
Daraufhin musste Cascadero entschuldigend eingreifen „ ich will mich ja echt nicht einmischen, aber du bist auch kein Unschuldslamm Black I. Du magst ja toll aussehen aber voll viele haben Angst vor dir und dass nur weil du so kitzelig bist…“
Die flauschigen schwarzen Ohren zuckten „Da kann ich gar nichts für, ich habe meine Mimik einfach nicht so im Griff wenn etwas soooo kitzelt… Du hingegen bist manchmal ein richtiger Trampel Cascadero. Deine Reiter können immer nur mitwackeln so viel Wellengang ist da. Ich habe mir meinen Wunsch also auf jeden Fall verdient.“
Ein Flüstern ertönte aus der hinteren Ecke und man hörte Balisto murmeln „Dann sieht es für Micky ja doch ganz schön schlecht aus…“
„WAS? Wie? Neeeeeee.“ Erwiderte dieser daraufhin. „ich habe das sowas von verdient. Sogar am alller meisten von euch allen. Du zum Beispiel Angel, du bist einfach ein kleiner Angsthase, nie kann ich mit dir spielen.“
Angel antwortete entrüstet „ich bin einfach vorsichtiger als etwas zu riskieren. Du bist einfach nur gemein. Du liebst Essen sogar so sehr dass du immer weg rennst und anderen Pferden das Essen stiehlst. Das ist wirklich böse.“
Ein leises Scharren ertönte und alle Pferde und Ponys hielten erschrocken die Luft an.
Prince zog fluchtartig seine Zunge wieder in sein Maul. Das Licht ging an und Die Stallherrin betrat den Stall und hatte einen Riesen Eimer voll Möhren dabei. Als hätte sie etwas geahnt trat Alex zu jedem Pferd und sagte stolz „Ihr seid ja alle so großartige Pferde. An Weihnachten habt ihr alle Extra Futter verdient. Ihr habt alle eure Eigenarten, aber jeder von euch gibt sein Bestes. Auf euch ist immer Verlass, ihr leistet Großartige Arbeit, ihr habt euch wirklich eure Weihnachts Karotte verdient.
Ein lautes Brummeln antwortete ihr und an diesem Abend erfüllte nur noch lautes Schmatzen das Reitwerk. Und ganz spät in der Nacht hörte man noch ein erschrockenes Wiehern als Balisto das erste Mal Pferde mit Ästen auf den Köpfen zu Gesicht bekam.