Taido Ryu Jujutsu basiert auf das von Alfred Gugel gegründetes Selbstverteidigungssystem Nippon Jiujitsu. Die meisten Jiu-Jitsu Systeme haben einen großen Einfluss aus dem Judo und sind sportlich ausgerichtet um Wettkämpfe zu ermöglichen. Dies wiedespricht dem Gedanken der Selbstverteidigung. Die Techniken des Taido Ryu Jujutsu sind für die Strassenselbstverteidigung unter Berücksichtigung des Deu
tschen Notwehrparagraphen ausgelegt. Techniken, die ein körperlich unterlegene Person gegen einen stärkeren Aggressor nicht anwenden kann, sind rigoros aus dem System entfernt worden. Die meisten Techniken werden waffenlos ausgeführt, da dies die gewöhnliche Selbstverteidigungssituation ist. Falls wir aber Alltagsgegenstände zur Hand haben, werden diese unterstützend eingesetzt. Mit der Zeit können sich die Angriffsarten ändern, aus diesem Grund muss ein Selbstverteidigungssystem immer anpassungsfähig bleiben. Jürgen Kippel führt die Weiterentwicklung des Taido Ryu Jujutsu im sinne vom Alfred Gugel fort und ist heute einer der wichtigsten Referenten, wenn es um die reale Strassenselbstverteidigung geht. Taido Ryu Jujutsu ist ein System was Anfängern die Möglichkeit gibt sich nach relativ kurzer Zeit gegen viele Formen von Angriffen und Belästigungen zu wehren. Für erprobte Kampfkünstler bietet es durch den Reichtum an verschiedenen Kontrolltechniken fortwährende Herausforderungen.
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Iaijutsu ist die japanische Kunst des Schwertziehens. In der International Suigetsujuku Bujujtsu Association (I.S.B.A.) unter Leitung von Großmeister Jun Osano werden verschiedene traditionelle Schulen (Ryû) unterrichtet. Anfänger trainieren zuerst die Schule Shintô Munen Ryû und später die Keishi Ryû. Gegründet im 18. Jahrundert von Fukui Hyoemon Yoshihara (1702 - 1782) kennt das Shinto Munen Ryû Tachiiai keine sitzenden Techniken, alle Kata sind stehend. Diese Ryû verwendet schräge Schnitte. Die meisten Iai-Ryû sind still, aber in der Shintô Munen Ryû werden Kiai benutzt. Die Keishi Ryû ist keine gewachsene traditionelle Ryû-ha (Schule), sondern wurde vor ca. 130 Jahren von verschiedenen Meistern unterschiedlicher Schulen entwickelt, um Polizeikräfte im Umgang mit dem Schwert zu schulen. Die Techniken in der Keishi Ryû ähneln denen der Shinto Munen Ryû, alle Kata sind stehend (Tachiai). Später werden dann Techniken der Rikishin Ryû und Ryûgô Ryû unterrichtet. Die Techniken werden hierbei sitzend ausgeführt, die Ryûgô Ryû kennzeichnen außerdem gesprungene Wechsel. Fortgeschrittene können dann Kata (Technikabfolgen) der Araki Ryû und Sekiguchi Ryû erlernen. Diese werden sehr kräftig und mit Kiai ausgeführt, in der Sekiguchi Ryû gibt es tiefe Stellungen und Sprünge aus dem Sitzen. Während diese Schule auch Techniken im Stehen enthält, besteht die Araki Ryû nur aus sitzenden Formen.
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Das Nihon Jûjutsu in der ISBA ist ein System mit dem Namen Kôyô Suigetsu Ryû. Es besteht aus einer Sammlung verschiedener Kata traditioneller Schulen (Ryû). Es enthält neben den waffenlosen Techniken auch solche mit zum Beispiel dem Tessen (Fächer), der Jutte (Schwertfänger) oder dem Stock (Tanbô/Hanbô/etc.). Diese Techniken wurden von unserem Großmeister Jun Osano aus verschiedenen, jahrhunderte alten traditionellen Schulen zusammengestellt. Diese Techniken aus den verschiedenen Ryû werden in einer festgelegten Angriffsfolge in einem 10er Rhythmus trainiert. Daneben können auch einzelne Kobudô Waza (Techniken) verschiedener Schulen der ISBA erlernt werden (so z.B. Rikishin Ryû Kenjutsu, etc.). Später kann ein fortgeschrittener Schüler dann auch in die einzelnen Ryû-ha eingewiesen werden. Prüfungen werden erst im Nihon Jûjutsu abgelegt, später kann man auch gezielt in den traditionellen Schulen Zertifikate (Menkyo-System) erlangen.