13/07/2026
Jiu-Jitsukas überzeugten bei der Gürtelprüfung
Am 11. Juli 2026 verwandelte sich das Dojo des TuS 05 Arloff-Kirspenich e.V. in eine Bühne für den Jiu-Jitsu-Nachwuchs. 27 Kinder im Alter von sieben bis zwölf Jahren stellten sich mit viel Konzentration, aber auch einer gehörigen Portion Aufregung der Prüfung zum nächsthöheren Gürtel. Unter den aufmerksamen Augen der Dan-Trägerinnen und Dan-Träger des TuS-Dojos in Arloff-Kirspenich, die allesamt Mitglieder des Fachsportverbandes „Moderne Jiu-Jitsu Allianz e.V.“ (MJJA.de) sind, hieß es: Techniken sauber ausführen, sicher fallen, ruhig bleiben und zeigen, was in den vergangenen Monaten trainiert wurde.
Vom ersten Angrüßen bis zur letzten Technik wurde deutlich, dass die jungen Jiukas ihr Handwerk verstanden. In vielen Angriffen war gut zu erkennen, worauf das Augenmerk der TrainerInnen lag. Es wurden keine unrealistische oder falsche Abwehrtechniken beigebracht. Das heißt nicht, dass Kindertraining immer „voll realistisch“ sein muss. Kinderunterricht ist oft bewusst vereinfacht. Gute ÜbungsleiterInnen bauen ihr Training meist in drei Stufen auf: Sie erklären altersgerecht, was Übung und was Realität ist. Sie bauen Techniken schrittweise und mit Widerstand auf. Sie betonen Sicherheit, Position, Balance und Fluchtmöglichkeiten statt „unbesiegbarer“ Abwehren. Was oft geübt wird, wird automatisiert. Wenn eine Abwehr auf unrealistischen Angriffen basiert oder biomechanisch unzuverlässig ist, kann das später schwer wieder zu korrigieren sein. Besonders bei Kindern ist saubere Technik wichtiger als spektakuläre Bewegungen. Wenn Kinder merken, dass Gezeigtes unter Druck nie funktioniert, kann das Vertrauen in Training und Anleitung leiden.
Auf jeden Fall bekamen die Prüfer und natürlich auch die Zuschauer dabei viele sauber ausgeführte Würfe, Hebel, Abwehrtechniken und eine ordentliche Portion Kampfgeist zu sehen. Trotz verständlicher Nervosität zeigten alle Kinder eine gute bis sehr gute Gesamtleistung und bewiesen eindrucksvoll, dass sich regelmäßiges Training, Fleiß und Durchhaltevermögen auszahlen.
Am Ende gab es dann den verdienten Lohn für den Einsatz. Strahlende Gesichter konnten den neuen Gurt und die entsprechende Urkunde dazu von der Prüfungskommission entgegennehmen. Der Beifall der „mitgebrachten“ Eltern, Großeltern, Freunde usw. in der voll besetzten Halle nahm fast kein Ende. Ein gelungener Prüfungstag, der einmal mehr zeigte, dass der Jiu-Jitsu-Nachwuchs des Dojo Arloff-Kirspenich bestens aufgestellt ist.