20/04/2026
Budo-Frühlings-Seminar in Bottrop
Schon im ersten Moment liegt diese besondere Energie im Dojo. Konzentriert, respektvoll und gleichzeitig voller spürbarer Begeisterung für den Budosport. Genau dieses Gefühl prägte das 9. Budo-Seminar in Bottrop, das am 18. April 2026 vom Verein „TENWA-RYU-BOTTROP“, Mitglied im Fachsportverband „Moderne Jiu-Jitsu Allianz e.V.“ unter der Leitung des Selbstverteidigungsexperten Markus Wilger ausgerichtet wurde.
„Treibe Sport und tue Gutes“, dieser Leitsatz ist hier kein bloßer Spruch, sondern gelebte Haltung. Denn neben intensiven Trainingseinheiten stand auch der soziale Gedanke im Mittelpunkt. Ein Teil der Lehrgangseinnahmen wird an das Lavia Institut für Trauerbegleitung gespendet. Eine Geste, die zeigt, dass Budo weit über Technik und Wettkampf hinausgeht. Mehr als 60 Budoka aus unterschiedlichsten Stilrichtungen wie Taekwondo, Karate, Judo, Krav Maga und Jiu-Jitsu fanden sich auf der Tatami ein. Was sie verband, war nicht nur die Freude an Bewegung, sondern auch der Respekt vor der Vielfalt ihrer Disziplinen. Und genau diese Vielfalt wurde an diesem Tag zelebriert.
Mit hochkarätigen Referenten war das Seminar erstklassig besetzt: Professor Mirco Berwing (6. Dan American Kenpo Karate) aus Berlin, Sensei Frank Herholt (5. Dan Koshinkan Karate) aus Bad Salzuflen, Sensei Dirk Lunnemann (4. Dan Jiu-Jitsu) aus Mülheim und Markus Wilger selbst (6. Dan Jiu-Jitsu) aus Bottrop vermittelten ihr Wissen und das komplett ohne Honorar. Ein starkes Zeichen für die Gemeinschaft im Budo. Nach einem gemeinsamen, dynamischen Aufwärmen ging es direkt in die Praxis. In drei nach Graduierung gestaffelten Gruppen wurde intensiv gearbeitet. Die Trainer rotierten kontinuierlich, wodurch jede Gruppe von allen Stilrichtungen profitieren konnte. Ständiger Partnerwechsel sorgte zusätzlich für neue Impulse und für genau das, was den Budosport ausmacht. Anpassungsfähigkeit, Timing und gegenseitiges Lernen. Auffällig war, wie viele Parallelen sich zwischen den Systemen zeigten, trotz unterschiedlicher Schwerpunkte. Ob Hebel, Schlagtechniken oder Bewegungsprinzipien, am Ende führte vieles zum gleichen Ziel. Eine effektive Selbstverteidigung mit klarem Geist und kontrollierter Technik.
Doch was dieses Seminar wirklich besonders machte, war die Atmosphäre. Der Spaß am Training war überall spürbar. Es wurde konzentriert gearbeitet, aber genauso viel gelacht. Egal ob die Teilnehmenden aus Berlin, Neumünster oder der Eifel angereist waren, auf der Matte waren alle gleich. Die Sportlerinnen und Sportler des TuS 05 Arloff-Kirspenich e.V. brachten es am Ende auf den Punkt. Eine große Dankbarkeit gegenüber Markus und seinem Team für die hervorragende Organisation sowie gegenüber den Referenten, die ihr Wissen praxisnah, leidenschaftlich und auf höchstem Niveau weitergegeben haben. Und eines war nach diesem Tag klar: Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei, soviel steht fest.