13/11/2016
Am vergangenen Samstag trafen sich vier Puck-Offer um sich sowohl bei der Team-DM als auch beim Sauerland-Cup im Einzel mit den tischeissportverrückten Recken anderer Vereine zu messen. Die Zwillinge konnten sich schon freitagabends bei Jonas in Münster mit etwas Zielwasser einspielen und sich so noch den letzten technischen Schliff verpassen. Der etwas erkältete Elias und Peter begaben sich am frühen Samstagmorgen auf die Reise nach Hagen.
Der Morgen begann mit der Vorrunde der Team-DM: 2 Gruppen á 4 Teams. Die Puck-Offer durften gegen die Schlicktown Arctic Veteranos, Kältestarre II und Satyrion Berlin antreten. Die Berliner und Schlicks ließen bei den Aufeinandertreffen mit den Pucks nichts anbrennen und schickten die Jungspunde mit 6:3 und 5:3 vom Eis. Gegen das Team Kältestarre II konnten sich Fabian, Jonas und Elias einen 5:3 Sieg erkämpfen. Wie zu erwarten war, landete der TEHC auf Platz 3 in der Gruppe und bekam die Chance im Spiel um Platz 5 das beste Team-Ergebnis (nach Platz 6 und 7 in den Jahren 2013 und 2014) der Vereinsgeschichte einzufahren. Die Koe-Fighters stellten sich als ein zäher Gegner heraus, jedoch gelang allen drei antretenden Puckern in der zweiten Runde ein Sieg gegen ihre jeweiligen Spielpartner. Letztendlich gewannen die Puck-Offer mit 4:2 und belegten den verdienten 5. Platz.
Gefeiert werden konnte aber nur kurz, da eine große "Round Robin" (jeder spielt 1x gegen jeden) mit 31 Teilnehmern bevorstand.
Um zu veranschaulichen welche geistigen Leistungen vollbracht werden müssen, hat die Statistik-Abteilung folgende Rechnung aufgestellt: 30 Spiele x 5 min Spieldauer je Spiel = 2,5 Stunden reine Spieldauer der Vorrunde. Insgesamt musste an diesem Tag jeder Tischeishockeyspieler durchschnittlich knappe 4 Stunden die Konzentration aufrecht erhalten.
Warum das bei den Pucks an diesem Samstag in Hagen so gut funktionierte, da konnten die Spieler nur Vermutungen anstellen. Elias dazu: "Wahrscheinlich hat das Einspielen ohne Druck (keine Weltranglistenpunkte bei Team-Spielen; Anm. d. Autors) bei der Team-DM wichtig, um auf Touren zu kommen."
Die Einzelergebnisse unserer Spieler:
Peter "Schneeeule" Schlosser: Dem Oldie unter den Puckern gelang es ein weiteres Mal die Rote Laterne weit hinter sich zu lassen und erkämpfte sich einen guten 21. Platz mit 10 Siegen, 4 Unentschieden und 16 Niederlagen. Erwähnens- und lobenswert ist der 3:1 Sieg gegen den 1. Platz der Vorrunde und späteren Gewinner, Linus Restel. Für die Play-Offs fehlten letztendlich doch 9 Punkte und Peter konnte sich mit einem zufriedenen Lächeln zurücklehnen und den Rest des Turnieres genießen.
Jonas Franken: Der Wahl-Westfale spielte eine solide Vorrunde, ohne Ausrutscher nach oben und unten. Gegen die Top 10 konnte er zwar keine Siege erringen, aber ab dem elften Platz begann er reichlich und wie gewohnt solide Punkte zu sammeln. Spannend wurde es gegen Ende für Jonas, da er im letzten Spiel zwei Punkte einfahren musste, um in die Play-Off-Plätze zu gelangen. Mit Glück und Können errang er einen Sieg gegen Christian Aden, alias Cowboy, einem direkten Konkurrenten um einen Play-Off-Rang. Da die 14.-17. Plätze jeweils 33 Punkte (Jonas: 16 Siege, 1 Unentschieden, 15 Niederlagen) erdaddeln konnten, entschied der direkte Vergleich für den jüngeren der Zwillinge, der den 15. Platz belegte und somit gegen den Berliner Thomas Haussknecht im Play-Off 4 Spiele spielen durfte, von denen er leider nur eins 2:1 gewann (die anderen Spiele gegen den zweiten der Playoffs: 4:1, 4:0, 2:1).
Fabian Franken: Nach mehreren großen Turnieren ohne die Teilnahme des Abwehrspezialisten war der Wille Siege einzufahren so groß wie noch nie. Unverkrampft errang er ein Sieg nach dem anderen und konnte sich nach und nach, auch mit Siegen gegen ein paar schwere Brocken, in der Top 10 der Vorrunde etablieren (18 Siege, 3 Remis, 9 Niederlagen). Am Ende stand er für die meisten Teilnehmer überraschend auf dem neunten Platz und konnte frei gegen Rene "Box" Albers antreten. Zu verlieren war nicht viel, da Box nicht unbedingt zu den Lieblingsgegnern des Magdeburgers gehört. Der Vorrundenachte ließ nichts anbrennen und warf den älteren der Franken-Zwillinge mit 4:0; 2:0; und 2:1 nach Hause. Letztendlich landete er auf dem 10. Platz, mit dem er seine Weltranglistenpunktzahl fast verdoppeln konnte.
Elias: Der puckende Puck-Off-Primus gab in der Vorrunde wie gewohnt Vollgas und musste in 30 Spielen nur drei Niederlagen einstecken. Mit 22 Siegen über seine Gegner stand er am Ende auf dem verdienten vierten Platz. In den Play-Off-Spielen, die vor allem Nervenstärke voraussetzen, konnte die Elias die erste Runde mit drei Spielen 4:1 gegen den Frankfurter Gother Thomas Cornelius gewinnen. Somit war mindestens der achte Platz schon sicher. Im Viertelfinale traf er auf den Wilhelmshavener Frank Bruneske, mit dem man nicht nur während des Spiels viel Spaß haben kann (Jonas kann viel von diversen Trainingsabende während seiner Zeit bei der Marine berichten). Leider war Frank zu gut drauf und bei Elias setzte sich langsam die mittelstarke Erkältung durch, was dazu führte, dass der Primus die Spiele jeweils mit nur einem Tor Abstand verlor (3:4; 2:3; 1:2). Letztendlich landete der Primus auf dem 7. Platz, mit dem er im Anbetracht der Umstände relativ zufrieden war.
Insgesamt konnten sich die Pucker weiter vorkämpfen auf den Olymp des deutschen Tischeishockeys. Mit phänomenalen 3 Teilnehmern in den Play-Offs waren alle sehr zufrieden und konnten den Sieg auch gebührend feiern bei einem verdienten Bierchen, bis sich die Wege der TEHC-Spieler wieder trennten.
Ein großes Dankeschön geht an die Veranstalter des Turniers, Kältestarre 83 e.V. - Tischeishockey im Ruhrgebiet, die sich ein weiteres Mal überbieten konnten. Ein etwas kleineres Dankeschön geht auch an Kai Armonies, der 50 Prozent der Puck-Offer sicher zum Turnier und zurück chauffierte und die Fahrt sehr kurzweilig gestaltete.
Wir melden uns wahrscheinlich wieder zwischen den Jahren, da Peter ein Turnier ausrichten wird, nähere Infos folgen.