17/02/2022
"Was willst du einmal werden, wenn du groß bist?" fragte die Lehrerin.
"Freundlich" antwortete das Mädchen.
Ich weiß nicht, wie es dir ergeht - Ich erlebe es aktuell leider immer wieder, wie unfreundlich Menschen miteinander umgehen. In der letzten Woche hatte ich gleich drei Situationen, in denen übellaunige Menschen ihren Frust herausließen und Andere als Ventil und selbsttherapeutische Prellböcke missbraucht haben.
Und es ging hierbei um Kleinigkeiten, die anschließend in Missverständnisse und Streitigkeiten ausgeufert sind, die neben negativer Energie auch noch jede Menge Zeit gekostet haben.
Wie wäre es damit, da nehme ich mich nicht aus, sich immer wieder zu disziplinieren und zu ermahnen, Freundlichkeit zu üben und zu praktizieren. Damit trainieren wir auch unsere Selbstbeherrschung und wir reifen dabei auch persönlich.
Behandle andere mit Freundlichkeit und Respekt. Nicht weil alle Menschen gute Manieren haben. Sondern weil du sie hast.
Natürlich ist es nicht immer leicht, ruhig zu bleiben. Doch Freundlichkeit entspannt uns. Darüber gibt es mittlerweile auch verschiedene Studien, die das belegen können.
Freundlichkeit macht nicht nur andere glücklich, sondern auch uns selbst. Wenn wir also zu anderen Menschen freundlich sind, schüttet unser Körper Serotonin aus. Wir fühlen uns besser und optimistischer.
Entscheiden wir uns auch noch für eine gute Tat, wird ein weiteres Hormon ausgeschüttet - Oxytocin. Dieses stärkt wiederrum unsere Beziehungen. Und es sorgt dafür, dass unser Stresshormon Cortisol deutlich gesenkt wird. Also, wir werden entspannter, wenn wir freundlich sind.
Was können wir konkret tun, um freundlicher zu werden?
Freundlichkeit ist eine Entscheidung. Ich treffe jeden Morgen bewusst die Entscheidung, heute freundlich zu sein. Es gibt manchmal Tage, wo es mir sehr schwerfällt, freundlich zu sein. Doch wer bewusst die Entscheidung trifft, der arbeitet an seiner Freundlichkeit.
Wie gehst du mit dir um? Wie freundlich bist du zu dir? Freundlichkeit fängt bei dir persönlich an. Wenn du schlecht über dich redest, dich ständig kritisierst, dich nicht wertschätzt, dann gelangt auch diese innere Einstellung nach außen. Du wirst dann als schlecht gelaunt und unsympathisch wahrgenommen. Also schau einmal genau, wie freundlich bist du zu dir selbst?
Nimm auch die Freundlichkeit anderer Menschen besser an. Wir sind manchmal so beschäftigt in unserer Blase, dass uns Freundlichkeit nicht auffällt. Also richte dich bewusst darauf und richte deine Antennen danach aus.
Ein Lächeln kommt zurück. Daher lächle einfach öfter Mals. Es spielt übrigens auch keine Rolle, über was du gerade lächelst. Hauptsache, es zu tun.
Es gibt am Tag sehr viele Möglichkeiten, sich freundlich zu zeigen. Es braucht unsere Aufmerksamkeit.
Und zum Schluss noch: Je mehr Freundlichkeit wir in die Tat umsetzen, desto mehr verändert sie auch unser Gehirn. Das macht die Neuroplastizität. Also Freundlichkeit macht uns zu besseren Menschen. Und gerade in diesen Zeiten, brauchen wir mehr Freundlichkeit.
Ich wünsche Dir einen Tag voller Freundlichkeit. 💚😀🙏
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