07/06/2025
Taucher-Typ Nummer 48: Der Fischfütterer 🐟🤢 – Die lebende Spuckfontäne mit Tauchschein
Er gehört zur Stammcrew jeder Tauchsafari – und man weiß es meist schon nach der ersten Nacht: Da ist wieder einer dabei.
Der Fischfütterer erkennt man am leeren Blick beim Frühstück, am leicht blassen Gesichtston und an der Tatsache, dass er sich beim Briefing auffällig oft an der Reling „frisch macht“.
Was ihn auszeichnet? Nicht das Übelwerden – das kann jeder. Sondern die heldenhafte Konsequenz, trotz Dauerübelkeit einfach weiterzumachen.
Er kotzt. Und taucht. Und isst. Und kotzt wieder. Und taucht trotzdem nochmal. Und wenn es ganz schlimm wird: Ingwerkapseln, Kaugummis, Akkupressurarmbänder, Globuli, MCP, Tauchlehrer-Hoffnung – der Fischfütterer hat alles dabei und nichts hilft.
Im Zodiac sitzt er grundsätzlich außen. Nicht weil er schnell rausspringen will – sondern weil die Mitte zu gefährlich für alle anderen wäre.
Er kennt jeden Ort, an dem man sich unauffällig übergeben kann: Reling, Badeplattform, Neoprenhaube auf links gedreht. Im schlimmsten Fall sogar unter Wasser durch den Regler – ja, auch das geht, frag ihn ruhig.
Zwischen den Tauchgängen liegt er flach auf der Bank, klamm und schweigsam wie ein nasser Lappen. Und kaum ankert das Boot: „Alles klar, ich bin dabei.“
Widerstand ist zwecklos – dieser Mensch liebt das Tauchen, auch wenn es ihn jede Stunde einen halben Liter Mageninhalt kostet.
Und dann diese absurden Momente, wenn er zwischen zwei Würgeladungen am Buffet steht und sagt:
„Oh geil, Moussaka! Hab ich ewig nicht mehr gegessen.“
Spätestens da weiß man: Dieser Mensch ist nicht krank – er ist einfach unerschütterlich.
Fazit: Der Fischfütterer ist kein Anfänger. Er ist kein Opfer.
Er ist eine Legende.
Er macht mit, egal wie hoch die Wellen schlagen. Und ganz nebenbei: Die Fische am Tauchplatz lieben ihn.