12/03/2026
Büttelborn: Die Tradition Ortspokalschießen kommt gut an
Das Ortspokalschießen der Büttelborner Hubertusschützen verzeichnete in diesem Jahr einen Teilnehmerrekord. Wer besonders scharf schoss. Wie der Verein insgesamt aufgestellt ist.
Büttelborn. Schützenmeister Thomas Merkel von den Büttelborner Hubertusschützen war sehr zufrieden mit den Teilnehmerzahlen beim jüngsten Ortspokalschießen. 76 Mannschaften stellten einen Teilnehmerrekord für diese Veranstaltung dar, weshalb sich der Verein bestätigt sah die Wettbewerbszeiten wieder auszuweiten. Dabei nahmen Vereine, Unternehmen und Freundesgruppen aus allen drei Büttelborner Ortsteilen an dem Wettbewerb teil, neuer Bürgerkönig wurde Jan Ascher, Bürgerkönigin Martina Herrlich.
„Wir haben im vergangenen Jahr aufgrund der rückläufigen Resonanz und dem notwendigen Engagement unserer Mitglieder die Wettbewerbstage auf Mittwoch bis Freitag gelegt, plus wie gewohnt die Siegerehrung am Samstag. Das führte dann dazu, dass am Mittwoch alleine 30 Teams bei uns im Schießstand waren, anstatt zwischen 10 und 20. Das war überragend, aber es war eben auch sehr voll“, räumt Merkel ein, der die Rückkehr zum gewohnten Format Montag bis Freitag befürwortete.
Feuerwehren mit acht Jugendmannschaften am Start
Sogar acht Jugendmannschaften waren in diesem Jahr am Start – alle aus den Reihen der drei Ortsteilfeuerwehren. Dabei freute sich das Team „JF Büttelborn 1“ über den Sieg in der Mannschaftswertung mit dem Luftgewehr, während Malik Schamber (JF Klein-Gerau 2) mit 164 Ringen aus 20 Schüssen den Sieg bei den Junioren holte. Spannend waren die Wettbewerbe aber auch bei den Erwachsenen und im „Aufgelegt“-Schießen für Teilnehmer über 50 Jahre.
Robert Voos vom TVB Freizeitsport Volleyball erreichte 161 Ringe und holte sich den Sieg vor Bürgermeister Marcus Merkel, der für die „SKV Old Boys“ antrat und 155 Ringe schoss. In der Mannschaftswertung entthronten die Volleyballer damit ebenfalls die „Old Boys“ und freuten sich über den Sieg. Bei den Damen siegte Leana Maul von der Feuerwehr Büttelborn 3 mit 138 Ringen, die Mannschaftswertung ging an die „Jagdfieber Chicas“. Bei der weniger geschossenen Luftpistole siegten Ingo Witt (SV 1912 Klein-Gerau) und Marcella Böhm (Jagdfieber Chicas) beide mit 157 Ringen. Anstatt Pokale gab es in diesem Jahr Lose von „Aktion Mensch“ und „Glücksspirale“.
Erneuerung des Schießstands steht an
Gut 170 Mitglieder hat der Schützenverein, immer mal ein paar mehr oder weniger, aber zuverlässig in dieser Größenordnung. Auch das Ortspokalschießen trägt dazu bei, dass sich Teilnehmer aus Vereinen, Freundesgruppen oder Unternehmen dem Schützenverein anschließen, einen echten Trend oder eine größere Nachfrage nach den Angeboten des Vereins können die Hubertusschützen jedoch nicht feststellen.
Auch nicht aufgrund des bundesweiten Anstiegs an beantragten Kleinen Waffenscheinen. Dieser berechtigt zum Führen von Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen mit einem amtlichen Prüfzeichen in der Öffentlichkeit – weshalb hier wohl mehr der Sicherheits- als der Sportgedanken bei den Antragsstellern im Vordergrund steht. 2019 waren es noch 664.706 erfasste Kleine Waffenscheine im Nationalen Waffenregister des Bundesverwaltungsamtes gewesen, Ende 2024 waren es schon 871.838 – mittlerweile ist die Zahl von 900.000 deutlich überschritten.
Der Schützenverein hat in diesem Jahr noch viel vor. Neben den Wettbewerben und dem „Vatertag“ steht die Erneuerung des Schießstands an. „Mit dem digitalen Messrahmen können wir dann sehr genau messen“, sagt Thomas Merkel abschließend.