11/01/2021
Gott. Ich glaube nicht, dass er ein magisches Wesen ist, das dafür verantwortlich ist, mich glücklich zu machen, mich vor Problemen zu bewahren oder dafür zu sorgen, dass mein Leben "gerecht" ist.
Ich denke, Gott ist ein Vertrauen tief in mir drin.
Das Vertrauen, dass ich im Leben mit Dingen konfrontiert werde, die ich nie gewollt habe, aber dass das Leben trotzdem lebenswert bleibt.
Das Vertrauen, dass alles, was passiert, seinen Sinn hat und es nicht an mir liegt, zu entscheiden, wofür es gut ist.
Das Vertrauen, dass letztendlich alles gut werden wird.
Dieses Vertrauen in das Leben,oder Gott, habe ich in mir in den letzten zehn Jahren selbst genährt - und ohne meine Achtsamkeitspraxis hätte ich das nicht geschafft. Ich weiß, dass ich ohne dieses Vertrauen nicht überleben könnte - körperlich vielleicht ja, geistig höchstwahrscheinlich nicht.
Ich möchte auch noch Folgendes sagen: Ich bin ohne jede Religion aufgewachsen und hatte kein Konzept von Gott. Ich erhebe nicht den Anspruch, dass dieses Konzept universell ist. Aber es ist mein Konzept und es tut mir gut. So denke ich über Gott - je mehr ich dieses Vertrauen in mir nähre, je mehr ich Dinge loslasse, die ich nicht kontrollieren kann, das Gute in allem finde - egal wie "schrecklich" es anderen erscheinen mag - und einfach dem Leben und dem Universum vertraue, desto mehr spüre ich, dass Gott gut ist.🙏🏻
An diesem besonderen Tag widme ich diesen sehr verletzlichen Beitrag dir, Harvey. Du hast mir gezeigt, was Gott bedeutet und wie der Glaube das Leben von der Tragödie in Dankbarkeit verwandeln kann. Ich liebe dich.❤️