12/02/2024
Denkt auch mal einer an die armen Tiere?
Ungefähr so haben sich das wohl unsere Lieblingstierschützer gedacht, als sie in den Niederlanden dazu aufriefen, Karusseltiere zu verbieten. Die armen Viecher drehen sich im Kreis und das zu unserer Belustigung. Teilweise ohne Pause! Das geht doch nicht. Denkt mal einer an die armen Plastiktiere? Damit würden Kinder lernen, dass es normal sei, Tiere auszubeuten. Das ist natürlich Blödsinn, Kinder lernen auch nicht, dass aus ihren Autos Riesenroboter werden oder dass Schildkröten Pizza essen, wenn sie Cartoons schauen, aber Hauptsache was gesagt. Dass die Forderung nahezu lächerlich ist, weiß eigentlich jeder und das wissen auch die. Darum geht es nämlich bei solchen Dingen nicht. Das Kuriose ist eigentlich der Umgang der Menschen und der Presse damit und wie solche Dinge trotzdem eine Meinung befeuern.
Zunächst einmal finde ich es faszinierend, dass deren Haus und Hofzeitung, die mit dem großen B und dem inoffiziellen Slogan: Ti**en, Tiere, Sensationen, sich auf die Meldung stürzt und sich darüber lustig macht, wo sie sonst aber immer springen, wenn besagte Tierschützer eine Sau durchs Dorf treiben. Alles, was die machen, wird sonst anstandslos geglaubt und nie kritisch hinterfragt - aber wenn es um Karusseltiere geht, dann schütteln sie doch den Kopf? Das ist den Tierschützern herzlich egal, sie möchten nur im Gespräch sein, damit sie auch bloß keiner vergisst. In Kürze wird ihnen wieder in die Karten gespielt werden und dann müssen sie ja ihre Anhänger und solche, die es werden wollen, seelisch darauf vorbereiten. Das geht nur, wenn man im Gespräch bleibt. Unterm Strich bleibt besagter Tierrechtsverein nämlich trotzdem im Plus - selbst wenn er Unsinn fordert und in Computerspielen das Angeln verbieten will oder so.
Hardcore-Anhänger können sich sicherlich über solche Dinge wirklich aufregen und tatsächlich glauben, dass es etwas Gutes ist, Karusselpferde zu verbieten, aber der Rest glaubt das nicht. Das ist nur Kalkül und Teil einer perfiden Marketing-Masche, die sich häufig für nichts zu blöd ist, weil der Zweck dahinter steht und nicht direkt durchschaut wird. Es wird nämlich niemand bei besagten Tierrechtlern eintreten oder Geld spenden, weil die Karussel-Pferde retten. Wenn die aber mal wieder mit den Geschichten rund ums Pferd Wellen schlagen, dann erinnern sich die Leute nur noch daran, dass die sowieso immer pro Tier waren, sogar arme Karussel-Pferdchen wollen die retten und die Kinder gleich mit, die lernen sollen, dass man solche Tiere nicht ausbeuten darf - und dann sitzt das Spendengeld gleich dreimal so locker. Eine bessere Zukunft und Grundeinstellung für die Kinder - und direkt den armen Pferden helfen, die wirklich ausgebeutet werden. Laut den Tierrechtlern ja überall, denn artgerecht ist nur die Freiheit und so …
Wie harmlos sie auch wirken, wenn sie sich um solche Dinge Gedanken machen. Dabei ist an diesem Verein nichts harmlos und wer sich einmal durch die unheimlichen Seiten davon im Internet klickt, versteht schnell, was gemeint ist. Sind doch gar nicht radikal und so - sie wollen doch nur, dass arme Karussel-Pferde nicht vom Menschen ausgebeutet werden. Ach, so, außerdem haben sie nicht so wirklich daran Interesse, Tiere zu vermitteln, zu pflegen oder ihnen zu helfen. Sie wollen auch gar nicht, dass Tiere bei euch leben. Sie geben sich harmlos - mit solchen Quatschforderungen. Aber sie verfolgen eine Agenda. Und die ist nicht tierfreundlich. Kein bisschen.
Foto: Wäre manchmal gerne ein Karussel-Pferd.