Aus der Geschichte des Tischtennisvereins Auggen
Im Jahr 1968 begannen einige Mitglieder des Turn-und Sportvereins Auggen, des damals einzigen Sportvereins im Dorf, mit Tischtennisspielen. Bald kamen weitere Mitspieler hinzu und es bildete sich ein fester Kreis von spielbegeisterten Tischtennisfreunden. Sie wurde von den Spielern aus eigener ...Tasche bezahlt und man spielte in der Werkstatt der
ehemaligen Schreinerei Häuber in der Ochsengasse. Die Idee einer eigenen Abteilung im Turn-und Sportverein (kurz TuS) war bald geboren und so stellten Hans Heß, Hans Grießhaber, Peter Künze, Viktor Schulz, Günter Engel und Jochen Schykowski bereits am 15.10.1968 bei einer Sitzung des TuS im Gasthof Bären den Antrag auf Gründung einer eigenen Abteilung, einer Tischtennisabteilung. Die Resonanz bei den übrigen TuS-Mitgliedern war im Großen und Ganzen positiv, man stimmte dem Antrag vorläufig zu. Die endgültige Zustimmung erfolgte dann im Frühjahr 1969 auf der Generalversammlung des TuS. Allerdings klingt den Gründungsvätern des Tischtennis in Auggen noch heute eine kritische Stimme besonders in den Ohren..."da könnten wir ja auch einen Hundeverein gründen." Die Initiatoren der Abteilungsgründung veranstalteten nun eine erfolgreiche Werbekampagne und konnten im Frühjahr 1969 bereits über 50 Mitglieder verbuchen, darunter viele Jugendliche. Trainiert wurde zweimal in der Woche, allerdings unter schwierigen Bedingungen. In der Werkstatt der ehemaligen Schreinerei war nur für eine Tischtennisplatte Platz und manchmal musste schon die alte Hobelmaschine als zweite Platte ersatzweise erhalten. Das Problem eines geeigneten Raumes für das Training und für die Spiele mit anderen Mannschaften sollte die junge Tischtennisabteilung noch lange begleiten. Der weitere Ausbau der Auggener Winzerhalle mit einer Mehrzweckhalle für den Sport sollte schon im Frühjahr 1969 erfolgen, zog sich aber noch lange hin. Die Gemeinde kämpfte aber schon damals mit einem ständigen Begleiter allen kommunalen Handelns in Auggen, mit der Finanznot. mit dem Bürgersaal oder mit dem großen Raum des evangelischen Gemeindesaals für Training und Punktespiele begnügen. Der Bürgersaal wurde auch von den Turnern benutzt, dann natürlich von der Gemeinde für Versammlungen und festliche Anlässe und dann auch noch vormittags von der Schule für die 9. Hauptschulklasse. Verständlich, das es dabei immer wieder zu Klagen und Reibereien mit der Gemeindeverwaltung kommen musste, Anträge auf Überlassung des Bürgersaals zum Training und Ablehnung durch die Gemeinde wechselten in bunter Folge einander ab. Am 7.02.1969 fand die erste Hauptversammlung der Tischtennisabteilung im Gasthaus zur Sonne statt. Auf der Tagesordnung standen u.a. die Festlegung des Gründungstages, die Wahl des Vorstands der Abteilung und die Aufnahme in den Südbadischen Tischtennis-Verband. Als Gründungstag wurde offiziell der 1.Januar 1969 festgelegt. Gewählt wurden als 1. Abteilungsleiter Hans Heß, als 2.Abteilungsleiter Hans Grießhaber, als Schriftführer Jochen Schykowski und als Kassenwart Peter Künze. Als Trainer und Jugendleiter stellten sich Viktor Schulz, Jochen Schykowski und Peter Künze zur Verfügung. Die Aufnahme in den Verband wurde im April beantragt und erfolgte dann offiziell zum 1.Juli 1969 für eine Aufnahmegebühr von 20DM. Die Abteilung nahm dann zum ersten Mal an der Verbandsrunde 1969/70 mit einer Jugend-u. Herrenmannschaft teil. Die Herren spielten mit Peter Kunze, Wolfgang Kappas, Kurt Leininger, Viktor Schulz, Hans Hess, Hans Grießhaber und Gustav Schopferer. Mit 6:16 Punkten waren sie zwar nicht besonders erfolgreich, aber keineswegs nur Punktelieferant für die anderen Mannschaften. Die Jugendmannschaft spielte mit Wolfgang Leininger, Alex Kunz, Walter Grießhaber, Horst Dreher, Christian Geugelin und Volker Kiefer und war gleich sehr erfolgreich mit einem 4.Platz von 11 Mannschaften in ihrer Staffel. Neben dem Tischtennissport beschäftigte ein anderes Thema in jenen Tagen im Frühjahr und Sommer 1970 die Gemüter. Es ging um die Verteilung der Mitgliedsbeiträge und Überschüsse aus Veranstaltungen und Feiern im TuS. Zwischen Turnern, Fußballern und Tischtennisspielern gab es um die gerechte Verteilung der Gelder immer wieder Diskussionen und teilweise heftige Meinungsverschiedenheiten. Man führte schließlich eine groß angelegte Mitgliederbefragung durch und bestimmte demgemäß die prozentualen Anteile der drei Sparten. Dabei ergab sich folgende Verteilung: Turnen 60%, Fußball 25% und Tischtennis 15%.
1971 veranstaltete die TT-Abteilung zum ersten Mal ein Tischtennis-Jedermann-Turnier. Damit machte man auf den Tischtennissport in Auggen aufmerksam und gewann immer wieder neue aktive Mitglieder. Die Abteilung unter der Leitung von Hans Heß wuchs allmählich weiter und man konnte ab Herbst 1973 endlich auch die Verbandspiele in dem für den Sportbetrieb umgebauten östlichen Teil der Winzerhalle durchführen. Endlich konnten die Tischtennisspieler in einer ausreichend großen Halle an vielen Platten gleichzeitig trainieren und spielen. Allerdings ließ die auch heute noch schwach ausgeleuchtete Halle bei den Tischtennisspielern nicht gerade Euphorie aufkommen. Vor allem die jahrelange Praxis mit dem Einwerfen von 2DM-Münzen für das Licht ließ zu später Stunde vor allem bei Punktspielen immer wieder lautstarken Mißmut aufkommen, wenn das Lichtgeld alle und die Halle plötzlich in Dunkelheit gehüllt war. Für diese meist zur Unzeit auftretenden dunklen Zwangspausen war die Auggener Halle viele Jahre lang bei Markgräfler Tischtennisspielern berüchtigt. Hans Hess - Urvater des Tischtennis in Auggen
Neben den sportlichen Aktivitäten war Abteilungsleiter Hans Heß stets bemüht auch die Kameradschaft und das gesellige Miteinander zu fördern und zu pflegen. Die Abteilung unternahm vom 22. bis 24.Juni 1973 ihren ersten Ausflug nach Gries am Brenner, dem 7 Jahre später 1980 ein zweiter folgen sollte. Es wurden Kontakte zu anderen Vereinen geknüpft, so war der Tischtennisclub Benzingen im Herbst 1974 in Auggen zu Gast und ein Jahr später traf man sich im Juni1975 in Benzingen zu Freundschaftsspielen und geselligem Miteinander. Ab 1972 veranstaltete die Abteilung jedes Jahr zur Faschingszeit eine zünftige "Tischtennisfasnet"im Gasthaus zur Sonne
In der Saison 71/72 konnte die Abteilung eine zweite Herrenmannschaft melden und eine Saison später eine zweite Jugendmannschaft. Die erste Jugend war damals recht stark und spielte in der Bezirksklasse Süd mit den Spielern Christian Geugelin, Frieder Hauri, Günter Groß und Christel Auweder. Im Oktober 1973 richtete die Abteilung die Bezirks-Jugend-Einzelmeisterschaften in der Winzerhalle aus. In der Saison 73/74 gelang der 1.Herrenmannschaft mit den Spielern Roland Blum, Jochen Schykowski, Viktor Schulz, Christian Geugelin, Frieder Hauri und Günter Groß der Aufstieg in die B-Klasse. Die Mannschaft hatte im dieser Saison hervorragend gespielt und kein einziges Spiel verloren. Mit den Spielern Geugelin, Hauri und Groß waren zu Saisonbeginn 3 Spieler aus der Jugend in die 1.Mannschaft gekommen und hatten für eine deutliche Verstärkung gesorgt. Die erste Jugendmannschaft war in der Saison 74/75 trotz des Abgangs ihrer drei besten Spieler immer noch eine starke Mannschaft und belegte mit Zlatko Vele, Erwin Lange, Uwe Kaufeld, Kurt Häfelinger, Gerhard Lang und Martin Pfunder den 4.Platz in der Verbandsliga. Die Herren konnten da nicht mithalteni die 1.Mannschaft entging 1974/75 als Vorletzter in der B-Klasse nur durch eine Neueinteilung der Staffeln dem Abstieg und auch die 2.Mannschaft glänzte in der C-Klasse nur als Schlußlicht. Mit der Verpflichtung von Hans-Volker Riederer aus Britzingen als Trainer hoffte der Verein für die kommende Saison eine Verbesserung zu erreichen. In den beiden folgenden Jahren konnte sich die 1.Mannschaft in der B-Klasse halten, aber in der Saison 77/78 war der Abstieg in die C-Klasse nicht mehr zu verhindern. Die Abteilung konnte sich aber damit trösten, dass einige talentierte Jugendspieler herauswuchsen, die die 1. Mannschaft bald verstärken würden. Kurt Leininger leistete in dieser Zeit eine gute und erfolgreiche Jugendarbeit, was sich auch im Aufstieg der 1.Jugendmannschaft in die Bezirksklasse zeigte. Diese Mannschaft belegte nach der Vorrunde 1979 mit den Spielern Martin Krumm, Hans Jochen Geugelin, Friedhelm Wenger und Karl Frieder Müller einen hervorragenden 2.Platz. Inzwischen spielte die Abteilung mit fünf Mannschaften in der Verbandsrunde und hoffte mit dem neuen Spielertrainer Manfred Strossner die starke 1.Mannschaft bilden zu können. Dies wurde dann auch erreicht und am Saisonende hatte Auggen wieder eine Mannschaft in der B-Klasse. Die Leitung der Abteilung Wohl und Wehe des Vereins, hatte nach wie vor Hans Heß in festen Händen. Er kümmerte sich unermütlich um nahezu alle Belange der Tischtennisabteilung, vor allem war er stets um eine ausreichende finanzielle Basis des Tischtennis in Auggen besorgt. Neben den Einnahmen durch die Mithilfe der Abteilung bei Veranstaltungen und Festen in Auggen organisierte er seit 1978 das "Auggener Weinpreiskegeln", das bis 1982 fünfmal stattfand und dem Verein vor allem in den ersten Jahren einen erheblichen finanziellen Zuwachs brachte. In der Saison 1979/80 spielte Auggen I in der B-Klasse wunschgemäß die erste Geige in seiner Staffel, mußte sich dann aber gegen Saisonende noch mit der starken Mannschaft von Münstertal I in einem entscheidenden Spiel messen. Dieses Spiel wurde in Auggen nach langem spannenden Verlauf im 3.Satz des Schlußdoppels mit 9:7 knapp gewonnen und Auggen war damit als Meister der B-Klasse schließlich am Saisonende in die A-Klasse aufgestiegen. In dieser Mannschaft spielten Manfred Strossner, Martin Krumm, Roland Blum, Günter Groß, Werner Huttinger und Kurt Leininger.
1982 schaffte die 2.Herrenmannschaft den Aufstieg in die B-Klasse mit den Spielern Arnold Weber, Hans-Jochen Geugelin, Hans Schillinger, Friedhelm Wenger, Peter Kunze und Helmar Flieth. In den folgenden Jahren konnte die Abteilung mit je einer Herrenmannschaft in der A-Klasse, B-Klasse und C-Klasse einen relativ hohen Standard des Tischtennissports im Dorf Auggen halten und bemühte sich mit Erfolg durch eine gezielte Jugendarbeit immer wieder gute Spieler aus der Jugend in die 1. und 2.Mannschaft zu führen. Immer wieder versuchte der Verein, Mädchen für das Tischtennis in Auggen zu begeistern, um damit die Grundlage für eine Damenmannschaft zu legen, allerdings mit mäßigem Erfolg. In der Saison 86/87 mußte die 2.Herrenmannschaft aus der B-Klasse absteigen, ein Jahr später konnte sich auch die 1.Mannschaft nicht mehr in der A-Klasse halten. Aber wieder konnte man sich mit einer starken Jugendmannschaft trösten, die mit den Spielern Björn Giesel, Dirk Weniger, Sven Nipken und Sven Sahner den 2.Platz in der Bezirksklasse einnahm. Mit 8 Mannschaften ( 4 Herren-, 2 Jugend-, 1 Mädchen- und 1 Schülermannschaft ) nahm der Verein 1987/88 an den Verbandsspielen teil und war damit in eine beachtliche Größenordnung hineingewachsen. TTV Auggen 1987
Das Jahr 1987 brachte einige entscheidende Änderungen für die Abteilung Tischtennis im TuS Auggen. Der Turn-und Sportverein mit seinen drei Sparten Turnen, Fußball und Tischtennis musste sich seit Ende der 60er Jahre etwa 20 Jahre lang häufig mit einigen Problemen, die gleichsam als Dauerbrenner immer wieder die Gemüter erregten und erhitzten, beschäftigen. Dazu gehörten der Ausbau eines Teils der Winzerhalle zur Sporthalle, die Trennwand in der Halle, und vor allem die Verteilung der Mitgliederbeiträge und Einnahmen des TuS. Der langjährige 1.Vorsitzende des TuS, Werner Dreher, hat sich dabei große Verdienste erworben, wenn er immer wieder mit Besonnenheit und Geduld um Ausgleich der Interessen bemüht war. Auch sein Nachfolger Horst Andreae, der aus der Tischtennisabteilung kam und von 1978 bis 1982 1.Vorsitzender des TuS war, versuchte stets die divergierenden Strömungen im Verein zusammenzuführen und den Zusammenhalt im TuS immer wieder zu stärken. Nachdem 1977 die Abteilung Fußball aus dem TuS ausgetreten war und einen eigenen Verein gegründet hatte, folgte nun 10 Jahre später die Abteilung Tischtennis nach und gründete am 1.07.1987 einen eigenen Verein, den TTV Auggen. Neben den geschilderten Gründen waren es vor allem steuerliche Überlegungen, die die Mitglieder der Tischtennisabteilung zu diesem Schritt veranlaßten. Gleichzeitig mit dieser Vereinsgründung vollzog sich ein Wechsel im Vorstand. Abteilungsleiter Hans Heß, trat nach 19 Jahren ins zweite Glied zurück und Kurt Leininger, der schon viele Jahre an verantwortlicher Stelle in der Abteilung mitgewirkt hatte, wurde 1.Vorsitzender.1990 schließlich trat Hans Heß auch als 2.Vor-sitzender,vor allem aus gesundheitlichen Gründen zurück. Mit seinem Namen sind 22 Jahre Tischtennis in Auggen verbunden und der Verein ernannte Ihn am 17.11.1990 zum Ehrenvorsitzenden. Zum gleichen Zeitpunkt wurde Prof.Dr. Horst Andreae als ehemaliger 1.Vorsitzender des TuS und Kulturwart beim TTV Auggen zum Ehrenmitglied ernannt. Die Zeit 1990/91 sollte zum bisher schwierigsten Zeitraum für den TTV Auggen werden. Eine teilweise recht ausgeprägte Gleichgültigkeit gegenüber Belangen des Vereins,verbunden mit einer zu starken Betonung persönlicher Interessen machte sich im Verein breit. Der 1 Vorsitzende Kurt Leininger fand zu wenig Unterstützung bei seiner Arbeit und stellte schließlich sein Amt zur Verfügung. Nach wochenlanger Unklarheit über den weiteren Fortbestand des Vereins erklärte sich schließlich Helmar Flieth bereit, den 1.Vorstandsposten zu übernehmen. Eine bessere Verteilung der anfallenden Arbeit im Vorstand und die Bereitschaft einer Reihe von Mitgliedern, verstärkt an verantwortlicher Stelle mitzuarbeiten, sollte damals als Fundament für eine erfolgreichere Vereins- & Vorstandsarbeit dienen. Glücklicherweise gelang es damals Helmar Flieth, eine Vorstandsmannschaft um sich zu versammeln, die ihn unterstützte und es ihm ermöglichte, sich auf die eigentlichen Aufgaben eines Vorstandes zu konzentrieren, nämlich die Repräsentation des Vereins nach aussen gegenüber anderen Vereinen und der Gemeinde, was für einen Nicht-Auggener Pädagogen wie Helmar Flieth wahrlich keine einfache Aufgabe war. Trotzdem fand er immer wieder Zeit, den Auggener Verein sicher zu führen und neue Ideen ins Vereinsleben zu integrieren, so sind alle Auggener Nicht-Rauchenden-Tischtennisspieler noch heute über den Beschluss dankbar, der jegliches Rauchen an Sitzungen des TTV Auggen verbietet !! Auch sportlich ging es unter der Ära Flieth endlich wieder bergauf mit dem TTV. So hatte man mit Dirk Weniger, Markus Armbruster oder Sven Nipken einige junge, hungrige Spieler, auf die man eine langfristige, sportlich erfolgreiche Zukunft aufbauen wollte. Dazu gesellte sich mit Helmut Fiebig ein erfahrener, höherklassiger Spieler, der als Spielertrainer die Mannschaft formen und zum Erfolg führen sollte. Und tatsächlich gelang der I Mannschaft in der Saison 1993/94 endlich wieder der Aufstieg in die Kreisklasse A, nachdem man jahrelang im oberen Drittel der Kreisklasse B gespielt hatte. Im den Folgejahren entwickelte sich eine erste Mannschaft, die Ihr potential immer besser ausschöpfen konnte und somit zu einer festen, langfristigen Grösse in der Kreisklasse A wurde. Diese Erfolge spiegelten sich einige Jahre auch in den unteren Mannschaften wieder, die Zweite Mannschaft stieg in die Kreisklasse B und konnte sich dort einige Jahre erfolgreich halten und die dritte Mannschaft spielte teilweise sogar um den Aufstieg in der Kreisklasse C mit. Auch finanziell konnte man damals noch von „goldenen Zeiten“ sprechen. Veranstaltungen wie die „Auggener Mobildiscos“ spülten dem Verein genügend finanzielle Mittel in die Vereinskassen, was sich auch im gesellschaftlichen Vereinsleben zeigte. So waren Zwei-Tagesausflügen, zum Beispiel nach Frankreich, nach Nürnberg oder in die schweizer Alpen damals Gang und Gäbe und boten den Mitgliedern des TTV´s unvergessliche Erlebnisse, zum Beispiel die Badeerlebnisse eines Erwin Lange, der aufgrund eines Wetteinsatzes über 100 DM seine Unerschrockenheit bewies und nur mit einer Unterhose bekleidet zur Belustigung aller Ausflugsteilnehmer sich mit seiner vollen Männlichkeit in einen eiskalten Gebirgsfluss legte. Im Jahre 1997 schied Helmar Flieth aus seinem Amt aus und so übernahm Arnold Weber die Geschicke des Vereins als erster Vorstand. Auch er hatte zuverlässige Vorstandshelfer um sich geschart, für die es selbstverständlich war, die Aufgaben zu teilen und so ihren ersten Vorstand zu entlasten. Sportlich war diese Zeit jedoch nicht einfach zu bewältigen und zeigte somit ein ständiges Auf- und Ab. Durch den Weggang von Spielern, die den Verein getragen hatten, kam man sportlich des öfteren ins Schleudern. So konnte die erste Mannschaft nur mit grosser Mühe die Klasse halten und die zweite Mannschaft musste wieder einmal den Gang in die Kreisklasse C antreten. Die I Mannschaft des Vereins, die in der Zwischenzeit durch den Weggang von jungen Talenten wie Dirk Weniger, Dieter Peise oder Martin Vögtler wieder auf altbwährte Kräfte wie Arnold Weber oder Jürgen Babel vertraute, konnte jedoch mehrere Jahre trotz teilweise übermächtiger Konkurrenz mit Kampfkraft und mannschaftlicher Geschlossenheit die Klasse halten und sorgte somit dafür, dass der Verein in dieser schwierigen Zeit sportlich nicht gänzlich auseinanderbrach. Im Jahre 2004 stand der nächste Vorstandswechsel an, nachdem Arnold Weber nach 7 Jahren seinen Posten zur Verfügung stellte. Seitdem leitet Erwin Lange mit grossem Engagement und Enthusiasmus den TTV Auggen. So wurden seitdem etliche Vereinsprojekte ins Leben gerufen, um den Verein sportlich und gesellschaftlich nach vorne zu bringen. Dies waren zum Beispiel der Aufbau und Integration einer Freizeitgruppe in den Trainingsablauf des Vereins, die Gestaltung des Internetauftritts oder aber der Aufbau einer Vereinszeitschrift, welche Sie gerade in den Händen halten. In der Saison 04/05 konnte die erste Mannschaft in der Besetzung Harald Glaser, Tobias Hofmann, Markus Armbruster, Jürgen Müller, Jürgen Babel und Arnold Weber aufgrund einer neuen Staffeleinteilung in die Bezirksklasse aufsteigen. Auch die zweite Mannschaft erreichte einen Aufstiegsplatz in der C-Klasse und stieg in die Kreisklasse B auf. Und erfreulicherweise hielt der Auggener Höhenflug an. Nachdem die erste Mannschaft mit Dirk Weniger, der nach etlichen Jahren in der Landes- & Verbandsliga in seinen Heimatverein nach Auggen zurückkehrte, sowie dem „alten Hasen Franz Bold“ enorm verstärkt wurde, konnte man im direkten Anlauf den nochmaligen Aufstieg schaffen und fand sich plötzlich in der Bezirksliga des Bezirks Breisgau wieder. Von den Neuzugängen der ersten Mannschaft profitierten natürlich auch die unteren Mannschaften. So konnte in der Saison 2005/2006 nicht nur die erste, sondern vielmehr auch die zweite Herrenmannschaft in die Kreisklasse A aufsteigen. Mit zwei Aufstiegen war diese Saison 2005/2006 damit die sportlich erfolgreichste in der Auggener Vereinsgeschichte. Doch es spricht für die Auggener, dass man sich nicht mit dem Erreichten zufrieden gab, wollte man doch spätestens zum 40-jährigen Vereinsjubiläum im Jahre 2009 die erste Herrenmannschaft als überregionale Landesligamannschaft präsentieren. Im ersten Anlauf, der kommenden Saison 2006/2007, verfehlte man dieses Ziel dann auch nur denkbar knapp. Nach spannender und spielerisch ansprechender Spielrunde wurde man am Saisonabschluss schliesslich Viezemeister und musste leider der Mannschaft von 1844 Freiburg den Aufstieg in die Landesliga überlassen. Trotzdem war auch dies ein sportlich sehr positives Jahr, konnte doch die zweite Herrenmannschaft als Aufsteiger den nicht unbedingt zu erwartenden Klassenerhalt schaffen sowie die dritte Mannschaft sogar den Aufstieg in die Kreisklasse B schaffen, für welche sich zuvor noch nie eine dritte Auggener Mannschaft qualifizieren konnte. In der darauffolgenden Saison, der vergangenen Spielrunde 2007/2008, war es dann endlich soweit. Das lange zuvor gesteckte Ziel konnte endlich erreicht werden: Der TTV Auggen steigt in die südbadische Landesliga auf, ein für viele Auggener Tischtennisspieler nicht für möglich gehaltenes kleines Tischtenniswunder. Ermöglicht wurde dies durch die Spieler Weniger, Glaser, Boldt, Armbruster, Fedder und Babel, die in der vergangenen Spielrunde 2007/2008 den zweiten Tabellenplatz errangen konnten, welcher zum Aufstieg in die Landesliga berechtigte. Erfreulich ausserdem, dass sowohl die zweite als auch die dritte Herrenmannschaft ihre Klasse halten konnten und sogar eine fünfte Mannschaft am aktiven Spielbetrieb gemeldet werden konnte. Gesellschaftlich hatten die Auggener Tischtennisspieler stets ihren Spass. Weihnachtsfeier und Sommerfest hatten im jährlichen Kalender des Vereins längst ihren festen Platz gefunden, aber auch sonst liess man sich zur Belebung des gesellschaftlichen Vereinslebens immer wieder etwas neues einfallen, seien es Ausflüge zu den befreundeten Tischtennisvereinen in Hattersheim oder Dichtelbach, Wanderungen und Fahrradtouren oder aber kulinarische Streifzügen zu polnischen Krautwickel und Düsseldorfer Altbier an der längsten Theke der Welt. In der darauffolgenden Saison 2008/2009 bekamen die Spieler der ersten Mannschaft dann jedoch sehr deutlich zu spüren, dass in der Tischtennis Landesliga ein ganz anderer sportlicher Wind wehte. Obwohl die Mannschaft mit Peter Vaverka, Sven Seufert und zur Rückrunde mit dem aus Bad Krozingen gekommenen jungen Talent Patrick Lauth erheblich verstärkt wurde, fand man sich von Anfang der Spielrunde an am Tabellenende wieder und musste nach einer sehr enttäuschenden Saison wieder zurück in die Bezirksliga absteigen. Trotzdem gab es auch in dieser Spielzeit erfreuliches, konnte der Verein doch im April 2009 sein 40-jähriges Vereinsjubiläum feiern. Zusammen mit über 100 Gästen aus anderen Vereinen sowie Auggener Bürgern verbrachten die Auggener Tischtennisspieler einen geselligen Abend an welchem das in den vergangenen 40 Jahren Erlebte nochmal aufbereitet wurde und Dank der eingerichteten Bar bis spät in die Nacht gefeiert wurde. Der Abstieg aus der Landesliga entmutigte die Mannen der ersten Herrenmannschaft um Kapitän Dirk Weniger keineswegs. Mit Markus Beissert kam ein verbandsliga-erfahrener Spieler nach Auggen, der den Weggang von Spielertrainer Vaverka kompensierte und für die Stimmung in der Truppe sehr förderlich war, so wurde vor dieser Spielrunde 2009/2010 der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga angepeilt. Patrik Lauth, Harald Glaser, Markus Armbruster und Sven Seufert komplettierten die Truppe. Als dann zu Beginn der Rückrunde der oberligaerfahrene Ingo Lang aus Eichsel noch zu den Auggenern stiess war der Aufstieg nur noch Formsache, der direkte Wiederaufstieg in die Landesliga war geschafft. Welch sportliches Potential in der Truppe steckte zeigte sich auch im Pokalwettbewerb des Jahres 2009/2010 bei welchem man sich über die Ausscheidungsturniere auf Bezirks- & Verbandsebene sogar für die Deutsche Pokalmeisterschaft in Köln qualifizieren konnte. Und die Auggener wären nicht die Auggener, wenn daraus nicht auch ein gesellschaftliches Highlight gemacht worden wäre! So traten die Pokalhelden ihre Reise ins ferne Köln nicht etwa alleine an, vielmehr wurden sie von einer ca. 18 köpfigen Fan-Schar begleitet, welche die Auggener Tischtennisspieler nach vorn peitschten und gleichzeitig einen schönen Vereinsausflug fern der Heimat erlebten
Und auch die unteren Auggener Mannschaften profitierten von den sportlichen Höhenflügen des TTV Auggen. Die zweite Mannschaft hatte sich mittlerweile als feste Grösse in der Kreisklasse A etabliert und „schielte“ vorsichtig in Richtung der oberen Tabellenränge, die dritte Mannschaft hielt sich ohne Probleme in der Kreisklasse B, die vierte Auggener Herrenmannschaft konnte durch gute Leistungen in der Kreisklasse C ihren ewigen Ruf der Viertelesmannschaft endgültig ablegen und die 5. Auggener Mannschaft etablierte sich ebenfalls in der Kreisklasse C. Doch auch ausserhalb des Sportbetriebs erlebten die Auggener Tischtennisspieler in dieser Saison ein turbulentes Jahr. So gab es im Juni 2010 wieder einmal einen Vorstandswechsel, zum neuen 1. Vorsitzenden wurde Markus Armbruster gewählt, der sein Amt als Nachfolger von Erwin Lange antrat und diesen sogleich in den Stand der Ehrenvorstände erheben durfte. Desweiteren wurde kurz vor Beginn der Runde, im August 2009, die alte Auggener Winzerhalle abgerissen, die Auggener Tischtennisspieler verloren ihre angestammte Tischtennisheimat. Zwar hatten die Vereins-Verantwortlichen mit der Müllheimer Kreissporthalle und der kleineren Vögisheimer Sporthalle sehr bald eine vorübergehende Ersatzheimat gefunden, jedoch stand man vor grossen organisatorischen Hürden, angefangen mit dem Umzug aller Sportgeräte in zwei neue Hallen, über die Organisation des gesellschaftlichen und sportlichen Vereinslebens über mehr als 17 Monate hinweg bis hin zum neuerlichen Umzug des Sportgeräts in die im Januar 2011 fertiggestellte neue Auggener Sonnberghalle, der neuen Heimat des Vereins. Doch blickt man auf das Ende dieser schwierigen Zeit, kann man feststellen dass der TTV Auggen diese ohne grössere Blessuren gut überstand, konnte man doch die Mitgliederzahlen im Erwachsenenbereich sogar noch steigern, und sportlich gesehen stand mit dem Wiederaufstieg der ersten Mannschaft ein wiederum sehr erfolgreiches Jahr zu Buche. Einige der Auggener Mitglieder hatten sogar ernsthafte Probleme sich im Januar 2011 von ihrer liebgewonnenen sportlichen Wahlheimat zu trennen, so fühlte man sich doch gerade in der als durchaus heimelig, ja gar als kuschelig zu bezeichnenden Vögisheimer Sporthalle äusserst wohl und verbrachte einige sehr gesellige Abende und Nächte bei einem zünftigen Wurstvesper mit dem dortigen Vereinsheimwirt, zum dem seit dieser Zeit bis heute noch intensive gesellschaftliche Kontakte bestehen. Doch nun weiter in der sportlichen Entwicklung der Vereinsgeschichte. Nach dem Wiederaufstieg in die Landesliga war es natürlich das Ziel der ersten Mannschaft in der folgenden Saison 2010/2011, dieses Mal den Klassenerhalt zu schaffen und das „Abenteuer Landesliga“ am Leben zu halten, zumal mit Aaron Müller ein weiterer Neuzugang für die Auggener um Punkte kämpfte. Und siehe da, die Saison verlief für die erste Mannschaft noch besser als erwartet, und so stand man bei Rundenschluss auf einem erstaunlichen vierten Tabellenplatz, gerade einmal zwei Punkte hinter dem Vizemeister aus Weisweil. Im Sog dieses Erfolges wurden auch die unteren Mannschaften mitgerissen. So verpassten die zweite Mannschaft als Tabellendritter sowie die dritte Mannschaft als Vizemeister die Aufstiegsränge ihrer Spielklassen nur denkbar knapp. Noch besser machte es die vierte Auggener Mannschaft, die ihre so erfolgreiche Saison auf einem Aufstiegsplatz in der Kreisklasse C beendete. Die lange Jahre als Auggener Viertelesmannschaft belächelte Truppe, die stets das Tabellenende ihrer Staffel zierte, stieg in die Kreisklasse B auf – für die alteingesessenen Kenner des Vereins eine unglaubliche Geschichte !! Und noch ein Novum erlebte der TTV Auggen in dieser Saison. Aufgrund des starken Mitgliederzuwachses waren bei Bildung der Mannschaften vor der Saison tatsächlich etliche Auggener Spieler übrig, die nicht mehr in einer der 5 bestehenden Herrenmannschaften gemeldet werden konnten, und so meldete der TTV Auggen in der Saison 2010/2011 erstmals in seiner über 40-jährigen Vereinsgeschichte eine 6. Herrenmannschaft ein Spielbetrieb an und war damit einer der grössten Tischtennisvereine des Bezirk Breisgau. Diese eigentlich schon unglaubliche sportliche Entwicklung wurde in der darauf folgenden Saison 2011/2012 sogar noch übertroffen. Angeführt wieder einmal vom Flaggschiff des Vereins, der ersten Herrenmannschaft. Nach einer grandiosen Vorrunde ohne Niederlage war man bereits zum Jahreswechsel an der Tabellenspitze der Landesliga, doch was in der Rückrunde folgen sollte wird wohl immer in grosser Bestandteil der Auggener Vereinsgeschichte sein, obwohl nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Ingo Lang die Stimmung in der Mannschaft erst einmal gedrückt war. Glücklicherweise konnte mit Tobias Kern ein Verbandsligaerfahrener Spieler für die Rückrunde für das Unternehmen Aufstieg gewonnen werden, und mit diesem Motivationsschub im Rücken gab die erste Mannschaft nicht mehr einen einzigen Punkt ab und wurde überlegener Meister der Landesliga Süd. Somit ist der TTV Auggen erstmals in seiner nun 43 jährigen Vereinsgeschichte in der Tischtennis Verbandsliga vertreten, für alle Beteiligten ein schier unglaubliches Erlebnis. Die Aufstiegshelden, die dies kleine Tischtenniswunder vollbrachten, sind Ingo Lang, Tobias Kern, Patrik Lauth, Dirk Weniger, Markus Beissert, Aaron Müller und Sven Seufert. Und auch der sportliche Unterbau des TTV Auggen kann sich nach der Saison 2011/2012 durchaus sehen lassen, denn auch die zweite Herrenmannschaft schaffte den Aufstieg von der Kreisklasse A in die Bezirksklasse, diesen Erfolg erreichten Sven Seufert, Harald Glaser, Markus Armbruster, Jürgen Babel, Matthias Weniger, Roland Schneider sowie Arnold Weber. Darüber hinaus hat man mit der dritten und vierten Mannschaft noch immer zwei Mannschaften, die in der Kreisklasse B vertreten sind, mit der fünften Mannschaft einen Vertreter in der Kreisklasse C sowie mit der 6. Mannschaft einen Vertreter in der Kreisklasse D.Äusserst erfreulich war in der Saison 2011/2012 ausserdem, dass man nach langen Jahren der Abstinenz endlich auch wieder einmal mit einer Damenmannschaft vertreten war, die sich in der Damen Bezirksklasse sehr achtbar mit einem 4. Platz präsentierte.Die Weichen für die Zukunft sind also sportlich und gesellschaftlich im TTV Auggen langfristig auf „Vorfahrt“ gestellt, und so sind wir zuversichtlich, auch in den kommenden Jahren viel positives über den TTV Auggen berichten zu können.