07/07/2026
Vereinsmeisterschaften 2026: viel Spaß + ein bisschen Sport
Das war Pech mit dem Wetter: starker und sehr böiger Wind ließ uns die Entscheidung treffen, die Vereinsmeisterschaften eben nicht als Flugwettbewerb auszutragen, sondern mit einem Ground Handling-Parcours. Unter fachkundiger Anleitung von Ground Handling-Guru Peter Cröniger bauten Thomas Fey und Flo Erbe einen Slalomparcours am Landeplatz am Aschauer Hochseilgarten auf. Kleines Problem am Rande: das Gras stand so hoch, dass so mancher Teilnehmer Orientierungsprobleme hatte, weil die Pylone nicht zu sehen waren. Jeweils zwei Piloten traten gegeneinander an, starteten im Le Mans-Start (kurzer Sprint zum Schirm und dann Einhängen) und versuchten dann, den Slalomkurs möglichst schnellstmöglich zu bewältigen. Der Schirm musste dabei in der Luft sein – was bei den umlaufenden Winden gar nicht so einfach war. Der Sieger kam in die nächste Runde, wobei sich Peter Cröniger ein erbarmungsloser Schiedsrichter erwies.
Wegen einer krummen Teilnehmerzahl gab es auch so etwas wie ein „Sechstelfinale“ und schließlich ein Finale mit drei Teilnehmern. Da auf dem Grill bereits das Essen fertig war und es keine drei parallelen Slalomkurse gab, fand das Grande Finale als Geradeaus-Sprint über den Landeplatz statt. Am Ende gewann Till Gottbrath hauchdünn vor Carolin Sprenger und Klaus Opperer. Carolins Leistung muss man besonders hervorheben, da sie bei jedem Durchgang von ihrem Border Collie Luna auf ungestüme Art „unterstützt“ wurde.
Flugsportlich mag man über diesen Modus die Nase rümpfen, was aber die Gaudi für Teilnehmer und vor allem Zuschauer – auch Partner, Kinder, Enkel und Zaungäste – angeht, lief es großartig. Es ist eben einfach etwas anderes, ob man direkt und live dabei ist und anfeuern kann wie bei der Fußball-WM, oder ob jeder für sich den ganzen Tag irgendwo herumfliegt. Am Ende sah man beim Grillen und dem einen oder anderen Kaltgetränk jedenfalls nur lachende Gesichter. Und darum geht es ja vor allem! 🤣😁😍🤩
Chiemgauer-Hochseilgarten