14/09/2022
Im beigefügten Text von Eva Windisch in aller Kürze ein paar wertvolle Tipps, wie man sich und seinen Hund vor falschen Ratgebern (unter denen sich u.U. leider auch einige ewig gestrige Hundetrainer/-innen befinden) schützen kann.
Wer vorgibt Hundeverhalten zu verstehen, aber dennoch mit aversiven Mitteln wie Einschüchterung, Leinenruck & Co agiert, ist ganz sicher nicht die richtige Wahl!
Die Erfahrung zeigt, dass auch geprüfte und durch Veterinärämter zugelassene Hundetrainer/-innen nicht zwangsläufig die richtige Wahl für ein Hund-Mensch-Team sind.
Viel zu oft folgen schlechte Taten den vorherigen guten Worten!
https://m.facebook.com/story.php?story_fbid=5726201037429972&id=100001203987660
Und dann hab ich meine Tierärztin gefragt, was ich gegen das Leineziehen/die Leinenaggression machen kann, und die hat mir dann geraten...“.
STOP!
Wie kann man allen Ernstes einen Tierarzt bei Problemen im Umgang mit dem Hund fragen? Ein Tierarzt ist ein Mediziner und kein Hundetrainer. Hundepsyche oder Hundeverhalten kommen im Studium nicht vor.
Oder würden Sie Ihren Hausarzt um Rat fragen, wenn Sie Eheprobleme haben?
Meine Bitte daher: Wenn Sie Probleme im Umgang mit Ihrem Hund haben, dann wenden Sie sich nicht an einen Mediziner und bitte auch nicht an ein Forum/Gruppe im Internet (dort finden Sie nur viele verschiedene Meinungen von vielen verschiedenen Menschen), sondern an einen kompetenten Hundetrainer.
Und schon kommt das große ABER: Bitte lesen Sie seine Webseite genau. Schauen Sie als erstes, ob er wirklich gewaltfrei arbeitet.
Suchen Sie verstecke Hinweise wie Rudel, Rudelführer, Wolfsverhalten, Rangordnung, Hierarchie, dann sollten bei Ihnen bereits alle Alarmglocken schrillen. Schauen Sie sich die Fotos der Hunde auf der Webseite an. Tragen Sie Halsband oder ein lockeres, gut sitzendes Geschirr?
Es geht hier immerhin um ein lebendes, fühlendes Familienmitglied und nicht um einen Gegenstand, der zum Funktionieren gebracht werden muss. Wenn Sie den Trainer zu Rate gezogen haben, dann überlegen Sie, ob sie in jeder Sekunde mit Ihrem Hund in dieser Situation die Rollen tauschen würden.
Hören Sie bitte auf Ihr Bauchgefühl, Ihr Herz und Ihren gesunden Menschenverstand. Bedenken Sie dass sich JEDER Hundetrainer nennen darf. Dieser Beruf ist nicht geschützt.
Eva Windisch
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