20/07/2025
Thüringer Kegler dominieren die 42. Deutschen Meisterschaften
(UH) Vom 18.-20.Juli 2025 fanden die 42. Deutschen Meisterschaften im Kegeln Classic des Deutschen Behinderten Sportverbandes in Weinheim statt. Thüringen stellte 9 Starterinnen und Starter in den Wettkampfklassen 5, 6a und 6b sowie in den WK 8 (mentale Behinderung), WK 2 (körperbehindert) und WK 7 (Rollstuhlsportler)insgesamt noch 8 Sportler. Traditionell starten die Sehbehinderten und Blinden am 1.Tag mit den Einzelwettkämpfen und am Nachmittag folgen die Mannschaftsbewerbe. Gleichzeitig starten die mental Behinderten mit Ihrem Mannschaftswettbewerb bevor am 2.Tag die Einzel auf dem Plan stehen und die Körper- und mehrfach Behinderten in das Turnier eingreifen. Gleich im ersten Durchgang gelang es Simone Himmel-Münch (Arnstadt)in der WK6a-stark sehbehindert, mit 540 Holz Annett Selle (Magdeburg) 527 hinter sich zu lassen und konnte sich bereits über einen Podiumsplatz freuen. Doch welcher würde es sein? Susanne Henning (Arnstadt) als amtierende Meisterin bei den stark sehbehinderten Keglerinnen (WK6a) war die letzte Starterin. Gesundheitlich stark angeschlagen, startete sie gewohnt stark musste dann aber auf der letzten Bahn Ihrer Verfassung Tribut zollen, kam auf 547 zu Fall gebrachte Kegel und konnte die 562 von der neuen Deutschen Meisterin Gabi Behrendt (Magdeburg) nicht angreifen. Zu gleicher Zeit startete Klaus-Dieter Wolf (KuF Ichtershausen) in der Klasse WK 6a Senioren. Er durfte sich als neuer Deutscher Meister mit 468 Holz feiern lassen. Dieter Klopfleisch aus Jena startete in der WK 5Senioren (vollblind) und konnte ebenfalls mit 444 den Meistertitel erreichen. In der WK 5 Master erwischte Dennis Ring (Ichtershausen) einen Sahnetag und spielte mit 459 sein bestes Ergebnis ever. Leider konnte er nicht alle Würfe setzen, da die Zeit nicht reichte. So wurde es der Vizemeister, 2 Holz hinter dem Deutschen Meister Frank Grunert 461 aus Chemnitz. Auch die Seniorinnen wollten es an dem Tag wissen. Adelheid Rother (Ichtershausen) erspielte 451Holz und konnte 2Holz Vorsprung sichern vor Christine Schoffer (Dresden) und Karla Hofmann (Ichtershausen) vervollständigte das Podium mit 414 zu Fall gebrachten Kegeln. Auch Karin Nosseck (Jena) spielte stark und wurde in der WK 6a Seniorinnen Deutsche Meisterin. Letzter Starter am Vormittag war dann Matthias Wachsmuth (Ichtershausen), der in der WK 6b -sehbehindert startete. Er duellierte sich mit Roland Allgaier aus Aulendorf und konnte lange Zeit mithalten. Am Ende belegt er Platz 2 mit starken 570 Holz hinter Roland, der 599 Kegel fielen ließ.
Mannschaftstitel bleiben in Thüringen
Nach der Siegerehrung starteten die Mannschaftswettbewerbe der mental Behinderten und Sehbehinderten. Susanne wollte der Mannschaft helfen und startete mit starken 558, brachte die Mannschaft so auf Platz 3. In den Mannschaftswettbewerben muss immer ein vollblinder Spieler stehen und die Reihenfolge bestimmen die Mannschaften individuell. Dadurch entwickeln sich spannende Auseinandersetzungen, auch taktisch geprägt. Nachdem Klaus-Dieter als 2. 487 in die Wertung brachte war der 3. Platz abgesichert. Adelheid Rother, 462 als 3. Starterin für die Auswahl Thüringen konnte den Rückstand verkürzen. Lok Chemnitz führte mit 1533 vor Magdeburg mit 1515 und unserer Mannschaft mit 1507. Auf Platz 4 lag Wolfen I mit 1491 Holz. Während Chemnitz einen vollblinden Starter am Schluss aufgestellt hatte, Magdeburg mit einem stark sehbehinderten Spieler, hatten Thüringen und Wolfen ihre stärksten Spieler auf der Platte. Während Matthias gewohnt stark 562 Holz in die Wertung bringen und Roland Bartel für Wolfen mit 569 den Rückstand nur minimal verkürzen konnte, waren für Magdeburg die 547 von Jürgen Bethge und die 475 von Frank Grunert für Chemnitz nicht genug um den Vorsprung zu verteidigen. So endet die Mannschaftsentscheidung mit dem Titel für Thüringen 2069 vor Magdeburg 2062 und Wolfen 2060 Holz.
Fast unbemerkt von den Blinden und Sehbehinderten lief auf den Bahnen 1 – 4 auch der Mannschaftswettbewerb der mental Behinderten und war an Spannung kaum zu überbieten. Rositz als amtierender Deutscher Meister fand nicht richtig ins Spiel und so wurde es ein Krimi, der erst im letzten Durchgang entschieden werden konnte. Kevin Lasser als Schlussstarter konnte all sein Können in die Waagschale legen und sich gegen die Schlussstarterin von Neutraubling durchsetzen. So konnten am Ende auch die Rositzer den Titelgewinn bejubeln. Die Siegerehrungen waren dementsprechend fest in Thüringer Hand.
Tag 2 – Die Einzelwettbewerbe
Am 2.Tag startete früh Thomas Hanschke für Jena in der Klasse WK 2 Senioren. Er konnte sein bestes Ergebnis mit 360 zu Fall gebrachten Kegeln erreichen. Das war in einem sehr starken Starterfeld am Ende Platz 10. Für die Rositzer legte Manuel Furchner die Latte gleich sehr hoch. Er konnte ebenfalls seine Bestleistung mit 600 zu Fall gebrachten Kegeln erreichen und wurde am Ende Vizemeister. Thomas Enge konnte 570 Kegel zu Fall bringen und wurde 7. Kevin Lasser erreichte mit 542 Holz Platz 10 und auf Platz 11 folgt Sebastian Keiger mit 540 Holz. Dirk Nitzsche kam nicht richtig ins Spiel und beendete die DM mit 434 Holz und Platz 22. Ingolf Hänselmann als Senior konnte mit 528 Holz glänzen und sich den Vizemeistertitel sichern. Im letzten Durchgang des 2.Wettkampftages durfte Marko Friebe (Arnstadt) als Rollstuhlfahrer (WK 7) sein Können unter Beweis stellen. Er erspielte 459 Holz und konnte sich damit als Deutscher Meister krönen. Damit kann Thüringen insgesamt sehr zufrieden die 42.Deutschen Meisterschaften abschließen und nun geht der Focus bereits Richtung Beginn der Landesmeisterschaften am 23.08. in Weimar-Schöndorf.
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