16/07/2024
Pleiten, Pech und Pokal – ein Wochenende mit der K-Wagen Schmiede
Wir sind frisch zurück von unserem Wochenende im geliebten Lohsa. Heimrennen quasi und man genießt das wirklich, wenn Freunde und Familie auch mit an der Rennstrecke stehen. 4 von uns mussten sich allerdings auch etwas aufs Rennen fahren konzentrieren, aber fangen wir wie immer nacheinander an:
#40 Lea: Nachdem wir den 50er seit dem letzten Einsatz generalüberholt haben, sollte es wieder auf die Strecke gehen. Bremse frisch revidiert, Benzinpumpe von elektrischer auf Unterdruckpumpe umgebaut und ein bisschen aufgeräumt am Auto waren die Vorzeichen eigentlich ganz gut. Die letzte Baustelle war allerdings der Vergaser, welcher natürlich nur auf der Rennstrecke abgestimmt werden kann. So ging es Samstag in die Trainings und die Verzweiflung nahm wieder zu. Egal was probiert wurde… das Ding wollte einfach nicht richtig laufen… Düsen gewechselt, Nadel hoch runter, mit und ohne Luftfilter, Ansaugflansch planen, mit Feenstaub besprühen. Man dreht sich komplett im Kreis. Zack kam unerwartet ein verstaubter Schwalbe Vergaser um die Ecke, rein in den letzten Trainingslauf und siehe da: Das Grinsen war nicht mehr aus dem Gesicht zu bekommen, die #40 läuft wie Sau. Diese Sche*** Nachbau Vergaser kannste einfach nur in die Tonne werfen. Jetzt sind wir wirklich zufrieden, es darf sich auch mal wieder für ein Rennen angemeldet werden und vielleicht verwandelt sich das Kart ja über den Winter auch nochmal.
#78 MaikMaik: Unser Methusalem (ich rede vom Kart und Fahrer) hat sich mal wieder entschlossen Rennen zu fahren und die Hochrad Klasse aufzumischen. Die Trainings liefen ohne Probleme, so dass sich Sonntag in Qualifying und das erste Rennen gestürzt wurde. Auf aussichtsreicher Fahrt dann aber das Malheur: Der Achsschenkel vom linken Vorderrad versagte seinen Dienst und schoss über den Reifenstapel… Maik und das 60 Jahre alte Kart schlitterten noch auf 3 Rädern ins Gras und damit war es aus. Nun steht eine Reparatur des Oldtimers an, aber nichts, was wir nicht wieder hinbekommen würden. Schweißgerät ist vorhanden und rangebrutzelt das Ding. Punkte gab's für die Nummer natürlich keine, so dass sich ab dann dem entspannten Teil des Sonntags gewidmet werden konnte.
#67 Marco: Das Wochenende wird offiziell ausm Kalender gestrichen, vorallem der Samstag war nur zum Vergessen. Die ganze Saison gab es ja Probleme, dass die Kette vom Ritzel gesprungen ist. Unzählige Sachen wurden gewechselt und kontrolliert, das Vertrauen in die eigenen Schrauberkünste ging verloren und alle sind verzweifelt. Im Training vor 2 Wochen lief alles perfekt und nun: 5x in der ersten Trainingsrunde ausgefallen… Eine leicht verzogene Hinterachse wurde ausgemacht und gewechselt und dann sah man die Misere: der komplette hintere Rahmen war weich, so dass sich im Schaltvorgang die Kette mit zu viel Spiel frei schwingen konnte… Riss oder Materialermüdung verbirgt sich noch unterm Pulverlack, fest steht auf jeden Fall, dass sich damit nicht mehr fahren lässt. Auf Halbgas wurden Sonntag noch 2 Rennen gefahren, im ersten Platz 8, im 2. Platz 7, auch wenn da im Regen der Spaß im Vordergrund stand. Die Frustration sitzt tief, die Saison ist gelaufen. Aber seid euch sicher, die 67 wird wieder auf die Strecke kommen. Schöner und besser als je zuvor! Jetzt heißt es Schrauben und Schweißen, Flexen und Lackieren, Bohren und Bier trinken, bis das neue Arbeitsgerät fertig ist. Wir halten euch auf dem Laufenden.
#69 Tobi: Der Lichtblick am Schmiede-Horizont! Der bis dato führende der Meisterschaft hatte Samstag keine Probleme, die Trainings liefen zufriedenstellend. Einzig die Reifenwahl wurde in Frage gestellt, aber so ging es Sonntag im Qualifying auf Platz 11 und dann in beide Rennen. Im trockenen ersten Lauf ab auf Platz 3 der Gleichmäßigkeit und dann nach einem turbulenten Vorstartbereich mit Reifenwechsel auf Regen ging es im zweiten Rennen noch einmal auf Platz 3. Gesamtrang 2 des Wochenendes, leider Platz 1 der Meisterschaft um 1 Punkt abgegeben. Spitze gemacht aber die Konkurrenz ist auch wirklich stark. Es ist also sehr eng an der Spitze und wir setzen alles daran, uns diese in 3 Wochen in Mülsen wieder zurückzuholen. Auf ihm liegt nun alle Hoffnung der Schmiede, aber wir wissen, er kann mit dem Druck umgehen.