31/05/2026
30.05.2026 Thüringer Meisterschaft in Apolda - KSC Apolda mit sechs Landesmeistertiteln
Nach längerer Pause war es endlich wieder soweit: Mit der Thüringer Meisterschaft der Altersklassen U8, U10, U12 sowie der weiblichen Schüler-, U14-, U17- und Frauenklassen richtete der KSC Apolda erstmals seit der Deutschen Meisterschaft für Länderteams 2023 wieder ein großes Turnier in einer Apoldaer Halle aus.
Entsprechend groß war die Anspannung bei den Verantwortlichen. Doch bereits am Freitagabend zeigte sich, dass das Organisationsteam bestens vorbereitet war. Um 22 Uhr stand die Wettkampfhalle vollständig bereit: Drei Matten waren verlegt und die letzten Vorbereitungen abgeschlossen. Der Blick auf die bevorstehende Landesmeisterschaft war durchweg positiv.
Am Samstagmorgen füllte sich die Dreifeldhalle am Sportpark bereits ab 7:30 Uhr mit Leben. Neben zahlreichen Helfern und Verantwortlichen trafen die ersten Mannschaften, Sportler und Kampfrichter ein. Insgesamt fanden 120 Ringerinnen und Ringer aus 14 Vereinen den Weg nach Apolda. Die weiteste Anreise nahm dabei eine Sportlerin aus Lübeck auf sich.
Pünktlich um 10 Uhr eröffneten Vereinspräsident Nick Haupt und TRV-Präsident Bela Olah die Meisterschaft. Anschließend richtete Bürgermeister Olaf Müller motivierende Worte an die Teilnehmer. Er erinnerte daran, dass bereits zahlreiche erfolgreiche Ringer ihre Karriere in Apolda begonnen hätten und vielleicht auch an diesem Tag für einige der jüngsten Teilnehmer der Grundstein für eine große sportliche Laufbahn gelegt werde.
Kurz darauf rückte das sportliche Geschehen in den Mittelpunkt. Für den KSC Apolda gingen insgesamt elf Athletinnen und Athleten auf die Matte. Besonders erfreulich war dabei, dass einige Nachwuchssportler erstmals Wettkampfluft schnupperten. Elias Scharneck, Oskar Lattermann, Paul Lüdicke und Mohammad Chugaev sammelten ihre ersten wichtigen Erfahrungen auf Landesebene und zeigten dabei bereits viel Mut und Einsatzbereitschaft.
Im weiblichen Bereich waren die Teilnehmerzahlen zwar überschaubar, dennoch konnten alle Sportlerinnen mindestens einen offiziellen Kampf oder Freundschaftsvergleich bestreiten und wertvolle Wettkampferfahrung sammeln.
Sportlich konnte der KSC Apolda ein herausragendes Ergebnis erzielen. Gleich sechs Thüringer Meistertitel gingen an die Gastgeber. Maksym Yemeliantsev, Elisabeth Bock, Emilia Bock, Helena Kösling, Eva Poluyanov und Lisa Schiller sicherten sich jeweils souverän den Landesmeistertitel.
Auch die weiteren Platzierungen konnten sich sehen lassen: Elias Scharneck und Mohammad Chugaev erkämpften sich die Silbermedaille. Magnus Haupt und Paul Lüdicke belohnten sich mit Bronze.
Besonders bemerkenswert verlief das Turnier für Oskar Lattermann. Bei seinem ersten Wettkampf überhaupt konnte er direkt zwei Siege feiern. Obwohl er aufgrund der Wertungsregelung am Ende den vierten Platz belegte, zeigte er eine starke Leistung und bewies großes Potenzial für die Zukunft.
Für den wohl spannendsten Kampf des Tages sorgte Emilia Bock. Im entscheidenden Duell um Gold traf sie auf Kaya Förtsch aus Albrechts. Beide Athletinnen lieferten sich einen hochklassigen und bis zur letzten Sekunde offenen Schlagabtausch. Keine der beiden Sportlerinnen schenkte der anderen etwas. Nach einem dramatischen Kampf stand es 11:11. Aufgrund der höheren Wertung wurde Emilia zur Siegerin erklärt und durfte sich über einen hart erkämpften Landesmeistertitel freuen.
🥇Maksym Yemeliantsev U10 40kg
🥇Eva Poluyanov U17 53kg
🥇Helena Kösling Frauen 57kg
🥇Lisa Schiller Frauen 62kg
🥇Emilia Bock Frauen 68kg
🥇Elisabeth Bock Frauen 76kg
🥈Elias Scharneck U8 33kg
🥈Mohammad Chugaev U12 58kg
🥉Magnus Haupt U10 40kg
🥉Paul Lüdicke U10 32kg
4️⃣Oskar Lattermann U10 30kg
Insgesamt bot die Meisterschaft viele spannende Begegnungen, starke Leistungen und wichtige Erfahrungen für den Nachwuchs. Besonders für die jüngsten Teilnehmer war dieser Wettkampf ein weiterer bedeutender Schritt auf ihrem sportlichen Weg.
Für einen reibungslosen Ablauf sorgte Ronny Jurke im Wettkampfbüro. Dank der hervorragenden Organisation konnte bereits gegen 15 Uhr nach der Siegerehrung mit dem Abbau begonnen werden. Um 18 Uhr war die Halle vollständig geräumt und konnte ordnungsgemäß übergeben werden.
Der KSC Apolda blickt auf eine gelungene Veranstaltung zurück. Ein besonderer Dank gilt allen Helferinnen und Helfern, sowie allen Kampfrichtern, Trainern, Eltern und Unterstützern. Ohne das Engagement jedes Einzelnen wäre die Ausrichtung solcher Turniere nicht möglich.