03/09/2026
Start beim Ötztaler Radmarathon: Hermann Löhner erneut erfolgreich im Ziel
25 Starts. 22 Finishes. Und die Leidenschaft ist ungebrochen.
Sölden/Windsbach. Ein außergewöhnliches Jubiläum konnte der Windsbacher Radsportler Hermann Löhner beim diesjährigen Ötztaler Radmarathon feiern. Der Athlet der RSG Ansbach stand bereits zum 25. Mal an der Startlinie des wohl bekanntesten und anspruchsvollsten Radmarathons im Alpenraum. Nach 227 Kilometern und vier legendären Alpenpässen mit in Summe 5.500 Höhenmetern erreichte er zum 22. Mal erfolgreich das Ziel in Sölden. Der Ötztaler Radmarathon gilt als eine der größten Herausforderungen im europäischen Breitensport. Die Strecke führt über die Alpenpässe Kühtai, Brenner, Jaufenpass und Timmelsjoch und verlangt den Teilnehmern sowohl körperlich als auch mental alles ab. Bereits früh am Morgen herrschte im Startort Sölden die besondere Atmosphäre, die den Mythos dieser Veranstaltung seit Jahrzehnten prägt. Tausende Radsportbegeisterte aus zahlreichen Nationen machten sich auf den Weg, um die anspruchsvolle Runde durch Tirol und Südtirol zu bewältigen. Für Hermann Löhner war die Jubiläumsteilnahme dennoch keine Routine. Gerade die langen Anstiege und die vielen Stunden im Sattel stellen die Fahrer jedes Jahr erneut vor große Herausforderungen. Die ersten Kilometer verliefen für Hermann Löhner planmäßig und zügig. Nach dem pünktlichen Start um 6:30 Uhr erreichte er bereits nach 36:10 Minuten Oetz, bevor mit dem Anstieg zum Kühtai die erste große Herausforderung des Tages wartete.
Nach 2:02:39 Stunden passierte er den ersten Alpenpass des Tages. Über die schnelle Abfahrt nach Innsbruck führte die Strecke weiter zum Brennerpass, den er nach 4:09:09 Stunden erreichte. Nach dem Brenner ging es über Gasteig hinauf zum Jaufenpass der über 2.000 m führt. Dort angekommen hatte Löhner bereits mehr als sechs Stunden im Sattel verbracht, ehe die Abfahrt nach St. Leonhard folgte. Von dort begann die entscheidende Phase des Rennens: der lange Schlussanstieg zum Timmelsjoch auf mehr als 2.500 m über NN. Nach bereits mehr als 170 absolvierten Kilometern sind dort nicht nur Kraft und Ausdauer gefragt, sondern vor allem mentale Stärke und Durchhaltevermögen. Nach den drei absolvierten Alpenpässen wurden die Beine zunehmend schwerer, während die zahlreichen Kehren des Timmelsjochs höchste Konzentration und Ausdauer erforderten. Kilometer für Kilometer arbeitete sich Löhner den Anstieg hinauf und erreichte nach 9:22:00 Stunden schließlich den höchsten Punkt des Rennens. Über Hochgurgl führte die Strecke anschließend sozusagen fast im freien Fall über mehr als 1.000 Höhenmetern zurück nach Sölden.
Nach einer Fahrzeit von 9:58:42 Stunden überquerte Löhner schließlich die Ziellinie in Sölden – gerade noch unter der „10-Stundenmauer“. Mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 22,8 km/h belegte er Rang 252 seiner Altersklasse sowie Platz 1.549 unter 3.847 Finishern der Gesamtwertung. Damit war er schneller als 72 Prozent der Teilnehmer seiner Altersklasse. Nur wenige Sportler können auf eine derart lange und erfolgreiche Geschichte beim Ötztaler Radmarathon zurückblicken. Mit 25 Starts und 22 Zielankünften dokumentiert Hermann Löhner eindrucksvoll seine Ausdauer, Beständigkeit und Leidenschaft für den Radsport.
📸 Bild (sportograf,): Hermann Löhner im Serpentinengewirr