04/09/2026
☮️
Gestern war ich auf dem Glücksgefühle-Festival am Hockenheimring. Eigentlich als Teamevent. Einfach feiern, tanzen, abschalten.
Und es war wirklich einer der geilsten Abende seit Langem. 💛
Doch dann gab es da diese Geschichte rund um Alphaville.
Eine Band, die sich klar gegen Rechts positioniert, wird ausgeladen. Dann wieder eingeladen. Und entscheidet sich schließlich, unter diesen Umständen nicht aufzutreten.
Und plötzlich solidarisieren sich andere Künstler. Songs werden gespielt. Menschen singen gemeinsam. 💛
Das sollte aktuell in unserem Land jeden beschäftigen aus meiner Sicht.
Und: vielleicht hat mich das auch deshalb so beschäftigt, weil ich ADHS habe.
Denn dieser ausgeprägte Gerechtigkeitssinn mit ADHS, den viele von uns kennen, kann auch mal verdammt anstrengend sein.
Ungerechtigkeit ist für mich niemals einfach etwas, bei dem ich denke: „Schade. Nächstes Thema.“
Mein Gehirn kann (!) das nicht einfach abhaken.
Warum passiert das?
Warum sagt niemand etwas?
Warum soll man bei bestimmten Dingen plötzlich „unpolitisch“ sein?
Und ja – manchmal würde ich mir wünschen, ich könnte Dinge einfach weniger persönlich nehmen und schneller loslassen.
Doch vielleicht ist genau das auch eine Stärke.
Dass wir nicht so gut darin sind, wegzuschauen. 🙌
Dass „Das betrifft mich doch gar nicht“ für uns keine ausreichende Begründung ist, um zu schweigen. 📢
Und dass unser inneres Gerechtigkeitsbarometer manchmal einfach sehr, sehr laut ist. 🎚️
Ich möchte in einer Zeit, in der Rechtsextremismus wieder zunehmend normalisiert wird, einfach nicht neutral sein.
Ich bin für Demokratie.
Für Vielfalt.
Für Menschenrechte.
Für Meinungsfreiheit.
Und ganz klar: gegen Rechts.
Vielleicht ist mein ausgeprägter ADHS-Gerechtigkeitssinn manchmal anstrengend.
Doch bei diesem Thema bin ich verdammt froh, dass ich ihn habe. 💛
Und wer das nicht so sieht darf mir gerne entfolgen. ✌️