22/06/2014
Eltern machen Weg für Fusion frei
34:3 Stimmen für Miteinander der beiden Eishockeyvereine - Nachwuchs müsste wechseln
Amberg. (tk) Die Fusion der beiden Amberger Eishockeyvereine wird immer wahrscheinlicher. Die Mitglieder des EC 2000 beauftragten am Donnerstagabend bei einer außerordentlichen Versammlung das Präsidium, rasch Verhandlungen mit dem ERSC aufzunehmen und zügig eine entsprechende Vereinbarung zu formulieren. Das Ergebnis war eindeutig: 34 Stimmberechtigte waren dafür, drei dagegen und fünf zogen eine Enthaltung vor.
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Für die 1. Mannschaft des ERSC (im Bild Stürmer Julian Behmer) würde sich durch eine Fusion mit dem EC 2000 zunächst nicht viel ändern. Wohl aber für den Nachwuchs des EC, der komplett zum Nachbarverein wechseln müsste. Der ERSC muss laut Stadt seinerseits ein Konzept vorlegen, wie diese Integration funktionieren soll. Bild: zg "Die Eltern der Nachwuchsspieler haben gesagt: Wir brauchen eine klare Linie für unsere Kinder", teilte am Freitagnachmittag Michael Cerny auf Nachfrage mit. Der OB hatte an dem internen Treffen beim Kummert-Bräu teilgenommen und festgestellt, dass es den Mitgliedern des EC in erster Linie darum geht, den Spielbetrieb von den Kleinstschülern bis zur Jugend zu garantieren: "Der wichtigste Schritt war es, zu sagen, dass die Kinder ein gutes Training bekommen und in Amberg spielen können" - unabhängig vom Verein. Das Treffen, das rund drei Stunden dauerte und trotz aller Emotionen sehr sachlich abgelaufen sein soll, habe auch gezeigt, dass es einigen EC-Vertretern sehr schwer gefallen sei, den Fusionsweg mitzugehen: "Da sind manche Wunden noch nicht verheilt."
ERSC in der Pflicht
Um ein Miteinander zu ermöglichen, muss der Nachwuchs komplett zum ERSC wechseln, der bislang ohne eigene Kindermannschaften auskam und nun ein Konzept erarbeiten muss. Dieses muss laut Cerny und Norbert Fischer, dem Vorsitzenden des Stadtverbandes für Sport, drei wesentliche Punkte beinhalten. Es müsse gewährleistet sein, dass die Jugendarbeit im Vergleich zur 1. Mannschaft gleichrangig behandelt wird, die Teams von qualifizierten Trainern betreut werden und es eine Namensergänzung geben soll.
Es sei der Wunsch des EC 2000, nicht völlig von der Bildfläche zu verschwinden. Es handle sich schließlich um eine Fusion und nicht um eine Auflösung. Cerny dazu: "Das ist keine Hürde." Der ERSC werde aufgefordert, diese Angelegenheit auf die Tagesordnung seiner nächsten Versammlung zu setzen. Weitere Vorgaben wolle die Stadt nicht machen.
Über die Eiskosten reden
"Wir müssen jetzt schauen, dass der ERSC diese Rolle annimmt und alles gut auf die Füße stellt", sagte der OB und kündigte Unterstützung an. Derzeit werde ermittelt, wie hoch die Eiskosten in anderen Städten sind, um dann im Stadtrat darüber zu entscheiden, ob die Jugendarbeit künftig stärker bezuschusst werden soll: "Dafür wäre es wichtig, dass sich der Eissport positiv darstellt. Wenn beide Vereine ihre Stärken zusammenfügen, müsste das für den Eissport positiv sein."