07/01/2018
2 - das zufällige Weihnachtsgeschenk und noch einmal der Sinn des Geldes
(Geschichte 1 siehe vorhergehenden Post)
Heilig Abend verbrachten wir bei meinen Schwiegereltern – heimelig, selig und warm. In mehr als einer Hinsicht – sie leben und arbeiten in einer Einrichtung, die an ein selbstversorgtes Holzkraftwerk angeschlossen sind – was für ein Ausgleich zur teilweise feuchtkalt durchzogenen Arbeit draußen. Die andere Wärme gaben die Familienmitglieder die sich dort einfanden.
Und dort lagen wie immer diverse Bücher herum, in einem begann ich zu schmökern: Gemeinwohlökonomie von Christian Felber. Als mein Schwiegervater mich wiederholt darin lesen sah, schenkte er es mir – er hatte erkannt, dass da ein Buch seinen Leser gefunden hatte.
Ich bin immer noch nicht damit durch, das Leben findet aktuell im Handeln statt, aber bereits zu diesem Zeitpunkt hatte ich mir vorgenommen, die Inhalte dieses Buches voranzutragen. Immer wieder erkannte ich wieder, was mir durch den Kopf gegangen ist.
Die Kernaussagen:
- Geld hat einen Tauschwert, keinen Nutzwert
- Die Konzentration von Geld auf Wenige ist demokratie- und gemeinwohlgefährdend
- Es gibt Alternativen
Sehr spannend zu lesen!
Immer wieder frustrierte mich in der Vergangenheit: Ich kann mich noch so reinknien, mich bemühen Jugendhilfeklienten und Interessierten nahebringen, die Welt zu schätzen und zu achten. Selbst wenn ich hierbei erfolgreich bin, arbeiten aktuell noch deutlich mächtigere Kräfte daran Gewinn zu maximieren, koste es was es wolle. Und die Menschheit kauft ein, damit sie sich „den Vorteil sichert“ und „überlegen rasieren“ kann (zieht Euch das Mal rein, selbst bei Rasieren muss ich auftrumpfen! – ich lass dass jetzt) – während die Wildnisschulen dieser Welt überliefern, wie man „Caretaking“ betreibt oder mit Steinklingen schneiden kann.
Bücher dieser Art sind wichtig. Wie sich bestätigt hat, ist es auch umstritten, schon allein aufgrund der Orientierung und Positionierung des Autors – gut so, sofern es sich die Leser von pro und contra gönnen, selbst über das nachzudenken, was da steht.
Ich bestelle fünf Exemplare dieses Buches (beim regionalen Buchhändler!) und verlose 4 (habe gestern eines versprochen) unter denjenigen, die sich zwischen Heute und 18.01. in den Kommentaren verewigen. Die Gewinner gebe ich in den Kommentaren bekannt. Wer nur etwas schreiben will, nicht aber am Buch interessiert ist, der möge das bitte aufschreiben. ABER… es gibt Regeln:
1. Setze Dir einen realistischen Zeitraum, in dem Du das Buch lesen wirst
2. Gebe das Buch danach weiter! Gerne an regionale oder überregionale Verantwortungsträger in Wirtschaft und Politik mit der Bitte um Rückmeldung. Oder Frage Deine Vertreter, ob sie entsprechende Ansätze kennen und was sie davon halten (wahrscheinlich „schön, aber nicht machbar“). Unter https://www.bundestag.de/abgeordnete kannst Du z.B. über Deine PLZ „deine“ Volksvertreter finden.
3. Wenn Du etwas liest, das Dir zusagt: Wie kannst Du es in Deinem Bereich umsetzen oder vorantreiben?
4. Nicht vergessen: „Regels sind Regels!“
Viel Freude beim Lesen, Überdenken und Umsetzen